Reserve bleibt dran

Mit durchwachsenden Leistungen hält sich die Reserve weiter in Lauerstellung auf die Aufstiegsplätze. Fünf Punkte aus drei Spielen bedeutet zwar seit fünf Partien ohne Niederlage, dennoch verpasste man dadurch den Sprung auf den zweiten Aufstiegsplatz. „Wir spielen noch nicht Konstant genug“ äußerte sich Betreuer Wille nach dem 1:1 gegen bei Germania. Da hat er Recht, und das zieht sich wie ein roter Pfaden durch die letzten Partien. Eine Halbzeit hui, die andere pfui. Hierbei ist keinesfalls die Rede von der Defensivarbeit, sondern vielmehr die Ideenlosigkeit im Spielaufbau oder die teilweise mangelhafte Chancenverwertung. Aber der Reihe nach.

FSV Berolina Stralau II – SV Treptow 46 1:1 (0:1)
Eine scheinbare Pflichtaufgabe stellte die Reserve vor große Probleme. Nicht nur das man
25. Minuten brauchte um die erste Torchance zu kreieren, nein auch der erste und einzige Angriff der gesamten Partie nutzte der Gast um in Führung zu gehen. Und dann folgte ein Spiel was jeden Trainer an der Seitenlinie verzweifeln lässt. Ganze 21 Torchancen wollte keiner der 13 Akteure verwerten. Weder Krause, zwei Mal Aluminium, Krohse, Arndt oder Wenzel konnten aus ihren Mehrfachchancen zählbares erwirken, auch der glücklos agierende Müller lies gleich vier Hundertprozentige liegen. Tung setzte noch einen oben drauf als er in der 55. Minute einen Elfmeter verschoss. S. Lehmann war es zu verdanken, dass zumindest ein Punkt erspielt werden konnte und einen weiteren Strafstoß verwandelte.

SG Stern Kaulsdorf II – FSV Berolina Stralau II 1:2 (0:2)
Gegen Stern Kaulsdorf spielte man gegen einen „alten Bekannten“. Letzte Saison konnte man beide Partien für sich endscheiden (4:5 A, 3:0 H). Im Gegensatz zum letzten Spiel gegen Treptow war man von der ersten Minute wach und war nach 6 Minuten das erste Mal torgefährlich. Schukat setzte einen Freistoß knapp neben den Pfosten. Auch wenn Stern Kaulsdorf stetig bemüht war sich Torchancen zu erspielen, brannte in der Abwehr nichts an. Nach vergebenen Torchancen von
P. Lehmann 23´, Krause 25´ und praktisch der kompletten Offensivabteilung, als nach einen Freistoß von P. Lehmann aus halbrechter Position gleich fünf Leute verpassten, war es Müller der seine erste Gelegenheit nutzte zum 1:0 in der 35. Minute. Sechs Minuten später war es wieder Müller der nach schöner Vorarbeit von P. Lehmann mit links auf 2:0 erhöhte. Effektivität pur. Nur warum nicht letzte Woche so? Nach der 2:0 Pausenführung ließ man es in Abschnitt zwei zu gemütlich angehen und wurde für die nicht erzwungene Vorendscheidung in der 88. Minute mit dem Gegentor bestraft.

BFC Germania – FSV Berolina Stralau II 1:1 (1:0)
Hier spielte der punktgleiche Dritte gegen den Vierten. Mit einem Sieg hätten sich beide Teams auf den zweiten Rang vorschieben können. Stralau musste in der Innenverteidigung umstellen, da sich Schukat im Spiel bei Kaulsdorf schwerer verletzt hatte als angenommen und er die Hinrunde auf jeden Fall ausfallen wird, gute Besserung. Und auch Keeper Reck stand der Reserve nicht zur Verfügung, da er erfolgreich das Tor der „Ersten“ hüten durfte. Also kam Machleidt zu seinem Saisondebüt. Die erste Hälfte lief mehr als schleppend an für Stralau. Ganze 15 Minuten dauerte es, bis die Ordnung in der Mitte stimmte und man mehr Kontrolle über den Ball bekam. Bis dahin stand die Viererkette felsenfest. Doch eine Unachtsamkeit in der 18. Minute lies den Gastgeber jubeln nachdem der Ball in der Mitte verloren ging, Boeddingaus von halbrechter Position in den Strafraum einläuft, Strömel überläuft und sich Machleidt nur noch ausgucken muss. Stralau wollte nun reagieren, konnte aber nicht. Zu viele Fehlpässe im Aufbau durch ungenaue Abspiele. In der 25. Minute war es erstmals P. Lehmann, der nach einer schönen Kombination über die rechte Seite zum Abschluss kam. Auch von Germania kam nicht mehr viel. Ein Freistoß aus 20m ging durch die Mauer durch aber Machleidt war auf seine Posten und entschärfte den Schuss mit einer schönen Parade. Das war auch die letzte nennenswerte Chance des Gastgebers im kompletten Spiel! In der Halbzeitpause musste man sich Fragen warum man wieder die erste Hälfte so verpennt hat. Im zweiten Durchgang ließ man dann Ball und Gegner besser laufen und kam zu weiteren Torchancen. Zuerst war es P. Lehmann der es aus der zweiten Reihe probierte in der 57. Minute. Dann haute Arndt in der 65. Minute einen Abpraller von Hildebrandt übers Tor, der zuvor vom eingewechselten Wenzel bedient wurde. 5. Minuten später legte Arndt Hildebrandt den Ball auf, der sich dann im Strafraum durchsetzt und in der Mitte nicht den freistehenden Arndt findet sondern nur das Aluminium. Und als ab der 80. Minute die Alles oder Nichts Stimmung aufkam, war es Mattuschek der sich aus ca. 23m den Torwart ausguckte und den Ball über den Torwart schlenzte zum mehr als verdienten 1:1.

Fazit:
Mit der Tabellenposition kann man zufrieden sein auch wenn man weiß, was man hat liegen lassen. Wenn wir ab der ersten Minute konzentriert unser Spiel aufziehen und das auch konsequent bis zur 90. Minute, werden diese unnötigen Punktverluste nicht mehr passieren. Konstanz und Kontinuität ist die Stichwörter für die nächsten Aufgaben. Wenn die Einstellung stimmt und die Trainingsbeteiligung passt haben Sven, Helmut und ich keine Zweifel, dass das Saisonziel erreicht wird.

WIR SIND STRALAU

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