2.Herren macht den Aufstieg perfekt

Borussia 1920 – FSV Berolina Stralau II 1:2 (1:0)

Sechs Spieltage vor Saisonende konnte die Reserve den Aufstieg in die Kreisliga A perfekt machen. Dabei startete das Spiel nicht optimal für die Gäste denn Kapitän Lehmann musste, mit Verdacht auf gebrochenen Zeh, frühzeitig das Spielfeld verlassen. Unsortiert in der Verteidigung und in Unterzahl, nutzte der Gastgeber die Gelegenheit zum 1:0.
Fortan entwickelte sich eine sehr zerfahrene Partie, ohne nennenswerte Torraumszenen, wobei das Schiedsrichtergespann immer mehr in den Vordergrund rücken sollte. Schon bei Lehmann seiner schweren Verletzung sah der Schiri keine Notwendigkeit das Spiel zu unterbrechen. „Körpereinsatz ist Verboten, jedoch von hinten in die Beine Grätschen erlaubt“, monierten die Stralauer in der Halbzeitpause. Mit dem Willen mindestens einen Punkt mitzunehmen, startete die Reserve nun engagierter in den zweiten Abschnitt. Doch nach zehn Minuten sollte wieder das Schiedsrichtergespann in den Vordergrund rücken. Belitz, bei dem Versuch den Ball auf Brusthöhe wegzuspitzeln, erwischte seinen Gegenspieler der den Ball versuchte mit dem Kopf sich vorzulegen, im Gesicht und schlug ihm zwei Zähne aus. Eine mehr als unglückliche Situation aber der Schiedsrichter hielt es wieder nicht für Notwendig, wie schon bei Lehmann, dass Spiel zu unterbrechen obwohl Röwert blutüberströmt auf dem Boden lag. Auf diesem Wege nochmal gute Besserung. Fußball stand in Folge dessen nicht mehr auf dem Programm. Der Schiedsrichter hatte das Spiel völlig aus der Hand verloren und wusste sich nach der nächsten Rudelbildung anscheinend nicht mehr anders zu helfen als die Rote Karte zu zeigen und das zum Leid der Reserve. Vorausgegangen war ein Foulspiel von Veen welches lediglich mit Gelb hätte geahnt werden müssen. Doch ein Borusse rannte Wutentbrannt auf Veen zu, welcher sich lediglich zu schützen Versuchte in dem er seine Arme, zur Bewahrung des Abstandes, nach vorne hielt. Der Schiedsrichter wertete das als Tätlichkeit und schickte Veen unter die Dusche. Im Nachhinein hätte der Reserve wohl nichts Besseres passieren können denn nach Beruhigung der Gemüter machte sich die „jetzt erst recht“ Mentalität breit und die Mannschaft hatte auch gleich die richtige Antwort parat. Den fälligen Freistoß der Gastgeber fing Turtschan ab, schaltete schnell um und spielte den Ball diagonal zu Walter-Born. Dieser ließ gleich zwei Gegenspieler stehen und servierte den Ball dem völlig freistehendem Belitz, der jedoch am Torwart scheiterte. Doch der sieben Minuten zuvor eingewechselte Lehnig stand beim Nachschuss goldrichtig und erzielte das 1:1. Und jetzt war Schwung in der Partie. Gewillt die Entscheidung zu erzielen, liefen jetzt die Angriffe im Minutentakt. Zuerst scheiterte Belitz, diesmal am Pfosten, und dann stand Walter-Born, nach Glanzparade von Elsner, der Querbalken im Weg. Das erlösende Tor fiel dann aber doch noch. Lingott, sonst Torjäger vom Dienst bei der vierten Mannschaft, servierte einen Eckball auf Walter-Born der den Ball unhaltbar einköpfte. Ein unglaubliches Finish in einer überragenden Saison.
AUFSTIEG!!!

Aufstellung:
Reck – Kimpinsky, Veen, Lehmann (14. Lingott), Turtschan – Arndt (71. Lehnig), Rini – Witte, Belitz, Wohlfahrt (88. Chu) – Walter-Born

Tore:
1:0 (13.) Kolbe, 1:1 (78..) Lehnig, 1:2 (90+4.) Walter-Born
Besondere Vorkommnisse:
Rote Karte: 76. Veen

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