Ein Auftakt nach Maß für unsere U19 in der neuen Berlin-Liga-Saison! Im offiziellen Eröffnungsspiel schlug unser Aufsteigerteam den favorisierten BFC Preussen völlig verdient mit 3:0 (2:0) und feierte einen historischen Einstand im Berliner Oberhaus.
Schon vor dem Anpfiff war die Vorfreude an der Laskerstraße riesig. Gemeinsam mit dem Jugendausschuss des BFV hatte Berolina Stralau ein echtes Fußballfest auf die Beine gestellt: Einlaufkinder, Musik, Stadionsprecher und BFV-Maskottchen ICKE sorgten für den perfekten Rahmen. „Das Eröffnungsspiel als Aufsteiger zu bestreiten, war für uns eine besondere Ehre“, freute sich Stralaus 1. Vorsitzender Robert Zoch nach der Partie. Dass am Ende ein so deutlicher Sieg heraussprang, hatte im Vorfeld wohl kaum jemand auf dem Zettel.
Stralau presst von der ersten Sekunde an
Die Mannschaft von Trainer Cem Torlak zeigte von Beginn an keinen Respekt vor dem großen Namen des Gegners, der in der Vorsaison noch in der Regionalliga kickte. Mit aggressivem Forechecking und enormer Laufbereitschaft setzten die Gastgeber den BFC Preussen früh unter Druck. Nach knapp 25 Minuten lag die Führung gleich mehrfach in der Luft, als Standard-Spezialist Auzik die gegnerische Abwehr immer wieder vor massive Probleme stellte. Die größte Chance zur Führung vergab Berolina zunächst noch vom Punkt: Einen fälligen Foulelfmeter fischte der Preussen-Keeper mit einer starken Parade aus der Ecke. Die Gäste kamen danach zwar besser in die Partie, blieben im letzten Drittel aber zu ungenau.
Ein Doppelschlag bricht den Bann
Kurz vor dem Pausenpfiff belohnte sich der Aufsteiger dann für den hohen Aufwand. In der 42. Minute landete ein unzureichend geklärter Ball bei Kulisch, der die Kugel überlegt mit links flach im rechten Eck versenkte. Und es kam noch besser für die Stralauer: Nur zwei Minuten später eroberte Berolina den Ball im Mittelfeld. Der kurz zuvor eingewechselte Lazetic schaltete am schnellsten und überlobte den zu weit vor seinem Kasten stehenden Preussen-Torwart sensationell aus gut 25 Metern zum 2:0-Halbzeitstand (44.).
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Während die Gäste spielerische Lösungen suchten, aber selten zwingend wurden, blieb Stralau giftig in den Zweikämpfen. In der 61. Minute folgte schließlich die Vorentscheidung: Nach einer Ecke von der rechten Seite stieg Arab am kurzen Pfosten am höchsten und nickte unbedrängt zum 3:0 ein. Zwar reklamierten die Gäste ein Offensivfoul, doch der souveräne Schiedsrichter Lucas Schlichtmann, der in einer intensiven, aber fairen Partie mit nur zwei Gelben Karten auskam, gab den Treffer.
Stimmen nach dem Abpfiff
In der letzten halben Stunde verwaltete Berolina den Vorsprung geschickt, während Preussen der finale Punch fehlte. Nach dem Abpfiff war Stralau-Coach Cem Torlak sichtlich stolz: „Wir haben den Jungs gesagt, dass sie heute schon vor Anpfiff Geschichte geschrieben haben. Sie haben den Matchplan taktisch überragend umgesetzt und das Trikot mit Stolz getragen.“
Auch das Trainerteam des BFC Preussen erwies sich als fairer Verlierer: „Stralau hatte heute die besseren Chancen, wir sind mit dem 3:0 gut bedient. Ihr Mut wurde belohnt, dazu kann man nur gratulieren.“ Ein rundum gelungener Berliner Fußballabend – auch, weil im Rahmen der Veranstaltung fleißig Spenden für die Kinderkrebshilfe gesammelt wurden.