Viel „Lehrgeld“ beim Auftakt in die Landesliga

Nach der vergangenen außergewöhnlichen Saison mit dem errungenen Meistertitel in der Bezirksliga, startete der Spielbetrieb für Berolina Stralau mit einem Auswärtsspiel beim hochgehandelten Aufstiegsaspiranten BFC Preussen und deren neuen Coach Andreas „Zecke“ Neuendorf. Angesichts des knapp verpassten Aufstiegs der Preussen in die Berlinliga und der neuen Situation für Bero war Bero-Coach Schneider von Anfang an bedacht den Druck von seinen Männern zu nehmen: „Lasst uns rausgehen und einfach Fußball spielen. Vielleicht kann der „Betriebsunfall“ (Titulierung der Fußballwoche zu Beros Aufstieg) ja den Favoriten ärgern und Punkte mit nach Hause nehmen.“

1. Halbzeit: Guter Auftakt in die Landesliga

So wartete D. Schneider wieder mit einem taktischen Kniff auf, der Beros Viererabwehrkette bei zwei Preussen-Stürmern zu einer Fünferketter werden ließ mit zwei „Sechsern“ davor. Die defensive Startaufstellung bescherte den Preussen von Beginn an viel Ballbesitz und so ließen sie Ball und Bero laufen. Die Rot-Weißen verschoben jedoch geschickt und setzten ab und zu den ballführenden Spieler durch schnelles Pressing unter Druck. So ging Bero in der Anfangsviertelstunde auch nicht unverdient in Führung. Nach Ballgewinn im Mittelfeld und schnellem Spiel über die linke Seite mit Wohlfahrt erhielt Friedrich im Strafraum das „Leder“. Bedrängt von Gegenspieler und herausstürzenden Torwart versuchte Friedrich das fast leere Tor zu treffen, wurde jedoch von einem Abwehrspieler geblockt. Dieser nahm bei der Abwehr seinen Arm zur Hilfe, sodass es folgerichtig Strafstoß gab. Pütz „versenkte“ eiskalt.

Wenig später gab es das erste Mal Konfusion im Stralauer Defensivverbund, den BFC Preussen mit viel Glück zum Ausgleichstreffer nutzen konnte. Nach unbedrängtem Seitenwechsel wurde Bero-Goalie vom Preussen-Stürmer aus sehr spitzem Winkel getunnelt und C. Weber „vollendete“ gekonnt in der Mitte mit einem Eigentor. Es blieb eine spannende und körperlich geführte Halbzeit, hochkarätige Chancen konnten auf beiden Seiten nicht mehr herausgespielt werden.

2. Halbzeit: Viele Fehler und der Einbruch

Die zweite Halbzeit begann gleich mit einem Rückschlag für Bero. Nach nur 3 Minuten in der zweiten Hälfte führte Preussen 2:1 durch Stürmer Dort, der einen individuellen Fehler in Beros Abwehr ausnutzte. Beros größte Chance in der zweiten Hälfte hätte zu diesem Zeitpunkt den Ausgleich bedeutet, jedoch parierte Preussen-Goalie den Friedrich Flugkopfball nach H. Lüschs Flanke glänzend. Von dieser Chance unbeeindruckt spielte Preussen nun kontinuierlich weiter und die Defensive der Rot-Weißen immer wieder schwindlig. Diese Phase nutzte BFC-Spieler Dort zwei weitere Male, sodass es nach 70 gespielten Minuten 4:1 stand. Beros Widerstand war gebrochen, aber Preussen ließ nicht locker und erhöhte auf 5:1 und den Endstand 6:1.

Fazit

„Wie viele Tore haben wir heute selbst geschossen?“ fragte Coach Schneider nach dem Spiel. Statisch gesehen waren es zwei (Pütz und C. Weber’s Eigentor), jedoch konnte man durchaus von weiteren sprechen. Die vielen individuellen Fehler führten direkt zu Gegentoren, sodass diese unbedingt unterbunden werden müssen. Dennoch machen die ersten 45 Minuten des Spiels Hoffnung auf bessere Spiele, als Preussen arge Probleme bei der Spielgestaltung hatte und Bero immer wieder Kontern konnte, wenn auch noch mit zu vielen ungenauen Pässen und Abschlüssen.

BFC Preussen – FSV Berolina Stralau 6:1 (1:1)

Aufstellung: Poßnien – Schindler (69′ Turtschan), Pütz, C. Weber, Wenzel – P. Lüsch, H. Lüsch (58′ Niemann), M. Weber – Wohlfahrt, Friedrich, Ott (58′ Leskien)

Tore: 0:1 J. Pütz (13′, Handelfmeter); 1:1 C. Weber (19′, Eigentor); 2:1, 3:1 und 4:1 D. Dort (48′, 58′, 67′); 5:1 J. von Gliszczynski (78′); 6:1 T. Timur (80′)

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