Lehmann schießt „Betriebsunfall“ zum nächsten Sieg

„Das Positive heute mal vorweg“, so begann Coach Schneider das Dienstagstraining nach dem Spiel beim Weißenseer FC am vergangenen Sonntag. „Absolut geil, dass wir gegen meinen alten Verein gewonnen haben.“ Damit war das Positive größtenteils geschildert und so fuhr er fort: „Poßnien Klasse, in der Abwehr waren wir viel zu weit weg und ließen dem Gegner zu viele Torchancen. Das Mittelfeld hatte überhaupt keinen Zugriff zum Spiel und die Stürmer vergaben die vorhandenen Chancen leichtfertig.“ Wenig später kam dann noch der Zusatz: „Starker Kurzeinsatz Paul (Lehmann, Anm. d. Red.)!“ Viel mehr ist dem nicht hinzuzufügen, jedoch hätte es an diesem Sonntag auch eine Neuauflage des Bundesligaspiels Köln vs. Hoffenheim vom Vortag geben können. Zur Erinnerung, da stand es nach 45 Minuten 3:3. Bero spielte im bekannten System; Poßnien stand wieder zwischen den Pfosten und die Lüsch-Zwillinge starteten von Beginn an für Turtschan und Leskien. Zu Spielbeginn standen nur die Offensivreihen der beiden Mannschaften auf dem Platz, sodass es nach 20. Minuten bereits 3:3 hätte stehen können. Jedoch scheiterte Bero an sich selbst (Schüsse über das Tor, daneben, unkonzentrierte Ballannahmen oder unpräzise letzte Pässe) und der WFC an Torhüter Poßnien oder am Aluminium. Es war also nur eine Frage der Zeit bis das erste Tor fallen sollte, so schien es. Doch mit einer „Ampelkarte“ für Weißensee in der 31. Minute änderte sich das Spiel. Stralau wurde trotz Überzahl zusehends verunsicherter und es spielte nur der WFC, bis zum Halbzeitpfiff aber ohne Erfolg.

In der Pause wurde gewechselt: Pütz musste angeschlagen vom Platz, für ihn kam Turtschan. Nach der Pause jedoch gleiches Spiel, sodass Coach Schneider mit Stürmer Leskien (61′ für P. Lüsch) mehr Offensivpower einwechselte, nur brachte es dem Stralauer Spiel nicht die erwünschte Wirkung. Noch nicht!
Spielminute 75, erneuter Wechsel: für Lehmann verließ der lauffreudige H. Lüsch den Platz. Einwurf Stralau auf der linken Seite, eine Flanke verlängerte Leskien auf den zweiten Pfosten, wo Lehmann völlig unbedrängt stand und mit seinem ersten Ballkontakt im Spiel den Führungstreffer per Kopf erzielte. Fortan drängte Weißensee noch mehr auf den Ausgleich, kam aber zu keinem Erfolg. Bero hatte gute Kontermöglichkeiten und ließ sie ebenfalls ungenutzt. Es blieb somit beim 1:0 und Bero erzielte den fünften Sieg mit einem Tor Differenz infolge.

Aufstellung:
Poßnien – Kimpinsky, Pütz (46′ Turtschan), C. Weber, Wenzel – P. Lüsch (61′ Leskien), M. Weber – Wohlfahrt, G. Niemann, H. Lüsch (75′ Lehmann) – Friedrich

Tore:
0:1 Lehmann (76′)

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