4.Herren schlägt Meteor 06

Die Vierte von Berolina Stralau konnte sich am Sonntag mit einem 6:2 gegen den Vorletzten der Kreisklasse B BFC Meteor 06 durchsetzen. Nach einem ungefährdeten, aber glanzlosen 3:0 für Stralau zur Halbzeit kam Meteor im zweiten Durchgang besser ins Spiel. Die Berolina profitierte letztendlich von der Größe des Rasens und den begrenzten Wechselmöglichkeiten des Gegners, sodass zum Schluss 3 mehr oder weniger verdiente Punkte zu Buche standen.

An diesem ersten bitterkalten Sonntagmorgen des Jahres versammeln sich unsere Jungs also gegen halb 10 in der vorgeheizten Stralauer Kabine. Nach einer knackigen Erwärmung gibt es Taktikanweisungen von Trainer Nico, die im Spiel aber größtenteils über Bord geworfen werden. Bittere Pille für die Stralaufamilie: Zweiter Spielführer und Identifikationsfigur Görk muss „wegen Rücken“ auf die Trainerbank. Die Vierte ist aber seit einiger Zeit so breit aufgestellt, dass sich kein Qualitätsverlust ergibt: Taro und Duncan also heute im Zentrum. Vorne darf unter Anderem heute der junge Ley ran, der das entgegengebrachte Vertrauen direkt zurückzahlen wird.

Gegen halb 11 folgen die Teams dem heutigen Schiedsrichter Klaus „Adlerauge“ Brü-ning auf den Rasen und nur 30 Sekunden nach dem Anpfiff klingelt es zum ersten Mal. Ley wird aus der Zentrale geschickt, zieht den Sprint an und kann unbedrängt einschieben. Vielleicht dachte der eine oder andere Meteorspieler das wäre noch Teil der gemeinsamen Erwärmung, aber als der Pfiff ertönt und der Schiri auf den Anstoßpunkt zeigt, wird es wohl dem letzten klar: 1:0 Stralau. In der Folge kontrolliert Stralau das Spiel, ist aber teilweise zu hastig in den Abschlüssen und spielt die Dinger nicht richtig zu ende. Trotzdem kann Ley in der 15. Minute wieder relativ unbedrängt zum Abschluss kommen und zum 2:0 vollenden, der Boy hat sich was vorgenommen.
Doch selbst mit 2:0 Führung steht Stralau nicht wirklich gut und lässt Meteor, die vor allem vorne kein schlechtes Spiel machen, zu einfach kombinieren. Die Spinnweben im Berolina Fitnessraum zeugen von der Körperlosigkeit des Stralauer Abwehrverhaltens und so bleiben unsere Jungs auch mit der Führung im Rücken unter ihren Möglichkeiten.
Kurz vor der Halbzeit darf sich aber noch Zosel nach einem Zufallstor Stralauer Art feiern lassen, artig bedankt er sich beim BFC-Erstatztorwart, der ihm das Ding wohl als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk unter den Tannenbaum gelegt hat. Mit einer 3:0 Führung, aber seltsam schweren Beinen verschwinden unsere Athleten in der Kabi-ne.
Während die mahnenden Worte des Trainers noch in den Köpfen nachhallen pfeift „Uns Klausi“ das Spielchen wieder an. Die Ansprache scheint zunächst gefruchtet zu haben, Stralau ist bissiger in den Zweikämpfen, aber auch teilweise ungeschickt: Nach einem Foul links vom Stralauer Sechzehner gibt es Freistoß. Kapitän Abdul Kara tritt die Pille in den Strafraum, wo Kapitän Lukas per Kopf mustergültig vollendet und sich ordentlich feiern lässt. Erst nach einer kurzen Unterredung mit Klaus wird den Beteiligten klar: Eigentor! Mist, aber schön war es trotzdem. Danach darf aber wieder Stralau, ein Spielzug so alt wie der Fußball selbst: Lang und weit auf den schnellen Ley und der schiebt ein, Dreierpack. Falls Pep sein Tiki Taka mal ein bisschen abspecken will kann er ja gerne mal beim Training zugucken. Immer Donnerstag ab acht mit anschließendem Kulturangebot bei Lothar, wir freuen uns auf dich! Zurück zum Spiel, Stralau hat eigentlich alles im Griff und gibt sich auch endlich mal richtig Mühe, aber die Jungs von Meteor haben Blut geleckt und erarbeiten sich ihre Chancen. Nach einem gefühlten 20-Minuten Solo von BFC-Kapitän Kara kommt der Pass auf Kirdag, der das Bällchen im Netz unterbringt. Keine Chance für Wohlfahrt, zumal Kirdag sich am Vorabend die Karten bei 9Live legen lassen hat und Schiri Klaus, sowie die Stralauer Hintermannschaft schon kurz vor Anstoß über das bevorstehende Highlight informiert hatte. Kurz darauf macht aber die Berolina aber den Sack zu: Zosel macht sein zweites und auch Kapitän Lukas darf nach einem fulminanten Volleytreffer seinen Namen auf der Anzeigetafel bejubeln. So darf sich die Vierte letztendlich über 3 Punkte freuen und bei Trainer Nico Besserung geloben, denn trotz der eher durchwachsenen Leistung hatten unsere Jungs doch eine Menge Spaß und das ist doch das Wichtigste.