Die A-Jugend schlägt den BSV 1892 verdient mit 3:5

Im gewohnten 4 4 2 begann Bero mit Francesco „Totti“ Anke im Tor, Nico Teichert und Tim Pätzel in der Innenverteidigung, Jaron Lehnig auf der linken und Jakob Anton auf der rechten Seite der 4er Kette. Zentral im Mittelfeld spielten Tom Jonach und Indigo Barahona, rechts Philipp Nikolajewski, links Leopold Bartoszek und in der Spitze Wenzel Veltmann und Felix Eichen. Auf der Bank Jonas Nordalm, wir freuen uns, dass er wieder angreift und uns verstärkt.
Bereits nach 2 Minuten setzt sich Felix nach schönem Zuspiel zentral durch und netzt zur Führung ein. Der Schiedrichter erkennt jedoch auf Handspiel. Mit dem Trainer der Heimmannschaft war ich mir schnell einig, der Treffer war regulär. Dies war aber nur der Auftakt zu einem Stakkato von fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters, wie ich es selten erlebt habe. In der 7.Spielminute der beste Angriff der Heimmannschaft. Auf unserer rechten Seite wird der Ball schön in den Rücken der Abwehr gespielt und unsere Verteidiger zum kreuzen gezwungen. Nico kann außen nicht entscheidend stören, Jakob kommt in der Mitte zu spät, das Zuspiel verwandelt der Stürmer des BSV mustergültig, konnte danach aber keine stärkeren Aktionen mehr verbuchen. Bero kommt dann besser ins Spiel. Wenzel steht in der 18. Minute an der richtigen Stelle und erzielt den Ausgleich. In der 31.Minute bringt der auch heute wieder agile und durchsetzungsstarke Felix uns in Führung. Der BSV beschäftigt uns häufig über unsere rechte Seite mit seiner Nummer 10, zwingende Abschlüsse kommen dabei nicht zustande. Die Stralauer erarbeiten sich ein Chancenplus. In der 35.Minuten tragen Tom, Felix und Wenzel ein schönes Überzahlspiel vor, den letzten Pass in die Zentrale kann der BSV gerade noch unterbinden. In Minute 44. spielt Philipp einen feinen diagonalen Flugball auf Felix, den der direkt abnimmt und dabei knapp verzieht. In der 49.Minute der ersten Halbzeit (!) erobert Leo den Ball am gegnerischen Strafraum, den Abschluß von Felix verhindert der BSV in höchster Not. Vor der Halbzeit noch eine gelbe Karte für Nico, die erwähnt werden muss. Der Stralauer schlägt den Ball entschlossen aus unserem Halbfeld. Sein Gegenspieler kommt zu spät, zieht nicht zurück und wird nach Nicos Vollspannstoß unglücklich von dessen Schussbein unterhalb vom Schienbeinschoner getroffen. Der Schiedrichter erkennt auf Freistoß gegen uns und nach reiflicher Überlegung auf gelbe Karte gegen Nico, dabei per Geste „gestrecktes Bein“ andeutend….
So macht Fußball wenig Spaß. Zum stets kleinlichen und immer wieder krass fehlentscheidenden Schiedsrichter kamen die Platzverhältnisse. Große Bereiche, vor allem auf den Außenbahnen, waren dermaßen glitschig, daß immer wieder Spieler ausrutschten und gefährlich hinschlugen. Als Trainer befiel mich da weniger die Sorge um Gegentreffer, als vielmehr die um die Gesundheit der Spieler. Diesen Umständen verdankte sich wohl, dass unsere Mannschaft nie zu der Sicherheit fand, die dem Spielverlauf und den Fähigkeiten unserer Spieler angemessen gewesen wäre. Immer wieder lief der Ball nicht richtig im Vorwärtsgang. Viele leichte Ballverluste und Fehlabspiele. Dabei spielten wir rein taktisch recht solide. Tom und Indigo wechselten sich im Spielaufbau bis auf eine einzige Szene sehr gut ab, sodass sie bei Ballverlusten gegenseitig abgesichert waren. Auch im Zweikampf hatten wir Vorteile, wenn wir rein kamen. Doch immer wieder gab es Scenen, in denen wir nicht die nötige Kompaktheit erreichten, keinen Zugriff im Mittelfeld hatten und es dem Gegner so zu einfach machten, seine Angriffe vorzutragen. Mit Bällen in die Tiefe und teilweise langem Hafer, brachte uns der BSV immer wieder in unnötige Bedrängnis. Tim, Jaron, der seine linke Seite übers gesamte Spiel im Griff hatte, Jakob und vor allem Nico hatten einiges auszubügeln, um den Preis, dass ein gefälliger Spielaufbau manchmal auf der Strecke blieb.
