DRITTE schlägt sich selbst

Sich selbst geschlagen

Nach 6 siegreichen Spielen mit einem Torverhältnis von 39:5 in Serie hatte es die Dritte am Sonntag mit dem Tabellendritten SFC Stern 1900 III zu tun. Erfreulicherweise konnte der Trainer wieder auf 16 Feldspieler und 2 Torhüter zurückgreifen (eine Grundlage für den Erfolg in den vergangenen Wochen).

Bei schwierigen Platzverhältnissen erwischte Stern den besseren Start. Unserer Mannschaft war deutlich der Druck anzumerken mit einem Sieg die Tabellenführung übernehmen zu können. Speziell bei hohen Bällen hatten wir gegen die körperlich überlegenen Spieler von Stern das Nachsehen. Folgerichtig gingen diese in der 8. Minute in Führung. In der 23. Minute erhöhte Stern auf 0:2. Anschließend trat das ein, was uns in dieser Saison auszeichnet. Die Mannschaft zeigte Moral und kämpfte sich ins Spiel zurück. Durch einen überlegten Schuss vom erneut stark spielen D. Schust verkürzte Stralau in der 40. Minute auf 1:2. Anschließend pfiff der Schiedsrichter zur Überraschung aller ab. Die verbleibenden 5 Minuten wurden nach kurzer Diskussion zu Beginn der zweiten Halbzeit nachgespielt. Generell war die Leistung des Schiedsrichters nicht dem eines Spitzenspiel gerecht. Vielmehr viel er durch strittige Entscheidungen auf, die zu einer roten Karte und einer gelb-roten Karte führte.

Nach der Pause knüpfte Stralau an die starken Minuten vor der Halbzeit an und so glich man in der 50. Minute durch M. Dittrich (5. Tor im 8. Spiel – tolle Quote für einen Defensivspieler) aus. Beeindruckt vom Ausgleich überlies Stern den Bero-Spielern nun zunehmend das Spiel. Der eingewechselte M. Nürnberg erkämpfte sich in der 70. Minute im Strafraum nach einer Standard den Ball und schoss Stralau in Führung. Als sich anschließend der Gegner noch selbst dezimierte sah Stralau wie der sichere Sieger aus. Was anschließend passierte, ist eine Mischung aus Naivität, Unerfahrenheit und Überheblichkeit. Statt das Ergebnis nach einer tollen Aufholjagd zu verteidigen glich der Gegner in der 82. Minute aus und ging zwei Minuten später nach einem Freistoß sogar noch in Führung. Kurz vor der Führung sah H. Nguyen gelb-rot nach einer Unsportlichkeit. Anschließend verteidigte Stern das 3:4 bis zum Abpfiff.

Man könnte hinsichtlich des Spielverlaufs auch von Pech (unglückliche Gegentore, Verletzungen) sprechen, aber damit würde es sich die Mannschaft zu leicht machen. Wir haben in der bisherigen Saison gezeigt, dass wir uns mit der momentanen Mannschaft nur selbst schlagen können. Leider haben wir genau dies am Sonntag getan. Gegen die Spitzenteams der Liga ist, wie wir es gegen SFC und Rudow gezeigt haben, 90 minütige Aufmerksamkeit, Einsatz, Abgeklärtheit und Disziplin notwendig. Weiterhin muss jeder die Erkenntnis erlangen, dass wir nicht nur durch schönen Fußball gewinnen können. Wo waren nach dem 3:2 die Spieler, die mit ihrer Erfahrung Ruhe ins Spiel gebracht haben? Vielmehr zeigten sich viele nach dem Führungstor mit sich und der Welt zufrieden. Dies wusste Stern an diesem Tag zu bestrafen. Festzuhalten ist eine vermeidbare Niederlage nach zwischenzeitlich toller Moral der Mannschaft (auf letzteres lässt sich auf jeden Fall aufbauen).

Ich hoffe, dass sich die Mannschaft am kommenden Sonntag mit Wut im Bauch die 3 Punkte gegen Charlottenburg holt. Wir sind weiterhin in einer guten Ausgangslage beim Spiel um den Aufstieg. Wichtig ist nun aber die richtigen Lehren aus der Niederlage zu ziehen und an den bisher in der Saison gezeigten Stärken anzuknüpfen, um bis zum Abschluss der Hinrunde am Spitzenduo dran bleiben zu können.

Dieser Spielbericht wurde diesmal von unserem Kapitän Maik Jacob verfasst,dem ich voll und ganz zustimme.

R.L.

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