1.Herren unterliegt Türkspor Berlin

FSV Berolina Stralau 1901 e.V. vs. Türkspor 1965 Berlin 1:5 (0:4)

Vom Start weg waren es auch die Gäste, die besser in die Partie kamen und sofort die Kontrolle übernahmen. So kamen die Angreifer Türkspor´s immer wieder gefährlich in Strafraumnähe, blieben aber anfangs zu harmlos. Dies sollte sich nach neun Minuten ändern, als ein Spieler der Gäste etwa vierzig Meter vor dem Tor zum Solo an der rechten Seitenlinie ansetzte, sich dann durch die gesamte und völlig überforderte Abwehr der Heimelf tankte und sehenswert zum frühen 1:0 aus Gästesicht einnetzte. War hier vielleicht noch etwas Glück dabei, war die die folgende Szene drei Minuten später in meinen Augen doch schon mehr als deutlich, als nach einem Flankenversuch ein Verteidiger Stralau´s zum Kopfball hochstieg und den Ball dabei bei einer unnatürlichen Handbewegung an den Oberarm bekam. Dabei blieb dem Schiedsrichter keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen, was zum 2:0 führte. Nun endlich wachten auch die Gastgeber auf, doch ein erster Schuss eine Minute nach dem Elfmeter konnte der Keeper Türkspor´s gerade noch zur Ecke retten. Dann nach gespielten siebzehn Minuten folgte die bis dato größte Chance der Hausherren, doch der Kopfball nach einem weitem Einwurf in Strafraum der Gäste konnte in höchster Not gerade noch von der Abwehr raus aus dem Strafraum geschlagen werden und weiter ging es in Bero´s stärkster Phase. So verpassten drei Angreifer der Hausherren nach einer flachen Hereingabe fünfundzwanzigste Minute zuerst den Ball und zwei Minuten später rettete dann erneut der Torwart der Auswärtself zuerst im bei einem Schuss aus Nahdistanz und bei der anschließenden Ecke. Im direkten Gegenzug schafften es aber wiederum die Gäste, in einer zwei gegen eins Situation den Ball nicht im leeren Tor zu versenken, sondern diesem am rechten Pfosten vorbei zu schieben. Dies markierte auch vorerst das Ende aller Stralauer Herrlichkeiten, denn nun waren es erneut die Spieler Türkspor´s, die das Heft in die Hand nahmen. Eine erneute Großchance bot sich dann nach einer halben Stunde, als der Schiedsrichter diesen einen Freistoß in etwa zwanzig Meter zugesprochen bekamen, der Ball jedoch knapp über die Latte ging und auch zwei Minuten später scheiterten sie aus fast identischer Position mit einem Schuss, der knapp sein Ziel verfehlte. Dann allerdings nach siebenunddreißig Minuten die erneute kalte Dusche aus Heimsicht, als der Ball den Weg in den Strafraum fand, der Keeper evtl. etwas zu weit vor dem eigenen Kasten stand und so der Ball nach einem Kopfball aus zwölf Metern im Tor zur 3:0 Vorentscheidung einschlug. Es sollte aber noch dicker kommen für Hausherren, die nun völlig von der Rolle waren und so für die cleveren Angreifer der Auswärtself leichte Beute waren. Es lief die vierundvierzigste Minute, als es die Hintermannschaft Stralau´s nicht schafte, den Ball endgültig aus dem eigenen Strafraum zu befördern und so eine Serie von drei Eckbällen zu produzieren. Am Ende dieser Kette nutze ein Angreifer seine Freiheiten und wuchtete den Ball aus zwei Metern zum 4:0 in die Machen, was auch den Halbzeitstand bedeutete und es somit in Hälfte zwei aus Bero-Sicht nur noch um Schadensbegrenzung gehen konnte. Dies sollte aber erstmal gehörig schief gehen, denn zuerst scheiterten die Hausherren kurz nach dem Seitenwechsel am Torwart von Türkspor, dann schaffte es ein Stürmer der Gastmannschaft in Minute neunundvierzig im direkten Gegenzug, mit einem Sololauf vor alleine vor dem Keeper aufzutauchen und den Ball im eins gegen eins aus verdammt schrägen Winkel den Ball an diesem zum 5:0 ins Tor zu schießen. Das sollte es dann in Hälfte dann auch schon im Großen und Ganzen gewesen sein, denn die Gäste schalteten nun zwei Gänge zurück und die Heimelf konnte nicht mehr, so dass das Spiel bis auf vereinzelte, aber im Allgemeinen zu harmlose Aktionen dahin plätscherte. Ein Kopfball Bero´s infolge einer Ecke nach einer knappen Stunde ging so knapp über das Tor, ein Schuss aus Nahdistanz landete in Minute siebenundsechzig im Tor von Stralau, doch es war Abseits und eine Flanke der Gastgeber wurde zwar die Minuten später zur Ecke geklärt, diese brachte allerdings keine große Gefahr. Erst kurz vor dem Ende wurde es dann doch noch einmal hektisch, als ein Schuss der Heimelf zehn Minuten vor dem Ende noch gerade so zur Ecke geklärt werden konnte. Was aber auch eine heute typische Szene für die Angriffsbemühungen des FSV war, spiegelte genau jene Situation wieder, die sich in Minute siebenundachtzig ereignete, als diese in einer zwei gegen eins Situation vor dem Keeper Türkspor’s auftauchten, dann aber zu umständlich statt auf den freien Mann abzuspielen versuchten, den Ball Hacke Spitze eins zwei drei am Keeper vorbei zu legen und sich so diese Chance selbst versauten. Den letztlichen Ehrentreffer sollte es dann aber doch noch geben, als eine Minute vor dem Schlusspfiff ein Spieler der Hausherren im Strafraum der Gäste gelegte wurde und dieser knapp aber effektiv in der linken unteren Ecke zum 1:5 versenkt wurde. Das war dann aber auch der Schlusspunkt unter einer Partie, aus dem man aus Heimsicht eigentlich nur sagen kann: „Abhaken, Lehren daraus ziehen und weiter geht es“, denn es kann nach dieser Partie nur besser werden. Den Gäste und verdienten Gewinner heute kann man echt nur fair zu dieser Leistung heute gratulieren und sagen gut gespielt und viel Glück für die weitere Saison.

Vielen Dank an Groundhopping Berlin für den Spielbericht