4.Herren siegt in Pankow

FSV Fortuna Pankow

Stralau erkämpft sich 3 Punkte bei Pankow

Am Sonntag ging es für unsere Vierte in den hohen Berliner Norden nach Pankow, gegen die sich die Berolina letztendlich mit 0:2 durchsetzen konnte. Obwohl unsere Jungs im ersten Durchgang mehr als genug Chancen hatten, ging es mit einem Unentschieden in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte kam Pankow sehr viel besser ins Spiel, biss sich aber bis zuletzt die Zähne am Stralauer Abwehrriegel aus. Zwei Stochertore und eine disziplinierte Hintermannschaft brachten am Ende den Arbeitssieg und unsere Boys dürfen sich über 3 wichtige Punkte im Rennen um die Auf-stiegsplätze freuen.
Zunächst ein Blick auf die Tabelle: Weil die Spandauer Kickers leichtfertig Punkte liegen lassen, springt Stralau mit 20 Punkten auf den dritten Platz. Davor stehen nur noch der SFC und Marien-dorf mit jeweils 24 Punkten, wobei Mariendorf jedoch schon 2 Spiele mehr gespielt hat, sodass sich die Berolina bis zur Winterpause aus eigener Kraft zumindest den zweiten Platz, sprich den vorläufigen Relegationsplatz schnappen könnte.
Jetzt der Blick auf die Aufstellung: Trainergespann Wohlfahrt/ Berger dürfen sich über eine volle Kapelle im Auswärtsspiel freuen. In der Startaufstellung steht neben Ley, der sich im letzten Spiel gegen Meteor empfehlen konnte auch Sascha Heller aus der berüchtigten Templiner Kader-schmiede.Bei bestem Fritz-Walter Wetter marschieren die Teams gegen halb elf auf die Panko-wer Wiese und klatschen sich unter den wachsamen Augen des heutigen Schieris Georg Schuldt ab. Fun-Fact: Weil Görk sonst für die Berolina spielt, befragt er im Vorfeld die magische Miesmu-schel, was er denn im Zweifelsfalle pfeifen solle. Die Antwort hat er für sich behalten, sie könnte aber unter Umständen „Nichts“ gelautet haben, denn genau wie Spongebob und Patrick wird er letztendlich dafür belohnt: Eine vollendete Schiedsrichterleistung und ein 20 Euro Douglas-Gutschein, was kann man von einem Sonntagvormittag mehr erwarten, toller Typ. Jetzt aber zum Spiel: Stralau hat in den letzten Spielen Selbstvertrauen getankt und wirft sich in die Partie. Trotzdem müssen die von Nico angesagten 10 Minuten „Anfangspressing“ auf circa 2 Minuten gekürzt werden, weil der Platz doch recht groß ist und so sind die Spielanteile in der ersten hal-ben Stunde fast ausgeglichen.
Stralau versucht sich immer wieder über längere Ballstafetten ins Spiel zu arbeiten und kommt in der Folge auch zu ersten Abschlüssen. Nach einer schnellen Umschaltaktion im Mittelfeld wird Ley geschickt und ist zu schnell für die Pankower Abwehrreihe. Leider ist er auch ein bisschen zu schnell für den Ball, sodass zum Schluss nur ein Kullerball herauskommt, leichte Beute für den Torwart. Hintenrum vertändelt die Berolina in der ersten Halbzeit ungewöhnlich oft die leichten Bälle, aber Pankow kann zum Glück kein Kapital herausschlagen, auch weil Keeper Alex gestern Abend nur 12, statt der üblichen 13 Becks Ice getrunken hat und hier eine Spitzenleistung ablie-fert. Wirklich heiß im Strafraum der Fortuna wird es eigentlich nur nach Standards, leider lassen die Zielspieler ein ums andere Mal die Genauigkeit vermissen. So pfeift der Schiri nach exakt 45 Minuten (Null Nachspielzeit, wegen null Unterbrechungen) die Partie zur Halbzeit ab und unsere 11 Freunde watscheln in die wohlig-warme Kabine um sich mit Trockenfrüchten zu stärken und den inspirierenden Worten des Trainergespanns zu lauschen.
Anpfiff zweite Halbzeit und Pankow kommt besser aus der Kabine. Während Stralaus neu for-mierte Abwehrreihe (Marschall/ Anton für Loef/ Berger) noch versucht sich zu organisieren, kommt die Fortuna über ihren neu-eingewechselten Zehner Steve „The Tower“ Donath zu den ersten Abschlüssen. Stralau wird jetzt hinten reingedrängt und versucht sein Glück über den einen oder anderen Konter. Leider fehlen den Jungs da vorne im zweiten Durchgang die Körner, sodass sich daraus keine wirkliche Gefahr für Pankow ergibt und Trainer Nico frische Männer für die Offensive bringt: Tristan und Manu dürfen ihr Glück versuchen. Irgendwie läuft aber trotzdem nichts so richtig zusammen und so muss eine Einzelaktion her. Nach einem Zufallsball Stralauer Art kommt Taro im Mittelfeld an den Ball und tankt sich einfach mal in den gegnerischen Strafraum durch um dann dort zunächst am gegnerischen Keeper zu scheitern. Pech für Pankow: Der Ball flutscht dem Keeper aus seinen kleinen Patschehändchen und fällt Taro erneut vor die Füße, der nur noch einzuschieben braucht und sich über sein drittes Saisontor freuen darf. Im Anschluss wird weiter munter durch gewechselt, sodass mit Chistopher auch ein weiterer Brandenburger Jung sein Debut feiern kann. Pankow erhöht daraufhin nochmal das Tempo, kann sich aber, auch weil sich die Berolina mit einer ungeahnten Entschlossenheit dagegenstemmt, keine hundertprozentigen Torchancen mehr erarbeiten. Stattdessen kommt es wie es kommen muss: Joker Tristan schnappt sich das Leder und bringt die Pille vors Tor, im anschließenden Gewühl findet der Ball irgendwie den Weg ins Netz und Tristan lässt sich feiern: 0:2 Stralau. Die letzten paar Minuten sind nicht der Rede wert und die Berolina fährt hier auswärts die 3 Punkte ein. Nicht unbedingt verdient, aber im Stile einer Spitzenmannschaft wie man so schön sagt, wenn man mal das Quäntchen Glück auf seiner Seite hat. Danach gibt es noch kalten Gerstensaft und Gulasch im Pankower Rundbau („Heißt so, weil der Bau rund ist“) und unsere Helden können frohen Mutes den Heimweg antreten.