Heimniederlage: Bero besiegt sich selbst

Laskerplatz, 25. August 2013 – Berolina Stralau spielt starke 35 Minuten, muss 3:0 führen, verliert stattdessen Wallner und Weber und in der Folge auch das Spiel. Mit dem 0:3 (0:1) gegen die Zweite von Fortuna Biesdorf müssen die Stralauer einen herben Rückschlag in der noch jungen Saison einstecken. Vor dem Auswärtsspiel gegen den noch sieg- und punktelosen KSF Anadolu-Umutspor rutschen die Heimischen Rot-Weißen auf Tabellenrang 10 ab. 

Neben einer wenig professionellen Spielvorbereitung des ein oder anderen Stralauers musste Headcoach Schneider zudem auf Turtschan verzichten, Flügelflitzer Ott fand sich auf der Bank wieder, Reck rotierte wie abgesprochen ins Tor, und der wiedergenesene Buchberger rückte wieder in die Startformation.

Bero am Drücker, dezimiert sich aber selbst
Nach engagiertem Beginn der Biesdorfer fand am Sonntag auch Berolina nach gut 15 Minuten ins Spiel. Damit änderte sich auch der Charakter des Spiels erheblich.
Nadelstichartig setzten die Gastgeber der doch sehr löchrigen Gäste Abwehr zu. Nach wohltemperierten Zuspielen durch die Nahtstellen der Biesdorfer Viererkette tauchte Kapitän Wohlfahrt immer wieder mehr oder weniger alleine vor Gäste Keeper Künzel auf, hatte alles in allem einen Hattrick am Fuß, scheiterte aber jeweils kläglich. Auch Mittelstürmer Friedrich ließ die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen und setzte einen Kopfball nach Strömel-Flanke freistehend neben das Tor.

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Bis zur gelb/roten Karte gut im Spiel … © s.p.

In der Folge stellte sich Schiedsrichter Sohr in den Mittelpunkt der Partie, verwies zuerst den Stralauer 6er Wallner mit Gelb-Rot vom Spielgeschehen (36′) und zeigte kurz darauf auch Weber nach einer verbalen Unmutsbekundung auf der Auswechselbank Rot (39′).
Die erste gelbe Karte ist ein Witz, danach darf ich natürlich nicht so gegen den Mann arbeiten. Da muss ich cleverer agieren, keine Frage. Leid tut es mir für die Mannschaft, weil wir bis dahin gut gespielt haben.“ fand Wallner nicht nur, aber auch selbstkritische Worte nach der Partie.
Insgesamt sah sich Schiedsrichter Sohr in einer überaus fair geführten Partie ohne giftige Zweikämpfe genötigt, 8 gelbe, eine gelb/rote und eine rote Karte zu zeigen.

Der Führungstreffer der Gäste in der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte war ein Geschenk der heimischen Rot-Weißen. Strömel passte beim Herausspielen katastrophal auf Buchberger, Hänel sprintete dazwischen und schoss von knapp außerhalb des Strafraums platziert ins lange Eck ein (45’+2′).

Biesdorf macht den Sack zu
Nach dem Seiten- und einem Spielerwechsel bei Berolina – Beer für Buchberger (46′) – übernahm Biesdorf das Kommando und die dezimierten Stralauer schafften es nur noch selten in der gegnerischen Spielhälfte gefährlich aufzutreten.

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Und dann auch noch Aluminium … © s.p.

Ein Doppelschlag durch Fiedler (58′) und Neidhardt (61′) entschied die Partie schließlich frühzeitig in Halbzeit zwei. Danach versuchte Berolina sich zwar wieder wichtig zu machen, das gelang jedoch nur vorübergehend. Kapitän Wohlfahrt hatte mit einem Schuss an die Latte auch Pech.

Die Gäste aus Biesdorf brachten die Partie, an diesem für die Stralauer gebrauchten Sonntag, von da an ohne allzu großen Aufwand nach Hause.

FSV Berolina Stralau – VFB Fortuna Biesdorf II, Laskerplatz, SR Sohr
Tore: 0:1 Hänel (45’+2′), 0:2 Fiedler (58′), Neidhardt (61′)

Gelb/Rot: Wallner (36′ U+F)
Rot: Weber (39′ B)

Reck – Kimpinsky, Buchberger (46′ Beer), Pütz (67′ Burmeister) – Schindler, Wallner, Niemann (67′ Ott), Strömel – Wohlfahrt [C], Friedrich, Wenzel

 

Bezirksliga 4. Spieltag
Anadolu-Umutspor – FSV Berolina Stralau
Sonntag, 01.09.2013, 14:00 Uhr
Lohmühleninsel

 

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