Bero II: Pokalsensation verpasst

Sonntag, 13.10.2013, 12:15 Uhr

FSV Berolina Stralau II – SC Staaken II 0:2 n.V (0:0)

Mit einer ansehnlichen Vorstellung verabschiedet sich Stralau II aus dem Pokal.

Die Zielsetzung vor dem Spiel konnte nur heißen sich gut zu verkaufen und Erfahrungen für die kommenden Gegner im Ligabetrieb zu sammeln.“Defensiv absichern und den ein oder anderen Nadelstich nach vorne setzen“ lautete die Anweisung von Trainer Schwarze, dem wie der Mannschaft schon vor Anpfiff bewusst war, dass es gegen den DREI Ligen höher spielenden Landesligisten schwierig wird und man nur gewinnen kann.

1. Halbzeit

Staaken legte auch gleich los wie die Feuerwehr und lies Ball und Gegner laufen. Die ersten 10 min. schnürten sie Stralau hinten ein jedoch ohne sich eine zwingende Chance zu erarbeiten.

Der Gegner hatte wie erwartet  70-75% doch Stralau die erste gute Chance. Arendt fängt im Mittelfeld den Ball ab, spielt Tung an der den Ball in die Schnittstelle auf P. Lehmann steckt, doch der schiebt  links am Tor vorbei. 18´

Staaken sichtlich unbeeindruckt spielten ihren Schuh weiter runter und probierten es immer wieder durch die Mitte, hatte aber keine zündende Idee um die Stralauer Abwehr zu umspielen.

Entlastungsangriffe waren seitens der Stralauer Mangelware weil man zu viel mit langen Bällen agierte. Wenn es mal gefährlich wurde, dann wenn der Ball flach und direkt gespielt wurde so wie in der 28´ als Krohse den Ball ,nach einer schönen Vorarbeit von Arendt und Weber,  Flach in den Strafraum spielt, Krause bei der Direktabnahme den Gegner anschießt und Machleidt den Abpraller per Dropkick aus 25m ,scharf aber zu Zentral aufs Tor bringt und der Keeper klären kann.

Generell war es ein ganz starker Tag von Weber der in der 1. Hälfte gefühlte 95% gewonnene Zweikämpfe vorzuweisen hatte. Aber auch egal wie spielerisch überlegen Staaken war, jeder Kämpfte für jeden und wie Weber warfen sich auch S. Lehmann und Burmeister in jeden Schuss rein. Wenn mal einer durchrutschte war es nur ein Schüsschen und Reck war zur Stelle. Und wenn die Gegner es mal über außen probierten wurde jeder Ball per Kopf geklärt oder Reck fischte ihn weg.

In der 39´ wurde es dann bitter. Krause überspielt mit dem Rücken zum Tor seinen Gegenspieler, überlupft dann den Torwart mit dem Kopf und muss nur noch einschieben, wird aber vom Torwart umgerissen. Warum der Schiedsrichter sein trillerndes Funktionsgerät nicht benutzte blieb sein Geheimnis. Folgerichtig wäre Rot und Elfmeter gewesen. Auf Nachfrage von Machleidt in der Halbzeit wollte er sich nicht dazu äußern.

Mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung hatte man das Etappenziel erreicht und ging mit 0:0 in die Pause. Um nicht weiter eine Angriffswelle nach der anderen abfangen zu müssen wollte man den Ball jetzt länger in den eigenen Reihen halten umso das sehr laufintensive Spiel zu drosseln um sich so Kraftreserven für eine evtl. Verlängerung bewahren.  Chancenverhältnis 3:0.Ballbesitz 20:80.

2. Halbzeit

Schön gedacht, schlecht gemacht. Eigener Anstoß und schon nach nicht mal fünf Sekunden der erste Ballverlust. Staaken war sofort wieder voll da und wollte die vorzeitige Endscheidung. Zu Ungunsten der Staakener hatten 11 Mann was dagegen, die Stralauer. Allen voran die Abwehr und Keeper Reck der in der nächsten Szene im Mittelpunkt stehen sollte.

Durch einen schönen Spielzug konnte sich ein Staakener in den Strafraum tanken und konnte nur durch ein Foulspiel gestoppt werden.70´ Den fällige Elfmeter schob Handrick platziert in die linke Ecke, Reck endschied sich für die Rechte. 0:1? Falsch!!! Der Schiedsrichter lies den Elfer wiederhohlen da ein Staakener Spieler zu früh in den Strafraum lief. Dann der zweite Versuch. Handrick läuft wieder an, verzögert kurz und schießt wieder in die gleiche Ecke doch diesmal riecht Reck den Braten und lenkt den Ball sensationell an die Latte.

Stralau war weiter im Spiel und niemand dachte daran vorzeitig die Segel zu streichen.

Bei Staaken merkte man langsam die Verzweiflung an und erhöhten nochmal den Druck. Von den Stralauern war in der 2. Hälfte nichts mehr zu sehen, man merkte ihnen den Kräfteschwund an. Kein Wunder bei diesem läuferischen Pensum der Gäste. Aber diese probierten es weiter durch die Mitte und bis auf einen abgefälschten Ball gegen das Aluminium soll es das auch an Chancen gewesen.

0:0 nach 90 Minuten.

 

Verlängerung

Auch die Verlängerung zeigte ein umgeändertes Bild. Stralau rührte Zement an und probierte die Kräfte die noch vorhanden waren sich einzuteilen. Aber mit den schwindenden Kräften verlor man auch die Konzentration. Bei einem Freistoß passierte es dann doch, die Mauer braucht zu lange um sich zu stellen, der Schiri lässt ohne Pfiff ausführen und der 1,60m lange Karamizrak kann per Kopf am Elfmeterpunkt in die lange Ecke des Tores verlängern.105´ Das wäre uns mit genug Sauerstoff im Kopf nicht passiert.

Bei dem Versuch in der zweiten Hälfte der Verlängerung den Ausgleich zu erzielen mussten wir dann endgültig der Laufbereitschaft und dem Engagement Tribut zollen. S. Lehmann war nach vorne aufgerückt und ein langer Ball vom Torwart setzte uns Schach Matt. 110´

 

 Super Leistung, super gekämpft und viele wichtige Erkenntnisse die uns gemeinsam noch weit bringen werden. Wenn wir diese Leistungen der letzten beiden Spielen, vor allem in der Defensive, festigen und ausbauen können, dann werden diese Saison noch viel Spaß haben wer weiß wer weiß…

 WIR SIND STRALAU

 

 

Tore: 0:1 Karamizrak(105′), 0:2 Karamizrak (108′)

Aufstellung: Reck – S.Lehmann, Weber, Burmeister – Krohse, Krause, Arendt, Machleid[C] – Tung – P.Lehmann, Schmidtdorff 

 

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