Fünfter Sieg im fünften Spiel für Beros U19, die A-Jugend schlägt den VfB Concordia Britz knapp, aber verdient mit 2:1

Mit der Concordia war die einzige Mannschaft der 1. Staffel der Bezirksliga zu Gast, die neben den Stralauern noch ungeschlagen war. Und es wurde das erwartet umkämpfte Spiel. Mit 15 oder 16 Spielern angereist, verfügen die Gäste offensichtlich nicht nur über einen sehr breiten, sondern auch ausgeglichenen Kader. Sie waren allesamt überaus laufbereit und willensstark, der Berolina konditionell überlegen. Uns standen nach zwei Absagen und einem Ausfall alle restlichen Spieler des Kaders zur Verfügung und das reicht eben gerade für eine vollständige Elf…
Die Heimmannschaft spielte das mittlerweile gefestigte 4141, das gegen Ende zur Sicherung des Ergebnisses auf 4231 umgestellt wurde. Wenzel Veltmann stellte sich in den Dienst der Mannschaft und rückte neben den angeschlagen auflaufenden Nico Teichert in die Innenverteidigung. Außen verteidigten Jakob Anton und links Justin Musialek. Im Tor Stammkeeper Francesco „Totti“ Anke. Auf der „6“ Jaron Lehnig, die Mittelfeldreihe mit Philipp Nikolajewski, Tom Jonach, Indigo Barahona, Leopold Bartoszek, im Sturm Felix Eichen.
Die von Beginn an intensiv geführte Begegnung wogte eine Viertelstunde hin und her. Die Gäste waren optisch überlegen, störten immer wieder erfolgreich den Spielaufbau der Stralauer, ohne selber etwas Zwingendes zu kreieren. So ergab sich die einzige Torchance bis dahin folgerichtig aus einem Standard und sie gehörte dem stärksten Spieler auf dem Platz. Nach Eckball stieg Wenzel schön zum Kopfball hoch, bekam im letzten Moment leider nicht genug Druck auf den Ball und der solide Keeper der Britzer konnte parieren. Wenzel spielte auf der ungewohnten Innenverteidigerposition über 90 Minuten eine überragende Partie, gewann praktisch jeden Zweikampf und leitete immer wieder gut Angriffe ein.
Außer einem schönen Schuss aus halblinker Position von Leo kam Bero in der ersten halben Stunde zu keinem weiteren Abschluss. Dafür hatte die Concordia in der 27. Minute ihre zwei besten Torchancen im gesamten Spiel. Nachdem eine erste klare Gelegenheit auf halblinks mit Mühe unterbunden war, eroberten die Gäste sofort den Ball erneut und steckten ihn diesmal zentral durch, wo gleich zwei Spieler frei waren. Zum Glück der Stralauer schob der Britzer Stürmer den Ball unbedrängt ziemlich deutlich am Tor vorbei. Über einen Rückstand hätte sich die Heimmannschaft in dieser Phase des Spiels nicht beschweren dürfen. Nachdem zuletzt unser Mittelfeld so überzeugend und dominant aufgetreten war, auch in den Tests gegen die Landesligisten, ergab sich diesmal ein anderes Bild. Mit ihrer „Grilligkeit“ konnten die Gäste nicht nur immer wieder die Bälle bereits in unserem Mittelfeld abfangen (ein deutlicher Fingerzeig, dass gegen solche Mannschaften der Ball im Aufbauspiel mehr laufen muss!), sondern brachten zudem ihr eigenes Spiel durch. Bero kam im Mittelfeld schwer in die Zweikämpfe und leider viel zu oft den berühmten Tick zu spät. Der Abwehrzentrale verdankte sich jedenfalls, dass Concordia außer in den genannten Szenen der 27. Minute kein einziges mal in der Mitte durch kam.
Die Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit gehörte dann aber klar den Stralauern. Sie verstanden es nun immer besser und öfter das Spiel vor oder in den Strafraum des Gegners zu tragen und Gefahr auszustrahlen. Sie suchten den Abschluss, erarbeiteten sich ein leichtes Übergewicht und ein Chancenplus.
In der zweiten Halbzeit konnte Bero dort sofort anknüpfen. Britz setzte zwar weiter Akzente, verlegte sich aber zunehmend aufs Kontern und operierte immer mehr mit langen Bällen. Bero bekam jetzt häufiger Standards zugesprochen und strahlte vor allem bei Eckbällen immer Gefahr aus. Nach einigen hoffnungsvollen Ansätzen spielte ein Britzer nach einem Berozuspiel in den Gästestrafraum den Ball mit dem Arm. Vielleicht kein bewußtes Handspiel, aber nach gegenwärtiger Regelauslegung ein klarer Handelfmeter. Tom verwandelte in der 55. Minute im Nachfassen. Bero blieb danach spielbestimmend und wurde immer wieder auch zwingend. In der 67. Minute der verdiente Ausbau der Führung. Jakob fängt den Ball hochstehend nach einem Befreiungsversuch der Britzer sehr schön ab und spielt beherzt hoch in den Strafraum hinein, Tom schaltet sofort, läuft durch die herauseilende Abwehr der Gäste und bringt den Ball wunderbar per Kopf zum Doppelpack unter. Er krönt damit seine super Leistung an diesem Tag.
Drei Minuten später bekommen die Gäste einen Strafstoß zugesprochen, in der einzigen Szene der zweiten Halbzeit, in der sie gefährlich mit mehreren Spielern in unseren Strafraum eindringen konnten. Ärgerlich, denn der Britzer war schon unterwegs in Richtung Eckfahne, vielleicht auch etwas zu pingelig vom insgesamt sehr guten Schiedsrichter, der ein Schieben ahndete. Für Totti gab es nichts zu halten, Anschluss zum 1:2.
Die Concordia mobilisierte jetzt noch mal alles. Einige ihrer Spieler wollten ihre Mannschaft nach Abpfiff im Vorteil gesehen haben. Dazu war der Vortrag von Britz jedoch schlussendlich zu uneffektiv. Sie schickten in der zweiten Hälfte oft und zuletzt fast ausschließlich ihre Außenspieler mit Flugbällen in Tempoläufe, die waren dann natürlich regelmäßig in Unterzahl. Die Stralauer konnten das ein ums andere mal nach außen abdrängen und was dann noch aufs Tor kam, klärte Totti souverän. Die entstandenen Räume nutzen Felix, Leo und vor allem Tom gut. Der Sack hätte da zugemacht werden können, vielleicht sogar müssen. Es wurde jedoch gegen Ende deutlich, bei vielen Stralauern war schlicht der Tank leer.
Summa summarum, der knappe Sieg ist ein gerechtes Ergebnis und spielgelt den Spielverlauf gut wieder.

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