Nachtrag 08.03.14 Im Spiel gegen den Vorletzten der Staffel lassen die A-Junioren von Berolina Stralau Punkte liegen und kommen beim SC Berliner Amateure nicht über ein 1:1 hinaus

Francesco „Totti“ Anke – Jakob Anton (75. Mike Küchler), Nico Teichert, Marvin Schmieglitz, Tim Pätzel – Jaron Lehnig – Wenzel Veltmann, Tom Jonach, Indigo Barahona, Leopold Bartoszek – Philipp Nikolajewski

Bereits im Hinspiel, das noch mit 3:2 gewonnen werden konnte, hatten sich die Stralauer gegen engagierte Berliner Amateure schwer getan, die zwar Vorletzter, aber merkwürdiger Weise mit positivem Torverhältnis ausgestattet sind. Ähnlich wie in der Hinrunde wirkte der Tabellenführer aus Stralau zwar in jeder Phase des Spiels optisch überlegen, doch wiederholte Schwächen im Spielaufbau und großzügig angebotenen Raum konnten die Amateure in der ersten Halbzeit einige male zu gefährlichen Vorstößen nutzen. Steilpässen vor allem immer wieder in die Zentrale der Stralauer Abwehr sorgten für einige Not.

Mit zunehmenden Verlauf des Spiels luden die Platzherren ihrerseits dank haarsträubender Fehlpässen in der eigenen Hälfte zum Toreschießen ein. Doch leider schlug unsere A-Jugend daraus kein Kapital. Es war schon verwunderlich, dass es mit einem 0:0 zum Pausentee ging. Für die Berolina standen bis dahin 6 Großchancen zu Buche, wovon 2 Doppelchancen waren und eine Dreifachchance aus der 37.Minute, bei der sich Stralauer gleich dreimal kurz nacheinander aus Nahdistanz versuchen durften, ohne zählbares Resultat. Zweimal war der Ball bis dahin an den Pfosten gekracht.

Die zweite Halbzeit gehörte der Berolina dann komplett. Zwar blieb die Leistung durchwachsen, die Stralauer fanden nie zu ihrer üblichen Sicherheit und spielten oft zu umständlich, doch die Berliner Amateure wirkten müde und nutzten die nach wie vor vorhandenen Räume nicht mehr so zielstrebig aus, spielten sich stattdessen oft fest. Zum auffälligsten Spieler in dieser immer weiter verflachenden Partie wurde Tom. An nahezu allen Gefahr bringenden Aktionen der Stralauer beteiligt, war es seine Dynamik, die für die belebenden Momente sorgte. In der 55.Spielminute führte der schönste Spielzug der Partie zur verdienten Gästeführung. Schnell umgeschaltet nach Balleroberung hatte sich Tom  rechts schön gelöst und bediente zügig und präzise den halblinks gestarteten Leo, der dem Keeper der Platzherren aus vollem Tempo heraus nicht den Hauch einer Chance läßt und cool abschließt. Diese Aktion allein sollte an diesem Tag aber nicht genügen.

Nun ist der Schiedsrichter für die Mängel an Konzentration; Einsatzfreude und Entschlossenheit vieler Stralauer in dieser Partie nicht verantwortlich zu machen. Der Spielverlauf wurde allerdings schon von seiner Leistung beeinflußt. Auch wenn sowohl die Platzherren wie die Gäste weitesgehend gelassen damit umgingen, seine immer kleinliche Regelauslegung erschwerte den Spielfluss ziemlich. Dazu kamen zahlreiche Fehlentscheidungen, die sich auf beide Seiten verteilten. Abseits war an diesem Tage oft Lotterie. Gerade auf den Übereifer des Schiedsrichters eingestellt, kam der Pfiff dann in einigen überdeutlichen Fällen plötzlich gar nicht mehr. In einer Scene entschloss sich unser letzter Mann zu unserem Glück, den vielleicht selber überraschten und enteilenden Stürmer, der im Moment des Zuspiels deutlich vor ihm lief, noch zu überholen, um diese Situation zu entschärfen. Das Abseits war von der Seitenlinie vielleicht besser zu erkennen, hatte sich der Schiedsrichter doch  entschlossen, die Partie konsequent aus dem Mittelkreis zu leiten. Nach dem Pfiff brach er dann meist auf, um sich auf Höhe des Geschehens zu bringen und erklärte den Spielern seine Entscheidung aus der Nähe. In einer sehr fairen Partie erhielten die Stralauer am Ende 5 gelbe Karten, von denen der Schiedsrichter nach längerer Debatte eine wieder zurück nahm und eine 5-Minuten-Strafe. Die Hausherren bekamen auch Verwarnungen ausgesprochen, die fehlten dann allerdings auf dem Spielbericht. Einen klaren an Tom in der 69.Minute verübten Strafstoß, bei dem man den Kontakt alternativ zum visuellen Erkennen sehr deutlich hören konnte, wurde uns nicht zugesprochen. Der Schiedsrichter hatte aus einiger Entfernung alles im Griff. So wie auch 10 Minuten darauf und es  passte zu diesem Tag, dass diesmal ein Elfer gegen uns verhängt und auch verwandelt wurde.

Weil sich einfach keiner mit Ruhm bekleckern wollte, hielt der Fußballgott ein 1:1 für diese in vielen Belangen schwache Partie wohl für angemessen.
Zur Sicherung unserer Saisonziele haben wir nun nächste Woche im Spitzenspiel bei Concordia Britz Gelegenheit die Scharte auszuwetzen.

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