Berolina schlägt Hertha

Lüderitzstraße, 24. November 13 – Der FSV Berolina Stralau begleicht in der Begegnung mit Hertha III eine alte Rechnung und gewinnt souverän mit 0:4 (0:1). Damit setzten sich die heimischen Rot-Weißen, zwei Spieltage vor der Winterpause, in der Spitzengruppe der Bezirksliga Staffel 3 fest und bleiben auch im 10ten Spiel in Folge – oder seit Anfang September – ungeschlagen.

Beide Teams schenkten sich auf der Sportanlage Lüderitzstraße in den frühen Morgenstunden des vergangenen Sonntags von Beginn an wenig. Der offene Schlagabtausch in Halbzeit 1 bot gute Szenen wie auch Fehler auf beiden Seiten. Die Fehler ließen sich auch durch den Regen erklären, der den Rasen tief wie flott machte.

Bero 1.Herren, Punktspiel am 24.11.13, Hertha BSC-Bero 0-4 008

Wenzel, Herr der ruhenden Bälle … © a.l.

Die Stralauer hatten Mühe im Aufbau und taten sich in der Vorwärtsbewegung schwerer als erwartet gegen die um Al-Khalaf gut organisierten Herthaner. Auch Keeper Possnien hatte mehr zu tun, als ihm lieb war, musste bei den allesamt zu schwachen Abschlussversuchen der gastgebenden Herthaner freilich sein Können nicht zur Gänze ausreizen.
Nach ruhenden Bällen klappe es bei den Stralauern besser. Beinahe jeder von Wenzel getretene Freistoß oder Eckball fand einen Stralauer Abnehmer, die Führung war so nur eine Frage der Zeit: Mit einem Freistoß aus dem Halbfeld findet Wenzel schließlich den Kopf von Weber und der Ball den Weg ins kurze Eck (18’).

Dass die Stralauer ihre Führung vor dem Halbzeitpfiff nicht ausbauen konnten, lag mehr an ihnen selbst denn an Gegenwehr der Hausherren.

Bero 1.Herren, Punktspiel am 24.11.13, Hertha BSC-Bero 0-4 031

Turtschan trifft schon wieder … © a.l.

Bero macht den Sack zu
Nach der Pause kamen die Gastgeber frischer aus der Kabine. Lutonadio setzte einen Kopfball und die bis dahin beste Chance der Herthaner nach einem schönen Konter über das Tor.

Diese kurze Drangphase der Gastgeber bestraften die Stralauer umgehend: Ein Wenzel-Corner findet in Friedrich seinen Abnehmer, Hertha Keeper Akermi kann nur kurz klären. Zu kurz, denn Pütz steht richtig und staubt zum vorentscheidenden 0:2 ab (63’).
Vorentscheidend, weil der Herthaner Otto kurz darauf eine Ablage in den Rückraum, nach neuerlich gut vorgetragenen Konter, in die Wolken drischt.

Die Gäste aus Friedrichshain standen fortan sicher und ließen nichts mehr anbrennen und machten schließlich mit einem Doppelschlag in der Schlussphase der Begegnung den verdienten Auswärtssieg klar: Friedrich wuselt sich im Strafraum der Gastgeber durch, bringt die Flanke auf den 2ten Pfosten und Turtschan köpft zum 0:3 ein (80’). Kurz vor dem Abpfiff fingen sich die Herthaner schließlich noch einen 4ten Gegentreffer. Einen Handelfmeter verwandelt Pütz souverän per Innenpfosten zum 0: 4 Endstand (90’).

Hertha versuchte zwar, das Ehrentor zu erzwingen, Torhüter Possnien ließ sich aber nicht überwinden, auch weil Lutonadio, neuerlich per Kopf, in der Nachspielzeit seinen zweiten Sitzer vergab.

Fazit
Die Stralauer präsentieren sich weiterhin als Spitzenmannschaft und entscheiden die Partie, in der sie nicht zur Gänze spielerisch überzeugen konnten, über Standardsituationen für sich. „Wir wissen, welche Qualität wir momentan haben, wenn jeder seinen Job erledigt. Das werden wir auch weiterhin so handhaben.“ Gab sich Doppeltorschütze Pütz nach dem 6ten Pflichtspielsieg infolge relativ zurückhaltend. „Wir haben vor der Winterpause noch zwei schwierige Spiele, erst zuhause gegen Altglienicke II und dann auswärts in Karow. Alles andere interessiert uns momentan nur peripher.“

Hier der sehenswerte Zusammenschnitt des Spiels von Ian Stenhouse, einem Kollegen des sehr lesenswerten No Dice Magazin:

Hertha BSC III – FSV Berolina Stralau 0:4 (0:1), SR Janasek, Lüderitzstraße

Tore: 0:1 Weber (18′), 0:2 Pütz (63′), 0:3 Turtschan (80′), 0:4 Pütz (90′, FE)

Aufstellung: Possnien – Strömel, Kimpinsky, Pütz, Turtschan – Wallner, Weber, Niemann – Wenzel (85′ Ott), Friedrich, Wohlfahrt [C]

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