1.Herren unterliegt in Neukölln

GW Neukölln – Berolina Stralau  2:0/ 2:0

Verdienter Sieg für Grün-Weiß Neukölln

Wer kennt es nicht vom Bolzplatz? Drei Ecken ein Neuner hieß es früher immer. Am Wochenende ging es unserer Elf bei Grün-Weiß Neukölln noch etwas schlechter. Zwei Ecken, zwei Tore hieß es am Ende der 90 Minuten.
Grün-Weiß trug sich zwar mit weiteren Ecken in die Statistik ein, aber im Kopf hängen geblieben sind die ersten beiden, die direkt zum Erfolg gegen Berolina Stralau führten.

Stralau fing gut an, Mlynikowski setzt nach ein paar Minuten einen ersten Warnschuss ab, den Colditz gerade so aus dem Winkel kratzt. Grün-Weiß kam dann besser in die Partie und machte ein paar mutige Vorstöße. In der 14. Minute gibt es die erste Ecke und am zweiten Pfosten köpft Gnadke ungehindert ein.

Stralau sichtlich geschockt von der bis dahin unverdienten Führung. Was folgte, war keine Reaktion, sondern die Neuköllner bekamen nun noch mehr Oberwasser. Sie spielten schnörkellos und schnell nach vorne. Wenig Ballbesitzphasen, aber immer wieder gefährliche Dribblings aus dem Mittelfeld nach Ballverlust. In der 30. Minute der nächste Eckball und dieses Mal sagte Januschewski Dankeschön, nachdem Potthoff den ersten Kopfball am kurzen Pfosten noch gegen das Aluminium lenken konnte.

Bis zur Halbzeit keine Reaktion von Stralau und somit ging Neukölln mit einem verdienten 2 zu 0 in die Pause.

In der zweiten Hälfte veränderte sich das Bild etwas. Stralau nun mit mehr Zug zum Tor. Spielerisch einen Tick besser, aber auch hier fehlten letztlich die zwingenden Aktionen im letzten Drittel. Einschussgelegenheiten für Mlynikowski und Mendy waren da, blieben aber ungenutzt. So richtig kam das Gefühl nicht mehr auf, als würde das Spiel noch kippen. Während Grün-Weiß Neukölln es mehrmals verpasste die Konter sauber zu Ende zu spielen und einige Male am stark reagierenden Potthoff scheiterte.

Vielleicht haben die guten Leistungen gegen die beiden Aufstiegsaspiranten unsere Jungs auch etwas geblendet und denken lassen, dass auch mit halber Kraft gegen Teams aus der mittleren Tabellenregion was zu holen ist.

Aber wie auch in den anderen Spielen, an diesem Tag zeigte sich, dass die Landesliga sehr ausgeglichen und immer für eine Überraschung gut ist.