Empfindliche Heimpleite für Bero-Boys

„Wenn Du schon kein Stern am Himmel sein kannst, sei wenigstens eine Lampe im Haus!“ (Chinesisches Sprichwort)

Unter diesem Motto sollte das Heimwochenende gegen die Herrenmannschaften von Stern Marienfelde stehen. Während die 2. Herren mit Verstärkung durch Kapitän Wohlfahrt 4:1 gewinnen konnte, sah sich Stralaus Erste größerem Widerstand gegenüber.

Gegenüber der Vorwoche kehrte Friedrich zurück in die Startaufstellung und Allroundwaffe Wenzel rotierte links in die Viererkette für den verletzten Turtschan . Weiterhin begann H. Lüsch auf der frei gewordenen Position als Rechtsaußen. Trotz intensiver Kabinenpredigt mit deutlichen Hinweisen auf die gegnerischen Schlüsselspieler um Altstar (englisch für Stern) Fiedler verschliefen die Stralauer die ersten 20 Minuten in nahezu allen Mannschaftsteilen. Nach leichtsinnigem Ballverlust von Pütz am eigenen Sechzehner und anschließendem Fiedler-Heber ins lange Eck waren die Heimischen schon früh mit einem Rückstand konfrontiert (2.). Auch die folgenden Ballverluste im Aufbauspiel wurden knallhart durch zwei weitere Gegentreffer bestraft, sogar Zweikampfwunder Beer offenbarte im Kopfballspiel ungewohnte Schwächen. Letztlich fehlte es jedoch vor allem an körperlicher Präsenz, Sprache und dem Zugriff auf die teilweise wieselflinken Marienfelder. Begünstigt durch etwas nachlassende Gäste und das Aufbäumen der Heimischen entwickelte sich bis zum Halbzeitpfiff eine ausgeglichene Partien mit Vorteilen für die Bero-Boys, leider ohne den letzten (oder vorletzten) Punch im finalen Spieldrittel. Auch eine mögliche Elfmeterentscheidung zu Gunsten des Heim-Teams nach Kontakt im Strafraum zwischen dem stark in die Spitze gestarteten M. Weber und dem gegnerischen Torhüter wurde vom Schiedsrichtergespann nicht getroffen, sehr zum Unwillen der abermals zahlreichen Stralauer Fans. Mit Erinnerung an letztjährige Aufholjagden und einer gehörigen Portion Wut im Bauch kamen die Heimischen zum Wiederanpfiff aus der Kabine. Einstellung, Zweikampfführung und Engagement waren nun auf dem notwendigen Niveau und die ersten Minuten konnten die Gäste um ihren eigenen Strafraum eingeschnürt werden. Doch mit der ersten Unachtsamkeit im Defensivverhalten und Zuteilungsuneinigkeiten verpasste Stern Marienfelde den Stralauern den vermeintlichen Gnadenstoß mit dem 0:4. Aufkeimende Hoffnung durch die rasche Antwort von Leskien nach mustergültiger Vorarbeit der Lüsch-Zwillinge (52.) und einem schulbuchmäßigen Kopfball von Air-Pütz (54.) nach P. Lüsch-Freistoß entfachte auch im weiten Rund noch einmal Aufbruchstimmung. Der inzwischen primär durch lange Bälle vorgetragenen Spielweise, aufgrund des tiefstehenden Defensivverbunds von Stern, fehlte es jedoch im Folgenden an finaler Durchschlagskraft. So konnten wiederum die Gäste einen direkten Freistoß nach fragwürdiger Foulentscheidung zum 2:5 verwerten (Fiedler, 71.). Beinahe im direkten Gegenzug stellte P. Lüsch mit seiner Version eines Freistoßkrachers auf den alten Zweitore-Abstand, doch der vermeintliche Anschlusstreffer wollte im Folgenden nicht mehr gelingen. Daran sollte auch die Einwechslung von Wohlfahrt (für. C. Weber) und ein von Schiedsrichter Meyer verhindertes Tor durch Ballkrake Friedrich nichts mehr ändern. Zusammenfassend wird deutlich, dass 70 Minuten auf gewohntem Bero-Niveau nicht reichen, um gegen kaltschnäuzige Landesliga-Mannschaften zu bestehen. Die Aufopferungsbereitschaft in der zweiten Halbzeit und die Rückkehr des Kapitäns erlauben aber zumindest einen hoffnungsvollen Blick auf die kommenden Aufgaben (und nicht nur verträumt in die Sterne). ACHTUNG! Die nächste Partie wurde neu terminiert: Anpfiff bei Concordia Wittenau ist am Donnerstag, den 25.09., um 19.30 Uhr.

Berolina Stralau – Stern Marienfelde 3 : 5 (0 : 3)

Aufstellung: Poßnien – Beer, Weber (79. Wohlfahrt), Pütz, Wenzel – Weber, Schindler (46. P. Lüsch) – Leskien, Niemann, H. Lüsch (70. Ott) – Friedrich

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