Bericht 3.Herren

Bero 3 verabschiedet sich vom Aufstiegsrennen
Nach dem hitzigen 2:2 in der Vorwoche gegen VfB Friedrichshain konnte man nur mit einem Sieg gegen Charlottenburg weiter um den Aufstieg mitspielen. Die Voraussetzungen dafür waren denkbar schlecht: nicht nur dass man im Hinspiel mit 4:6 auf heimischen Platz gegen diese Mannschaft die meisten Gegentore in dieser Saison kassierte, leider konnten an diesem Tag auch nur 12 Spieler (davon 2 Torhüter) den Weg in die Wally-Wittmann-Sportanlage antreten. Im Gegensatz dazu konnte das Charlottenburger Team auf 6 Auswechsler zurückgreifen.
Trotz zahlreicher Umstellungen hatten sich die Mannschaft und der Trainer einiges vorgenommen. Die Umsetzung gelang auch in den ersten 15 Minuten des Spiels, sodass man gegen eine sehr junge und spielstarke Charlottenburger Mannschaft das Spiel weitestgehend kontrollierte und sich einige gute Torchancen herausspielen konnte. Symptomatisch für die momentane Situation war man aber nicht der Lage sich dafür zu belohnen. Stattdessen ging der Gegner in der 20 Minute nach einem Stellungsfehler in der Hintermannschaft in Führung. Durch eine weitere Unaufmerksamkeit konnte dieser mit seiner zweiten Torchance im Spiel aus abseitsverdächtiger Position auf 2:0 erhöhen; nicht die einzige strittige Schiedsrichterentscheidung an diesem Tag. Schiedsrichter Truxa ließ während der kompletten 90 Minuten die Kontrolle über das Spiel vermissen.
Trotz dem Ausfall wichtiger Stammspieler und der daraus resultierenden spielerischen Defizite konnte man an diesem Tag der Mannschaft nicht vorwerfen zumindest über kämpferische Mittel zurück auf die Erfolgsbahn gelangen zu wollen. Demzufolge steckte Bero 3 nach dem frühen 2:0 nicht auf und kam zum verdienten Anschlusstreffer durch Dietrich. Sichtlich beeindruckt vom kämpferischen Einsatz verlor nun Charlottenburg zunehmend die Kontrolle über das Spiel und unsere Mannschaft erspielte sich einige Chancen zum Ausgleich.
Statt dem 2:2 folgte aber nach einem Eckball und nach Durcheinander im Strafraum das 3:1 durch einen Flachschuss von der Strafraumkante. Wie bereits in anderen Spielen mangelt es uns in solchen Situationen an dem nötigen Maß an Konzentration und Einsatz.
Sichtlich niedergeschlagen ging man mit 1:3 in die Halbzeitpause. Nichtsdestotrotz gab sich die Mannschaft nicht auf. Um die 2 Tore noch aufzuholen, stellte man in der Defensive auf „Mann-gegen-Mann“ um. Auch in Halbzeit 2 konnten sich dadurch aussichtsreiche Torchance erarbeitet werden. Die Tore schoss aber der Gegner. So nutzen clever agierende Charlottenburger die entstehenden Freiräume und erhöhten in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich auf 5:1. Nach dem 5:2 durch Brose bildete das 6:2 kurz vor Abpfiff den Abschluss des Spiels.
Durch den Sieg der Konkurrenz verabschiedet sich die Mannschaft trotz der in der Liga am meisten erzielte Tore und bis auf wenige Ausnahmen starken Hintermannschaft 3 Spieltage vor Schluss vom Aufstiegsrennen. Gelegenheit ein kurzes Fazit zu ziehen: Gerade in der Hinrunde hat man aufgrund der mannschaftlichen Geschlossenheit und spielerischen Klasse manchen Gegner an die Wand gespielt (8:1 gg. BFC Dynamo, 10:1 gg Britz) oder direkte Konkurrenten in die Schranken gewiesen (3:0 gg. Rudow, 3:1 gg. SFC). Die gehäuften Ausfälle in der Rückrunde durch Arbeit, Verletzungen oder „andere“ Prioritäten und ein zu kleiner Kader konnten jedoch nicht kompensiert werden. Hier fehlte es der Mannschaft in dieser Saison an dem Einsatzwillen, mit dem man im Jahr zuvor den Pokal der unteren Herren gewonnen hat. In einer spielerisch ausgeglichenen Staffel (zwischenzeitlich haben bis zu 7 Teams um den Aufstieg mitgespielt) ist in diesen Situationen die Einstellung das ausschlaggebende Element. Auch wenn natürlich in einer 3. Mannschaft der Spaß im Vordergrund stehen sollte, so kann sich, wie bereits in anderen Spielberichten erwähnt, jeder hinsichtlich Siegeswillen, Anwesenheit zu Punktspielen, Trainingsbeteiligung, Vorbereitung zum bzw. vor dem Spiel, Unterstützung der Mitspieler, Kommunikation auf und neben dem Platz, etc hinterfragen. Hier können wir uns ein Beispiel an der 4. Mannschaft nehmen, die aufgrund Ihres Teamgeists eine sehr gute Saison spielt und noch um den Aufstieg in den kommenden Wochen mitspielen darf.
Der Blick geht nun auch bereits in Richtung nächste Saison: Eine Herausforderung wird es sein genau diesen Teamgeist auch in der 3. Mannschaft zu erzeugen. Für die Mannschaft zentrale Spieler, wie u.a. Dittrich, Görs, Lange, Kaluza, Schust M. und Wehle sind gefragt sich hier weiter einzubringen. Zu spielerischer Klasse wird sich dann auch der Erfolg gesellen.

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