U14 bezwingt Berolina Mitte

Führung. Rückstand. Ausgleich. Heimsieg.

Es gibt Spiele, die man so abhakt. Und es gibt Spiele, wo man noch Tage später darüber nachdenkt, was da gerade geschehen ist auf dem Platz. Letzteres war die gestrige Begegnung zwischen unserer U14 und den Gästen vom SV Blau-Weiß Berolina Mitte, die sich zum Punktspiel unter der Woche mit mindestens sechs Mann aus der U15 Landesliga-Mannschaft verstärkt hatten.

Gleich zum Auftakt setzte unser Team ein Ausrufezeichen, als es den Gegner frühzeitig in dessen Hälfte drängte und man sich nur durch Klärungsversuche ins Toraus retten konnte. Daraus resultierte eine Ecke, die perfekt reingebracht wurde. Vorm Tor segelte unser Stürmer noch knapp mit dem Kopf vorbei. Doch am zweiten Pfosten stand unser aufgerückter Abwehrchef im Fünfer bereit und nahm die Kugel Volley an und versenkte sie im Netz. Das starke Spiel unseres Mittelfeldes und der Sturmspitzen sorgte dafür, dass sich der Gegner auf lange Bälle über Freund und Feind verlegte, um vorne mit ein, zwei Mann auf einen Durchbruch zu hoffen. Leider konnten wir einen dieser Kick-and-Rush-Versuche nicht sauber klären und brachten den gegnerischen Sechser in Schussposition, dessen Abschluss für unseren Keeper unhaltbar ins Tor ging.

Dennoch ließ sich das Team von der Spielweise der Mitte-Jungs nicht anstecken und suchte weiterhin den Weg nach vorne und die Eins-gegen-Eins-Situationen, in denen man die technischen Stärken sauber zur Geltung brachte. Auch das schnelle Passspiel über kurze und weite Distanzen war tadellos. Lediglich scheiterte man gelegentlich an der körperlichen Überlegenheit der U15-Spieler, von der man sich aber zu keinem Zeitpunkt beeindrucken ließ. Und wenn es etwas zu bemängeln gab, dann die Chancenverwertung vorm Tor. Zwar war der Keeper wirklich sehr gut und hat viele unserer Abschlüsse abgewehrt. Wir machten es ihm aber auch sehr einfach, weil wir bisweilen zu zentral auf ihn abschlossen. Leider gingen wir aus dem Spielverlauf unverdient in Rückstand. Dies wurde jedoch bis zum Halbzeitpfiff durch eine sehr gute Mannschaftsleistung nivelliert als der neu gebrachte Zehner eine Hereingabe irgendwie über die Linie bugsierte und wir mit einem 2:2 in die Kabine gingen, das Bero Mitte mehr weh tat als uns.

Hochmotiviert ging es dann in den zweiten Durchgang, wo jeder noch einmal eine Schippe drauflegte und an die individuellen Grenzen ging. Läuferisch, konditionell, technisch, spielerisch. Auf all diesen Ebenen war Stralau das stärkere Team und man hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass sich die Spieler hier nicht den Sieg erarbeiten wollten. Dass es noch bis in die Schlussphase dauern sollte, bis endlich unsere Nummer 10 nach einem fein vorgetragenen Solo durch die Innenverteidigung den Keeper erst zu einer Glanzparade zwang und keine zwei Minuten später es erneut versuchte, um sich und das Team dieses Mal mit einem Tor zu belohnen.

Von nun an hieß es, den Bus zu parken. Denn alle gingen auf der letzten Rille bei uns. Einmal brach der Gegner noch durch und drängte uns hinten rein. Doch Abwehr und Keeper waren mutig und sicherten das Ding. Es gab sogar noch ein, zwei Chancen unsererseits, um den Sack zuzumachen. Als endlich der erlösende Schlusspfiff fiel, kannte der Jubel bei den Spielern, Trainern, Fans kein Halten.

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