Berolina klatscht den Tabellenführer

Gallwitzallee, 22. September 2013 – Berolina Stralau demontiert Wacker Lankwitz nach allen Regeln der Kunst und weist den Tabellenführer auswärts mit 1:6 (0:5) in die Schranken. Mit diesem Kantersieg spielen sich die Stralauer den Frust nach zuletzt fünf erfolglosen Versuchen von der Seele und finden tabellarisch wieder Anschluss an das obere Mittelfeld.

Die Heimspiele des 1. FC Wacker 21 Lankwitz garantieren Spektakel. Zumindest wenn die Heimischen Rot-Weißen zu Gast sind.
Für Wacker war die erste Niederlage im sechsten Saisonspiel eine besonders bittere. In der Defensive immer wieder indisponiert, fehlte in der Offensive die Torgefährlichkeit von Christian Horter an allen Ecken und Enden. Der Torjäger war im Stralauer Defensivverbund, angeführt vom überragenden Poßnien, abgemeldet und ein Schatten seiner selbst.

0:5, noch Fragen?
Berolina dagegen spielte wie aus einem Guss. Früh wurden die Heimischen Rot-Weißen auch belohnt, schon die erste schöne Aktion brachte die Führung. Friedrich verlängert einen Schindler-Corner am ersten Pfosten und Pütz kann unbedrängt abstauben (2′).

Bero 1.Herren, Punktspiel am 22.09.13  Lankwitz-Bero 1-6 013

Niemann zum 0:2 … © a.l.

Als sich die Gastgeber von diesem frühen Schock gerade einigermaßen fingen und ihren ersten Torschuss verzeichneten (14′ Däms, vorbei), schlugen neuerlich die Stralauer zu. Weber fängt einen langen Ball ab, bedient Niemann, der, freigesperrt von Friedrich, alleine Richtung Tor zieht und die Kugel im langen Eck unterbringt (20′).

Wacker kontrollierte zwar den Ball, Berolina freilich das Spiel. Dem tat auch die frühe verletzungsbedingte Auswechslung von Abwehrchef Pütz (23′, für Buchberger) keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Wenzel legt diagonal auf Kapitän Wohlfahrt, der mit einem Schlenzer aufs lange Eck Keeper Rödder keine Chance lässt (27′).

Bero 1.Herren, Punktspiel am 22.09.13  Lankwitz-Bero 1-6 056

Wenzel entscheidet noch vor der Pause … © a.l.

Endgültig auf Schiene brachten sich die als Meister der Effizienz glänzenden Stralauer durch Standardsituationen. Nach einer Schindler-Freistoßflanke aus dem Halbfeld steigt Friedrich am Höchsten und köpft zum 0:4 ein (31′). Und da die Hausherren Goalgetter Wenzel im Strafraum nach einer Schindler-Ecke völlig alleine köpfeln ließen (45′), war das Spiel mit dem Pausenpfiff bereits gegessen.

Stralau verwaltet, Wacker gibt sich nicht auf
Wacker bemühte sich angetrieben von Tüzen und Wundram zwar weiter zumindest den Ehrentreffer zu erzielen, doch Poßnien lenkte einen Jahaj-Weitschuss unaufgeregt an die Querlatte (48′).
Und Berolina? Die Stralauer schlugen erneut zu. Einen Niemann-Schuss staubt Friedrich im 16er der Gastgeber zum 0:6 ab (59′).

Bero 1.Herren, Punktspiel am 22.09.13  Lankwitz-Bero 1-6 070

Schindler geht mit 3 Assists und verdacht auf Kieferprellung … © a.l.

In der Folge verwalteten die Heimischen Rot-Weißen ihre Führung, waren aber nicht mehr ganz so konsequent in der Arbeit gegen den Ball. Wacker gab sich nicht auf und kam, auch auf Grund der nachlassenden Kräfte bei den Gästen, noch zu einigen guten Möglichkeiten, die der hervorragend aufgelegte Bero-Schlussmann Poßnien allesamt vereitelte.

Kurz vor Schluss gelang den Hausherren dann doch noch ihr Ehrentreffer. Einen Stangerlpass von Linksaußen zittert Wundram via Innenpfosten über die Linie (89′).

Bero 1.Herren, Punktspiel am 22.09.13  Lankwitz-Bero 1-6 035

Gute Laune auf der Stralauer Bank … © a.l.

Fazit
Nach zuletzt 5 Partien ohne Sieg in Folge, aber zum Teil sehr guten Spielen, platzte bei den Stralauern der Knoten zur rechten Zeit. Vor dem Tor zeigten sich die Heimischen Rot-Weißen fast beängstigend konsequent und feierten einen verdienten Sieg, der freilich etwas zu hoch ausfällt.
Den wackeren Lankwitzern muss man zu Gute halten, dass sie trotz des demoralisierenden Halbzeitstandes in der zweiten Hälfte nicht völlig einbrachen und sich bis zuletzt gegen die hohe Niederlage stemmten.

1. FC Wacker 21 Lankwitz – FSV Berolina Stralau 1:6 (0:5) Gallwitzallee, SR Müßig

Tore: 0:1 Pütz (2′), 0:2 Niemann (20′), 0:3 Wohlfahrt (27′), 0:4 Friedrich (31′), 0:5 Wenzel (45′), 0:6 Friedrich (59′), 1:6 Wundram (89′)

Aufstellung: Poßnien – Turtschan, Kimpinsky, Pütz (23′ Buchberger), Strömel – Weber, Niemann, Schindler (64′ Wallner) – Wohlfahrt [C], Friedrich, Wenzel (75′ Philipps)

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