Westend entführt glücklich 3 Punkte vom Lasker

Persiusstraße, 19. Mai 2013 – Der FSV Berolina Stralau verliert zu hause gegen seinen Angstgegner aus Westend mit 2:3 (1:1). Die Stralauer verpassen es damit, den Klassenerhalt vorzeitig zu fixieren. Nach dem Trainerwechsel ist beim SC Westend hingegen alles eitel Wonne und die Charlottenburger dürfen sich nach einer englischen Woche über satte 7 Punkte freuen.

IMG_3681

Der Angstgegner kommt … Hoffen und Bangen bei den Stralauer Ultras … © j.s.

Am vergangenen Sonntag sahen sich die Stralauer mit dem SC Westend 01 und damit auch mit ihrem Angstgegner der letzten Jahre konfrontiert. Seit dem gemeinsamen Aufstieg in die Bezirksliga in der Saison 2010/2011 (3:4 [a], 8:1 [h]) konnten die Heimischen keine Begegnung gegen die Charlottenburger für sich entscheiden und bei einem Torverhältnis von 2:7 nur einen mickrigen Punkt auf der Habenseite verbuchen (11/12: 1:1 [h], 0:2 [a]; 12/13: 1:4 [a]).

Aufgrund der Abwesenheit von Spielgestalter Niemann, Goalgetter Wenzel, Abwehrmann Tyroke und der polyvalent einsetzbaren Burmeister und Turtschann sowie des langzeitverletzten Büter sah sich Headcoach Fineske neuerlich gezwungen seine Startelf umzubauen: Im klassischen Stralauer 3-5-2 bildeten Beer und Strömel mit Libero Pütz den Abwehrverbund, Kimpinsky und Ott rochierten auf den Flügeln, Friedrich ersetzte Niemann im Zentrum vor den beiden 6ern Weber und Wallner. Kapitän Wohlfahrt bildete mit Müller, der vorerst zum letzten Mal für die Stralauer auflief, ehe er berufsbedingt und um den sportlichen Neuanfang des SV 89 zu unterstützen, nach Darmstadt übersiedelt, das neuformierte Sturmduo.

IMG_3686

Beer, meldet nicht nur Karakaya ab … © j.s.

Ohne langes taktisches Geplänkel legten beide Mannschaften zu Spielbeginn stürmisch los: Der Kapitän und Top-Torschütze der Gäste Karakaya senste nach Zardin-Stangerlpass freistehend im Fünfer über die Kugel (2′). Im Gegenzug strich ein Kimpinsky-Schuss nach Wohlfahrt-Vorarbeit am chancenlosen Gästekeeper Johannesson, aber auch am Kreuzeck vorbei (6′).
Kurz darauf kam es für die Gäste doppelt bitter: Erst musste der zuletzt treffsichere Zardin mit Verdacht auf Oberschenkelzerrung ausgewechselt und durch Hasse ersetzt werden (10′), ehe Friedrich per Kopf und mit seinem 6ten Saisontreffer einen Kimpinsky-Corner mustergültig im langen Eck versenkte (20′).
Noch vor der Pause fanden die Westender allerdings zurück ins Spiel: Beer vertändelt bei einem seiner Vorstöße leichtfertig die Kugel und Buchholz versenkt das Leder, nach einem unbedrängten Solo über den halben Platz, mit einem herrlichen Weitschuss aus gut 25 Meter im Kasten der Stralauer (35′).

Auch nach dem Seitenwechsel zeigten sich beide Mannschaften wenig beeindruckt von den sommerlich warmen Temperaturen und hielten das Tempo hoch. Der SC Westend operierte mit den bekannten langen Bällen auf Karakaya, der Lewandowsky-like den Ballabschirmer und -ableger für seine nachrückenden Mittelfeldspieler gab. Die Stralauer zeigten sich bemüht durch längere Ballstafetten das Spiel zu kontrollieren und ihre Spitzen in Schussposition zu bringen.

IMG_3670

Knallhart und mittig … Pütz mit Saisontreffer Nr. 3 … © j.s.

Nicht unverdient gingen die Heimischen Rot-Weißen schließlich auch in Führung: Pütz bedient nach einem Vorstoß Wohlfahrt im 16er der Gäste, der von Fahl regelwidrig zu Fall gebracht wird. Den fälligen Straßstoß verwandelt der Stralauer Libero zentral und bombensicher (59′).
In der Folge vergab Borngräber aus guter Schussposition zweimal ebenso leichtfertig, wie Pütz nach einer Weber-Freistoßflanke per Kopf auf der Gegenseite, ehe Fahl seinen Fehler ausbügeln konnte, sich im Rücken von Kapitän Wohlfahrt bei einem Einwurf davon stahl und per Weitschuss den Ausgleich für die Gäste besorgte (64′).

IMG_3682

Verhängnisvoller Einwurf vor dem 2:2 … © j.s.

Als gegen Ende der Partie auf beiden Seiten die Kräfte allmählich schwanden und alles mit einem Unentschieden rechnete, schlugen abermals die Gäste aus Westend zu und bestraften neuerlich eine Stralauer Unzulänglichkeit: Keeper Reck verharrt bei einer Flanke aus dem Halbfeld zögernd auf der Linie und Pilan kann aus spitzem Winkel über den Stralauer Schlussmann zum 2:3 Siegtreffer einköpfen (89′).

Fazit
In regelmäßigen Abständen und mit traumwandlerischer Sicherheit bringen sich die Stralauer momentan durch individuelle Fehlleistungen selbst um den verdienten Lohn ihrer Arbeit und stehen nach einem an sich guten Spiel neuerlich mit leeren Händen da.
Mit dieser unnötigen Niederlage verpassten es die Heimischen Rot-Weißen vor den beiden anstehenden Auswärtsspielen beim 1. FC Schöneberg (2:2 [h]) und den FV Wannsee (4:1 [h]) zudem den Klassenerhalt vorzeitig zu fixieren.

FSV Berolina Stralau – SC Westend 01 2:3 (1:1) SR Reichelt, Laskerplatz
Reck – Pütz – Beer, Strömel – Kimpinsky, Wallner, Weber (64′ Nguyen), Ott – Friedrich – Wohlfahrt [C], Müller (68′ Schindler)
Tore: 1:0 Friedrich (23′, Kopf), 1:1 Buchholz (35′, Weitschuss), 2:1 Pütz (59′, FE), 2:2 Fahl (64′, Weitschuss), 2:3 Pilan (89′, Kopf)

IMG_3689

Wo sind nur die Punkte? … © j.s.

nächste Spiele:
1. FC Schöneberg – FSV Berolina Stralau
Sonntag, 26. Mai, 14:15 Uhr
Vorarlberger Damm 33, 12157 Berlin

FV WannseeFSV Berolina Stralau
Sonntag, 2. Juni, 14:00 Uhr
Chausseestr. 29-31, 14109 Berlin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.