Einbahn: Berolina schenkt Wannsee ein

Stadion Wannsee, 20. Oktober 13 – Der FSV Berolina Stralau macht beim Tabellenletzten FV Wannsee schnell alles klar. Nach dem 0:6 (0:3) Kantersieg rücken die Stralauer auf den 4ten Tabellenrang vor. Am kommenden Wochenende gastiert der Tabellenvorletzte NSC Cimbria Trabzonspor am Lasker.

Am vergangenen Sonntag trafen die Stralauer mit dem FV Wannsee auf den abgeschlagenen, noch punktelosen Tabellenletzten. Vor gut drei Wochen wechselten die Gastgeber ihren Trainer. Unter Neo-Coach Adam setzte es gleich eine 0:4 Niederlage in Rehberge, trotzdem wollten die Wannseer Verantwortlichen einen positiven Trend ausgemacht haben. Der FV Wannsee steckt also in der Krise. Seit sechs, sieben oder auch acht Wochen fehlt der Depression das Manische.
Nach ihrem katastrophalen Saisonstart ging es für die Wannseer am Sonntagnachmittag im Kräftemessen des Bezirkligaalltags natürlich auch um Fußball, Tore und Punkte, allerdings stand im Stadion Wannsee in anbetracht des desaströsen Torverhältnisses der Gastgeber die Schadensbegrenzung im Vordergrund.

Gegen die Stralauer reichte den Gastgebern die Messlatte freilich höchstens bis ans Knie.

Bero 1.Herren, Punktspiel am 20.10.13, Wannsee-Bero 0-6 021

Die Marschroute stimmte von Anfang an … © a.l.

Kurz und Schmerzlos
Wir wollten von Anbeginn konzentriert zu Werke gehen, möglichst schnell ein Tor machen und den Wannseer unser Spiel aufdrücken. Das hat besser geklappt als gedacht.“ analysierte der mehr oder weniger beschäftigungslose Stralauer Keeper Poßnien nach der Partie.

Keine Minute war gespielt, der Wannseer Keeper greift an einer von Goalgetter Wenzel abgefeuerten Mischung aus Kerze und Bogenlampe vorbei, es steht 0:1 (1′). Kurz darauf klingelt es erneut: Ein Wallner-Stangerlpass wird nur unzureichend geklärt, Schindler schiebt aus dem Rückraum zum 0:2 ein (4′). Als Ott im Strafraum elferwürdig gefoult wird und Pütz den Strafstoß verwandelt (8′), ist die Partie bereits entschieden.

In der Folge hatten die Stralauer die harmlosen Gastgeber jederzeit im Griff, verpassten es aber zählbares nachzulegen. Zu häufig wurden zugestellte Räume bespielt, man verlor sich in 1gegen1 Situationen und im Abschluss fehlte die letzte Konsequenz, auch weil man versuchte, dem noch torlosen Außenstürmer Ott einen Treffer aufzulegen.

Bero 1.Herren, Punktspiel am 20.10.13, Wannsee-Bero 0-6 030

Seltene Einblicke … © a.l.

Einseitige 2. Hälfte
Nach der Pause wehrten sich die Wannseer tapfer, mussten aber trotzdem noch drei weitere Treffer hinnehmen:
Wenzel schiebt einen Niemann-Lochpass ein (50′), Wohlfahrt einen verunglückten Rückpass (61′) und Kimpinsky’s Pieke trudelt abgefälscht zum 0:6 Endstand in die Maschen (80′).

Der FV Wannsee ist also schlussendlich doch auseinander gefallen, der Klassenunterschied war zu groß, aber dass wusste man schon vor der Partie.

Bero 1.Herren, Punktspiel am 20.10.13, Wannsee-Bero 0-6 049

Kapitän Wohlfahrt zum 0:5 … © a.l.

Aus Stralauer Sicht bleibt, trotz des deutlichen Ergebnisses, Luft nach oben, vor allem was die spielerische Performance anbelangt.
Ob durch die angekündigten personellen Verstärkungen auf Seiten des FV Wannsee zur Winterpause dem Abstiegsgespenst die Lebensgrundlage entzogen werden kann, ist stark zu bezweifeln.

Nach Wannsee ist vor Trabzonspor
Auf ihrer Tournee durch die unteren Tabellenregionen, dem natürlichen Habitat des erwähnten Fußballvereinsschädlings, treffen die Stralauer am kommenden Wochenende auf den NSC Cimbria Trabzonspor.
Auch den Neuköllnern steht das Wasser bis zum Hals, wenigstens zwei Unentschieden konnten bislang am Punktekonto verbucht werden. Zuletzt setzte es freilich zwei derbe Pleiten: Auf ein 12:0 beim 1. FC Wacker 21 Lankwitz folgte ein 0:10 gegen den BSC Rehberge.

Bero 1.Herren, Punktspiel am 20.10.13, Wannsee-Bero 0-6 038

Mit dabei auch der wiedergenese Betreuer Pietzner, Ersatz-Keeper Reck und der noch verletzte Philipps … © a.l.

FV Wannsee – FSV Berolina Stralau 0:6 (0:3) Stadion Wannsee, SR Kisting

Tore: 0:1 Wenzel (1′), 0:2 Schindler (4′), 0:3 Pütz (8′, FE), 0:4 Wenzel (50′), 0:5 Wohlfahrt (61′), 0:6 Kimpinsky (80′)

Aufstellung: Poßnien – Wallner (65′ Bischof), Buchberger, Pütz, Turtschan – Weber, Niemann, Schindler (65′ Kimpinsky) – Ott (75′ P. Lehmann), Wenzel, Wohlfahrt

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