Last-Minute-Doppelpack der „Lehmänner“ sichert drei Punkte in einer brisanten Schlussphase

Sonntag, 23.03.2014, 12:15 Uhr, Laskersportplatz – Mit Eiche Köpenick erwartete Stralau einen unbequemen Gegner. Die Köpenicker hatten eine Bilanz von 2-8-6 und im Hinspiel konnte die Reserve auch erst durch Wallners Last-Minute-Treffer punkten. (3:3) Trainer Helmut Wille hatte zur Vorwoche nur eine Änderung vorgenommen, Schukat ersetzte den  leicht angeschlagenen Betancourt als letzten Mann.

1.Halbzeit:
Stralau übernahm am Anfang das Kommando aber ohne sich zwingende Torchancen zu erspielen. Die Laufbereitschaft aus der Vorwoche ließ man vermissen und so entwickelte sich eher eine müde Partie in den ersten zwanzig Minuten. Wenige Chancen auf beiden Seiten aber wenn es dann mal schnell ging wurde es auch gefährlich so wie in der 23 Minute, als Stralau schnell über zwei drei Stationen hinten raus spielte, Tung in Szene setzte und dieser mit einem schönen Schlenzer aus 18m den Ball ins lange Ecke platzierte. Verdiente 1:0 Führung aber dann kam auch nichts mehr von Stralau. Man schaute zu wie Eiche die Initiative übernahm und den Ball hinten rum laufen ließ, Torchancen blieben jedoch aus.

 In der Halbzeitpause mussten dann die richtigen Worte gefunden werden um jeden klar zu machen, dass dieses Ergebnis gegen diesen Gegner nicht reichen wird. Trainer Helmut Wille verwies nochmals auf die Statistik von Eiche und deren Unentschieden-Quote. „ Das kann am Ende nochmal eng werden wenn wir nicht nachlegen“ sagte Wille und er sollte Recht behalten.

2.Halbzeit:
Beelitz kam für Tung und zog gleich in gewohnter Manier das Spiel an sich. Nach acht Minuten spielte er sich selber mit einem schönen Doppelpass am 16er frei und schob das Leder aus sieben Meter ein. 53´ Mit der geglaubten „sicheren“ 2:0 Führung zog man sich wieder zurück und ließ Eiche kommen. Bis zur 75 Minute passierte wieder nichts aber dann aus dem nicht das 2:1. Eine verunglückte Flanke von der linken Seite legte sich Reck unglücklich selber ins Tor. Stralau musste nun wieder was machen und prompt war nach sechs Minuten der alte Abstand wieder hergerichtet. Ecke von P. Lehmann und Beelitz nickte ein zum 3:1. 81´. Eiche hatte nun Lunte gerochen und drehte mächtig auf. Für eine schöne Doppelpass-Stafette über unsere rechte Seite belohnten sich der Gegner dann mit dem 2:3 Anschlusstreffer. Trainer Wille konnte es nicht fassen, dass man sich so einlullen lassen hat und jegliche Einsatzbereitschaft und Kampfeswillen der Vorwoche vermissen ließ. Er hatte noch davor gewarnt! Angetrieben von den ca. 25 mitgereisten „Fans“ kam es wie es kommen musste und ein Köpenicker bezwang Reck aus mittiger Position mit einem verdeckten Schlenzer 18 Meter, 3:3, 88 Minute, unfassbar. Aber es war ja noch Zeit und das Stralau eine gute Moral besitzt wurde in dieser Saison schon mehrmalig unter Beweis gestellt. Jetzt sollten sich die Ereignisse überschlagen. Krause sah in der 89 Minuten zu allem Überfluss noch Gelb-Rot. Eher eine unglückliche Entscheidung von bis dahin Gut pfeifenden Schiedsrichter Rohr. Trotzdem gab man sich nicht auf und wollte die 3 Punkte auf Stralau behalten. Wir befinden die erste Minute in der Nachspielzeit und P. Lehmann setzt mit einem schönen Lupfer Beelitz in Szene der ziemlich unsanft vom Ball getrennt wird. Zwei Spieler von Eiche zeigen sofort an „Ball gespielt“ aber Schiri entschied auf Notbremse, zeigte Rot und gab den Elfmeter. Sicherlich eine harte Endscheidung aber kann man geben, das war auch die überwiegende Meinung der am Rand stehenden Spieler der nächsten Partie. Ein weiterer Spieler von Eiche sah nach der Rudelbildung die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit in dem ganzen Gewusel. Chapeau an Schiedsrichter Rohr das er das gesehen hat. S. Lehmann nahm sich nach kurzer Absprache mit Matuschek den Ball und haute das Spielgerät humorlos zu 4:3 Führung ein, 90+2´.  Jetzt warf Eiche frustriert alles nach vorne. Stralau konterte und machte durch P. Lehmann den Sack zu. 5:3, 90+4´.

Fazit:
Das zweite Mal in Folge ein Last-Minute Sieg obwohl es an diesem Sonntag sehr unnötig war. Die Laufbereitschaft und Engagement, auch ohne Ball, muss verbessert werden um in den nächsten Spielen ein zittern bis in die Nachspielzeit zu unterbinden. Dem Trainer würde das sicherlich auch gut tun 🙂

Aufstellung:
Reck – Schukat – Strömel, S. Lehmann – Machleidt (Schmittsdorff 76´), Arndt, Matuschek, Kuhn – Tung (Beelitz 46´) – Krause, P.Lehmann

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