Die A-Jugend schnupperte in Spandau an der Pokalsensation, unterliegt am Ende jedoch mit 3:1

mit Blau Weiß Spandau und Berolina Straulau standen sich im Pokal zwei Tabellenführer ihrer Staffeln gegenüber, beide mit Aufstiegsambitionen und aus jedem Ligaspiel bis dato als Sieger hervor gegangen. Die Spandauer beeindrucken zudem mit einem Torverhältnis von 33:1 aus 6 Partien in der Staffel 1 der Landesliga.
Bero ging dennoch mit der übliche offensiven Ausrichtung im 4141 in die Partie. Vor Keeper „Totti“, liefen in der Viererkette auf: Jakob Anton rechts, in der Halbzeit von Tim Pätzel ersetzt, innen Marvin Schmieglitz und Nico Teichert, links Justin Musialek. Jaron Lehnig auf der Sechserposition. Die Mittelfeldreihe mit Wenzel Veltmann rechts, Tom Jonach, Indigo Barahona zentral und Philipp Nikolajewski auf der linken Seite, im Sturm Felix Eichen.
Die Partie nahm sofort Fahrt auf, beide Mannschaften schlugen hohes Tempo an und neutralisierten sich zunächst weitgehend.  In der ausgeglichenen Anfangsphase setzten die Hausherren ein erstes Ausrufezeichen in der 13. Minute. Auf unserer linken Seite ist der Angriff der Spandauer eigentlich schon gestoppt, doch im Versuch eines Spielaufbaus geht der Ball sofort wieder verloren. Der sofortige Abschluss schlägt gegen den langen Pfosten und kann von unserer Abwehr gerade noch geklärt werden. Die Anbahnung dieser Gelegenheit war für das folgende Spiel symptomatisch. Beide Mannschaften störten früh und kamen dadurch immer wieder zu Balleroberungen. Der Landesligist konnte das anschließende Umschaltspiel in einigen Phasen aber gefälliger vortragen. Den Stralauern merkte man an, sie sind das durchgehend hohe Tempo so nicht gewöhnt. In aussichtreichen Situationen unterliefen leichte Fehler in der Ballbehandlung, im Passspiel und gelegentlich fehlte einfach die Übersicht  um Überzahlsituationen in Ballnähe zu nutzen und konsequent auszuspielen. Vielleicht spielten auch die mit der späten Anstoßzeit verbundenen Lichtverhältnisse eine kleine Rolle.
Die Spandauer kamen im weiteren Spielverlauf immer näher in Richtung Stralauer Strafraum, spielten oft über die Flügel und konnten sich vor allem auf unserer rechten Abwehrseite wiederholt durchsetzen. In der 19. Spielminute nutze ein Spandauer eine solche Aktion und spielte den Ball unweit des Torpfostens von der Grundlinie scharf nach innen. Von einem der vielen Stralauer Beine um den Fünfmeterraum sprang der Ball unglücklich ins Tor. Zwei weitere gute Gelegenheiten aus der ersten Halbzeit konnten die Platzherren nicht nutzen. Stralau hielt dagegen, in Minute 24 kommt Felix im Strafraum zum Abschluss, in der 39. Minute wird er zentral an der Strafraumkante freigespielt, schließt leider nicht direkt ab und kann das scharfe Zuspiel nicht präzise genug kontrollieren. Auch über die Flügel werden Akzente gesetzt. Ein Anspiel legt Wenzel schön mit der Hacke ab und startet sofort rechts durch. Tom spielt ihm postwendend in den Lauf, die anschließende Flanke kommt leider zu ungenau. Insgesamt zeigen diese Aktionen aber auf, die Stralauer können die Partie offen gestalten.
Die zweite Hälfte verläuft ähnlich. Doch trotz dreier guter Gelegenheiten für die Spandauer bis zur 75. Minute werden die Platzherren nun augenscheinlich immer nervöser und die Stralauer bekommen deutlicheren Zugriff aufs Spielgeschehen. Ihren offensiven Aktionen fehlt es aber leider weiter an Durchschlagskraft und es wirken sich erste Substanzverluste in der Vorwärtsbewegung der Mannschaft aus. Dann aber die 82. Minute mit einer Aktion Marke Tor des Monats. Nach diagonalem Flugball auf halblinke Position gewinnt Felix das Kopfballduell. Die Ablage nimmt der nach innen kreuzende Philipp in vollem Tempo direkt. Ein Hammer aus 25 Metern, den der gute Schlussmann der Spandauer noch leicht an die Lattenunterkante ablenken kann, doch der Aufsetzer knallt in den Torwinkel und bleibt dort oben lustigerweise hängen. Großartiges Tor und schönste Aktion des Spiels. Und ein schöner und verdienter Erfolg für Philipp, der in diesem Spiel endlich mal seine PS auf die Straße bekommen hat.
Kaum zwei Minuten später dürfen aber die Hausherren einen Jubelcocon bilden, nachdem sie ihr erstes rausgespieltes Tor erzielt hatten. Über unsere linke Seite spielen sie sich durch, Justin konnte zum ersten mal im gesamten Spiel den Gegner nicht ablaufen. Er hatte kurz zuvor muskuläre Probleme in der Wade bekommen, konnte aber aufgrund unseres engen Kaders leider nicht ersetzt werden. Die Eingabe nutzte ein Spandauer und ließ den Ball schön mit der Innenseite ins Tor prallen. In der 87. Minute dann ein zu Ende gespielter Konter zum 3:1-Endstand, gegen Stralauer die alles nach vorn geworfen hatten und nun endgültig dem Tempo Tribut zahlten.
Ein letztendlich gerechtfertigtes Ergebnis. Doch Beros A-Jugend hatte immerhin kurz einen Fuß in die nächste Runde gestellt und kehrt erhobenen Hauptes vom Aufstiegsaspiranten in die Verbandsliga aus Spandau zurück.

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