Saisonziel korrigiert

Wer derzeit einen Blick in die fünfte Staffel der Kreisliga B wirft muss die Tage feststellen, dass Stralau’s Reserve ihre guten Ambitionen aus der Hinrunde verspielt hat. Waren es zum Ende der Hinrunde nur fünf Punkte zum zweiten Aufstiegsplatz, sind es nunmehr 14 Punkte und somit wohl auch eine Planungsgrundlage für eine weitere Saison in der Kreisliga B.
Doch das hätte nicht sein müssen. Wer sich das ein oder andere Spiel in der Rückrunde angesehen hat der weiß, dass diese junge Mannschaft über weite Strecken auf einem sehr hohen Niveau spielt. Trainingsfleiß und das damit verbundene Spielverständnis sind dafür die ausschlaggebenden Punkte. Aber auch die gute Zusammenarbeit in den Trainingseinheiten mit der ersten Mannschaft lässt die Spielanlage der Mannschaft reifen. Aber woran liegt es nun, dass die Punkte in der Rückrunde nicht eingefahren wurden?
Nach dem Winterschlaf und den ersten beiden Niederlagen war ja ein Aufwärtstrend zu erkennen, aber eben auch die größte Schwäche der Mannschaft, der Torabschluss. Nach dem knappen 1:0 Sieg gegen Frohnau und dem überzeugendem 5:0 bei Stern Marienfelde folgte eine 2:3 Niederlage gegen Minerva. Eine Niederlage der mehr als unnötigen Sorte, denn was die Mannschaft zeigte wurde nicht nur früher bei den Katalanen sondern wird auch heutzutage im südlichen Teil der Bundesrepublik als „tiki taka“ bezeichnet. Ein Genuss für jeden Fußballliebhaber. Aber auch der schönste Fußball ist nichts wert, wenn er nur bis zum Strafraum vorgetragen wird. 0:3 hieß es nach 82 Minuten ehe Matuschek mit einem Doppelpack Ergebniskosmetik in der Nachspielzeit betrieb. Die Abgänge von P. Lehmann (private Gründe) und Tom Jonach (Sprung in die erste Mannschaft) sind derzeit nicht zu kompensieren. Auch temporäre Abwesenheiten von Krause, Arndt, Bartoszek und Lehnig, sowie die verletzungsbedingten Abwesenheiten von Feldmann, Matuschek, Hänschke, Tung und Heinze lassen wenig Spielraum für rotierende Aufstellungen.
Das Spiel in Treptow verlor Mann 4:1 und unterstrich, dass wir keine Rasenmannschaft sind. Zugegeben hat man in Treptow auf einer „grünen“ Wiese zwei Tore aufgestellt, keine Linien gezogen und uns somit schon vor dem Spiel unseren spielerischen Vorteil genommen, aber auch kämpferisch haben wir uns den Schneid abkaufen lassen. Auch die „jetzt erst recht“ Mentalität hat uns gefehlt, nachdem der Schiedsrichter erst von der Mittelmittellinie aus den Ball im Tor gesehen haben will und dann keine fünf Minuten später ein Rückspiel pfiff, nachdem Arndt einen Ball an der Mittellinie abgräschte und dieser mit drei Richtungsänderung (dem Acker geschuldet) bei Torwart Reck landete. Die Treptower konnten noch auf dem Spielfeld darüber lachen und nahmen die drei Punkte, im Kampf um den Klassenerhalt, gerne mit.

FSV Berolina Stralau II – SC Minerva 2:3
Aufstellung:
Reck – Teichert, Schmieglitz, Lehmann, Gamalski – Arndt (El-Hammoud 87´), Krause – Veltmann (Krohse 78´), Matuschek, Ott – Lehander (Tung 61´)

SV Treptow 46 – FSV Berolina Stralau II 4:1
Aufstellung:
Reck – Matuschek, Teichert, Schukat, Gamalski – Krause, Arndt – Bartoszek (Lehnig 46´), Tung, El-Hammoud (Lehander 46´) – Müller

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