Ziel muss letztlich sein, sich von den Nebensächlichkeiten nicht beeindrucken zu lassen, darüber kann man sich nach dem Spiel austauschen. Im Spiel brauchen wir mentale Stärke, müssen sicher agieren und unser Spiel durchbringen.
Der BSV kam stärker aus der Halbzeit. Die Latte verhinderte den Ausgleich, der zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen wäre. Bero kam nach 5 Minuten auf. Doch zunächst sprangen dabei keine zwingenden Abschlüsse raus, vieles klärte der Gegner zum Eckball. Logische Konsequenz waren zahlreiche Kopfballversuche der Stralauer, die schönsten von Felix aus der 51. und Tom aus der 58.Minute.
Jonas kommt in der 55.Minute für Jakob auf die rechte Abwehrseite und bringt mit seiner Präsenz mehr Sicherheit, schaltet sich auch schön in die Offensive ein. In Minute 63 nimmt Tom den Ball in unserem Strafraum völlig unbedrängt mit dem Körper mit, der Schiedsrichter entscheidet unverzüglich auf Handelfmeter. Außer ihm war ein Handspiel keinem aufgefallen. Die Nummer 8 läuft an und scheitert am starken Totti, der auch keinen Abpraller für den BSV liegen läßt. In Minute 65 wiederholte Balleroberung von Leo am gegnerischen Strafraum, er spielt Tom frei, der den unsicheren Torwart mit Schuss aus 16 Metern überwindet. In der 75.Minute das Anschlusstor für den BSV über unsere rechte Seite. Erneute Standschwierigkeiten nutzt der Gegner zum Schuß auf die lange Ecke. Totti pariert wieder glänzend. Aus abseitsverdächtiger Position drückt ein Spieler des BSV den Ball aus spitzen Winkel ins Tor. Zwei Minuten später der Ausgleich für die Heimmannschaft. Nach Freistoß unweit der linken Eckfahne flach nach innen, läuft der BSV ein und wir schauen zu, die plazierte Direktabnahme springt für Totti unerreichbar vom Innenpfosten ins Tor.
Es folgen die stärksten Minuten unserer Mannschaft. Gegen hochstehende BSVler, werden individuelle Vorteile der Stralauer vor allem in Sachen Schnelligkeit und Druchsetzungsvermögen nun immer deutlicher. Bero drückt aus allen Manschaftsteilen und erarbeitet sich in kürzester Zeit zahlreiche gute Gelegenheiten. Vor allem jedoch, endlich zeigt unser Team die Enschlossenheit, die wir uns vor dem Spiel und in der Halbzeit vorgenommen hatten. In der 80. Minute zieht Tom aus knappen 20 Metern fulminant ab. Der Torsteher des BSV pariert mit Mühe. Felix stößt entschlossen nach und schließt konzentriert zum 3:4 ab. Es folgen weitere schöne Schussversuche, endlich! Der beste von Leo eine Minute nach der Führung. In der 88.Minute macht Wenzel den Sack zu mit einem plazierten Schuß nach Drehung an der Strafraumkante.
Als Fazit bleibt, Licht und Schatten in unserem Spiel, dem Welterbe an Fußballanekdoten einige Skurrilitäten hinzugefügt, nehmen wir nach starken Schlussspurt die drei Punkte verdient vom BSV mit. Unsere nächste Partie ist erst am 22.09.13 zu Hause gegen die Berliner Amateure.

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