1.Herren unterliegt Sparta Lichtenberg

1. Herren unterliegt Sparta Lichtenberg

Berolina Stralau – Sparta Lichtenberg 1:2 (1:1)

Kämpferisch aufspielende Stralauer werden nicht belohnt

Sonntag, 1. Oktober, optimales Fußballwetter, Topspiel auf dem Lasker: Der Tabellenzweite und diesjährige Staffelfavorit Sparta Lichtenberg ist zu Gast auf dem Laskersportplatz. Mit 9 Punkten aus 5 Spielen sind wir nicht optimal in die Saison gestartet, zumal die letzten zwei Heimspiele nach jeweiliger Führung noch verloren wurden. Dennoch fanden wir nach dem so wichtigen Auswärtssieg in der Nachspielzeit in Mariendorf am vergangenen Wochenende spielerisch wieder zu alter Stärke zurück – vor allem in der zweiten Halbzeit. Von daher standen die Vorzeichen durchaus gut, da Sparta am vergangenen Spieltag hat Punkte liegen lassen und somit die Möglichkeit für uns bestand, mit einem Sieg wieder in Tuchfühlung mit der Tabellenspitze zu kommen und punktemäßig mit Sparta gleichzuziehen. Coach Schneider schickte mit Ausnahme von Jonach, der Schmidt ersetzte, und des wieder genesenen Heidrich, der für Island-Urlauber Turtschan ins Startaufgebot rückte, die gleiche Start-11 ins Rennen wie vergangene Woche. Ein spannender Fussball-Nachmittag vor den für Stralauer Verhältnisse zahlreichen erschienenen Zuschauern, die aufgrund der vergangenen Heimspielauftritte mit stillem Protest „drohten“, war also vor progammiert und die Stralauer Spieler wussten, sie hatten Wiedergutmachung zu betreiben.
Mit dem Auftrag, den Favoriten aus Lichtenberg nicht nur zu ärgern, sondern den Abstand nach oben nicht zu groß werden zu lassen, begann das Spiel entsprechend temporeich. Und das bereits in der ersten Szene nach wenigen Sekunden, aber von Seiten der Lichtenberger: Anstoß-Variante mit langem Ball auf die halblinke Strafraumhöhe, die die Starlauer Abwehr durchaus überraschte, und schon war sie da, die erste hochprozentige Chance für die Gäste, doch Keeper Walter-Born wusste, geschickt zu agieren und verkürzte den Winkel reaktionsschnell, dass der gegnerische Stürmer aus Nahdistanz scheiterte. In der Folge passierte erst mal wenig auf Seiten des Stralauer Tores und wir kombinierten uns durchaus gefährlich vor das Tor der Gäste. Max Weber war es dann folglich, der die größte Chance (wenn nicht sogar eine 100%ige) zur Führung auf dem Fuß hatte (12. Min.): scharfe flache Hereingabe von links durch Wohlfahrt auf Höhe des Fünfers und M. Weber stand goldrichtig am zweiten Pfosten, nur leider konnte er den Ball nicht im Tor unterbringen und schob knapp vorbei.
Weitere gute Schussmöglichkeiten aus naher Distanz von Wohlfahrt oder Pötting konnten leider auch nicht verwertet werden. Und wer vorne seine Chancen nicht nutzt, wird hinten durchaus bestraft, wenn es gegen eine Spitzenmannschaft geht. Und das aber auch leider durch einen Fehler des eigenen Torhüters. Einen lang geschlagenen Freistoß in der 19. Minute von halblinks auf Höhe des Fünfers fängt Keeper Walter-Born im Getümmel anstatt zu fausten, wird allerdings beim Landen unglücklich weggecheckt (leider vom eigenen Spieler), sodass der Ball genau vor den Füßen des gegnerischen Stürmers landet und dieser aus drei Metern einschieben kann. Unglücklicher konnte es nicht kommen, da wir drauf und dran waren, durchaus die Führung zu erzielen. Nun galt es, Kopf schütteln und weiter spielen, wie davor! Und das gelang: nach herrlicher Kombination im Mittelfeld wurde Oscar Schauer auf rechts durch Wohlfahrt in den Strafraum geschickt und verwandelt eiskalt aus 12 Metern ins lange Eck (29. Min.)! Der so wichtige Ausgleich war gemacht. Schauer war es auch dann, der mit einer wichtigen Kopfabwehr einen Gewaltschuss der Gäste zur Ecke klärte. Bis zur Pause passierte dann nichts spektakuläres mehr, Angriffe auf beiden Seiten waren entweder sichere Beute der Abwehr oder der Torhüter, sodass es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Pause ging.
Der zweite Durchgang begann mit einer sehr druckvollen Phase der Gäste, die uns in unserer Hälfte förmlich einschnürten. Doch wir konnten uns durchaus ansehnlich in zwei Situationen heraus kombinieren und unsere Spitzen auf Außen schicken, das Gespann jedoch entschied jeweils auf Abseits (durchaus fragwürdig). Jedoch ließen sich die Gäste davon nicht beirren und in der 55. Minute passierte dann die spielentscheidende Szene. Ein geschickter flacher Pass zwischen die Abwehrkette in den Strafraum hinein veranlasste Keeper Walter-Born zum (aufgrund der Position des Stürmers unnötigen) Heraus stürmen, um den Ball vor diesem weg zu fischen, doch der Versuch ging unglücklich nach hinten los. Der Stürmer legt sich den Ball im letzten Moment kurz vor, sodass es zum Kontakt kommt, der Schiedsrichter folgenrichtig auf den Punkt zeigt und die Gäste anschließend das 2:1 aus ihrer Sicht per Elfmeter markieren.
Wir waren von nun an gefordert, unser Spiel wieder druckvoll vor das gegnerische Tor zu bringen, dies gelang uns auch. Nach einem gut geschlagenen Eckball von links durch Wohlfahrt verlängerte Pütz am kurzen Pfosten und Junker war anschließend zu überrascht, um den Ball aus drei Metern mit dem Kopf zu versenken. Dann war es Schauer, der auf rechts im Strafraum geschickt wurde und elfmeterreif gefoult wurde vom heraus stürmenden Torwart, doch diesmal blieb die Pfeife durchaus fragwürdig stumm.
Doch auch die Gäste hatten weiterhin ihre Chancen, jedoch waren nicht alle zwingend. Einmal parierte Walter-Born einen gefährlichen Distanzschuss, ein weiteres Mal war es Heidrich, der in letzter Sekunde Höwedes-like die Grätsche auspackte, den halben Rasen umpflügte und zur Ecke klärte.
Da wir leider im Anschluss keine zwingenden Chancen mehr kreieren konnten und auch der letzte gute Versuch von Pötting in der 93. Minute nach einer Freistoßhereingabe noch von einem Lichtenberger Bein geblockt wurde, hieß es am 1:2 aus Stralauer Sicht.

Fazit: Spielerisch waren wir absolut auf Augenhöhe, sodass ein Punkt durchaus verdient gewesen wäre!

Aufstellung: Walter-Born; Jonach, Pütz, Heidrich (88. Schmidt), Kimpinsky (75. Tanriver); Junker (70. Liebich), Niemann, Pötting; Schauer, M. Weber, Wohlfahrt

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