2. NACHTRAG: Die U19 verliert knapp im Spitzenspiel bei Anadolu Umutspor

Der komplette Kader der A-Junioren trat die Reise auf die andere Spreeseite an. Es liefen auf:
„Totti“ Franncesco Anke im Tor, die Innenverteidiger Nico Teichert und Marvin Schmieglitz, rechts verteidigte Tim Pätzel, links Justin Musialek, die Mittelfeldreihe mit Wenzel Veltmann, Indigo Barahona, Tom Jonach und Leopold Bartoszek und Felix Eichen im Sturm. Auf der Bank nahmen Philipp Nikolajewski, Jakob Anton und Lycien Güttler Platz.
Es wurde die erwartet schwere Kiste. Anadolu Umutspor ging vom Start weg hochmotiviert und mit großem Tempo in die Begegnung, sie hatten sich was vorgenommen gegen den Tabellenführer. Beide Mannschaften versuchten früh den Spielaufbau des Gegners zu stören und bekamen immer wieder Zugriff, sodass sie sich zunächst im Kampf ums Mittelfeld neutralisierten. Nach Umutspors Anfangsfeuerwerk und nachdem sich die Stralauer etwas ans enge und rutschige Geläuf gewöhnt hatten, übernahmen diese langsam, aber sicher das Zepter. Eine erste gute Gelegenheit schloss Felix mit einem Kopfball ab. Berolinas gerade gewonnene Sicherheit im Aufbau, vor allem im Passspiel,  verflog sofort, als per Rückpass aus dem eigenen Halbfeld in der 19. Spielminute die Führung der Platzherren eingeleitet wurde. Ein Spieler von Umutspor umkurvte unseren Keeper, der auf dem seifigen Untergrund keine Chance mehr bekam, die Linie gegen den weit nach aussen gedrängten Stürmer dicht zu machen. Anadolu, nun sichtbar euphorisiert, versuchte sofort nachzulegen. Die Stralauer hielten aber dagegen und fanden wieder rein, wurden gerade spielbestimmend, da folgte der zweite Nackenschlag zu einem erneut psychologisch ungünstigem Zeitpunkt. Ein Spielaufbau über unsere linke Seite landet in den Beinen der Gegner, die den Raum schnell und geschickt nutzen, den ihnen rausrückende Stralauer bieten. Nach zwei Stationen erhöht Anadolu in der 26. Minute auf 2:0 mit einem unbedrängten und sattem Schuss von der Strafraumraumkante.
Die Platzherren drosselten anschließend das Tempo, überließen den Gästen aus Stralau die Spielgestaltung und verlegten sich aufs Kontern. Diese agierten nun zielstrebig und erarbeiteten sich bis zur Pause einige gute Gelegenheiten.  Deren schönste führte in der 33. Minute zum verdienten Anschlusstreffer. Zügig über unsere rechte Seite eingeleitet, wird der links durchgelaufene Leo mit wunderbarem Diagonalball bedient, den er präzise im langen Eck unterbringt.
Aus der Pause kam Stralau leicht umgestellt. Wenzel rückte auf die Rechtsverteidigerposition, Tim wechselte die Seite und ersetzte Justin, der in der Kabine blieb. Philipp übernahm den linken Lauf, Leo wechselte auf rechts für Wenzel. Stralau stand jetzt höher und die Spieleröffnung wurde genauer und variabler. Spielanteile, Anzahl der Chancen, optischer Eindruck, eigentlich sprach in der zweiten Hälfte alles für Stralau. Abgesehen von der 53.Spielminute. Einen Freistoß quasi von der Aussenlinie schlägt Umutspor in Richtung 5-Meter-Raum. Schwer zu sagen, ob das eine Flanke werden sollte, oder ein Kunststoß, jedenfalls schlägt der Ball im langen Eck ein. Die Stralauer ließen sich davon nicht lange beirren und hatten in der Folge ihre stärkste Phase. Endlich wurden auch die zweiten Bälle gewonnen, weil man besser zum Ball stand und nun auch läuferische und kämpferische Vorteile hatte. In der 64.Minute nutzte Tom eine der vielen guten Gelegenheiten zum erneuten Anschlusstreffer. Mit dem Rücken zum Tor lässt er den Ball in Uwe-Seeler-Manier schön vom Schopf abtropfen und überraschte den in der Folge unsicher werdenderen Torsteher der Hausherren. Nur zwei Minuten später hat Bero eine Doppelchance, bekommt aber auch aus Nahdistanz den Ball nicht über die Linie. Mit Jakob für Tim und Lycien für Leo kommen nochmal frische Kräfte. Aber es sollte an diesem Tage einfach nicht sein. Anadolu stemmte sich gegen den in der Luft liegenden Ausgleich, war nervös und konnte die sich nun zwangsläufig ergebenden Konterchancen nicht vernünftig ausspielen. Den Stralauern gelang aber leider auch kein zählbarer Erfolg mehr. Die klarste Gelegenheit setzte Philipp kurz vor dem Ende aus elf bis zwölf Metern haarscharf neben den Pfosten.
Am Ende bleibt, den Stralauern fehlte an diesem Tage etwas das Glück, ein Remie wäre nach den Spielanteilen gerecht gewesen. Der Sieg für Anadolu war aber nicht unverdient, angesichts ihres Engagements in der ersten Hälfte und vor allem, weil sie sich im Gegensatz zu Bero keine größeren Patzer im gesamten Spielverlauf erlaubten.

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