1. Frühjahrs-Heimsieg: Bero ringt den WSV mit 3:2 nieder

Persiusstraße, 1. Mai 2013 – Der FSV Berolina Stralau rehabilitiert sich für die bittere 2:5 Heimpleite gegen Berlin Hilalspor und ringt in einer kampfbetonten Bezirksligapartie den Wartenberger SV nach zweimaligem Rückstand mit 3:2 (0:0) nieder. Berolina feiert damit den ersten Rückrunden-Heimsieg, der Rückstand auf das rettende Ufer für die Wartenberger beträgt damit schon 7 Punkte.

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Celtic am Lasker? … © s.p.

Mit einigen personellen Veränderungen im Vergleich zum vergangenen Sonntag schickte Headcoach Fineske seine Mannen ins Nachholspiel des 20. Spieltages gegen den Wartenberger SV. Pütz ersetzte den berufbedingt abwesenden Tyroke als Libero und auf der Doppel-6 begannen Wallner und Friedrich für Turtschan (vorerst auf der Bank) und den noch 2 Spiele Rot gesperrten Weber, am 3-5-2 der Gastgeber änderte sich dadurch freilich nichts.

Trainer weg, Spieler weg
Bei den Gästen aus Wartenberg feierte Trainer Tiffert sein Debüt. Sein Vorgänger Slomkowski wurde mit Wochenbeginn wegen anhaltender Erfolgslosigkeit – nur 2 von möglichen 21 Punkten in der Rückrunde – entlassen. Dadurch standen dem WSV freilich auch einige im Unternehmen ihres Ex-Trainers beschäftigte Spieler nicht mehr zu Verfügung.

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Mehr als Halbchancen springen für die Stralauer in Halbzeit 1 nicht heraus … © s.p.

Kein Spiel für Fußballästheten
Aus taktischer und spielerischer Sicht konnten beide Mannschaften in einer ausgewogenen ersten Halbzeit wenig erwähnenswerte Akzente setzen, zu deutlich war ihnen die Verunsicherung nach den zuletzt gezeigten Leistungen anzumerken. Berolina wirkte vor allem im defensiven Mittelfeldzentrum stabilisiert. Gegen die mit vielen langen Bällen im Spielaufbau operierenden Gäste aus Wartenberg stand die Stralauer Defensive kompakt und hatte mit Ballkrake Friedrich und Air Pütz die Lufthoheit inne.
Im Offensivspiel präsentierten sich die Stralauer hingegen häufig etwas unkonzentriert, kombinierten bis zum 16er der Gäste fallweise gut, verstanden es aber nicht, sich deutliche Tormöglichkeiten zu erspielen.
In einer chancenarmen ersten Hälfte entschärfte Keeper Reck mit einem bravourösen safe die beste WSV Möglichkeit.

Bero dominanter, aber zweimal in Rückstand
Nach dem Seitenwechsel verschob sich der Ballbesitzanteil zugunsten der Stralauer. Der WSV presste den Spielaufbau der Gastgeber nicht mehr so konsequent wie in Halbzeit 1 und da sich der Wartenberger Welsandt nun ausschließlich um den starken playmaker Niemann kümmerte – ohne ihn freilich wirklich in den Griff zu bekommen – ergaben sich für die Stralauer in der Mittelfeldzentrale größere Räume, die von den beiden 6ern Friedrich/Wallner und dem mit Fortdauer der Partie immer agiler werdende Beer besser bespielt werden konnten.
Trotzdem fingen sich die Gastgeber, wie so häufig in den vergangenen Wochen, den ersten Gegentreffer, als der lauffreudige Mill mit einer Bogenlampe von der Strafraumgrenze Keeper Reck überwinden konnte (56′).

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Mit etwas Glück zum 1:1 … © s.p.

Keine 5 Minuten später waren die Stralauer zurück im Spiel: Bischoff dreht einen Freistoß aus dem linken Halbfeld scharf zum Tor, Pütz und Friedrich kommen zwar nicht an den Ball, irritieren Gäste Keeper Räbel dabei allerdings entscheidend und die Kugel findet den Weg durch dessen Hosenträger in die Maschen (61′).
Der Jubel der Stralauer Fans und Ultras war kaum verstummt, als quasi im Gegenzug Schiedsrichter Konieczka nach einer zu ungestümen Beer-Attacke im Strafraum an einem durchbrechenden WSVer auf den Punkt zeigte. Malik verwandelt sicher zum 1:2 (62′).

Der Goalgetter ist zurück
In der Folge sahen sich die Wartenberger wütenden Stralauer Angriffen ausgesetzt: Einen scharf und zum Tor gedrehten Wohlfahrt-Corner kann Gäste Keeper Räbel – mit großer Wahrscheinlichkeit, aber von Schiedsrichter Konieczka ungesehen – nur hinter der Linie wegfausten, den abgewehrten Ball köpft Bischoff an den Pfosten, den Nachschuss setzt Friedrich aus der Drehung an die Querlatte.

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Mit Saisontreffer Nr. 15 zum Sieg … © s.p.

Als sich die ersten konditionellen Defizite der Gäste bemerkbar machten, setzte Headcoach Fineske alles auf eine Karte, beorderte Friedrich in die Spitze, ließ Kimpinsky (70′ für Ott) die energischen Vorstöße Beers absichern und brachte mit Turtschan (70′ für Bischoff) zusätzlich noch eine neue Offensivkraft für die linke Außenbahn.

Und die Stralauer belohnten sich für ihren aufopferungsvollen Kampf und unbändigen Siegeswillen selbst: Nachdem der unermüdliche Niemann nach tollem Solo im Wartenberger 16er unsanft von den Beinen geholt wird, verwandelt Wenzel den fälligen Penalty sicher (78′). Beer vergibt zwar kurz darauf noch die erstmalige Stralauer Führung aus kurzer Distanz mit der Pieke, doch nach perfekt temperierter Turtschan-Flanke ist es neuerlich der Goalgetter, der die Kugel per Kopf am reaktionslosen Keeper Räbel vorbei ins kurze Eck und zum ersten Heimsieg im Jahr 2013 wuchtet (87′).

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Oha … © s.p.

Fazit
Für Fußballästheten war dieses Spiel sicherlich kein Leckerbissen, aber in Anbetracht der aktuellen Situationen der beiden Mannschaften und mit Blick auf das Hinspiel war schon vor dieser Partie klar, dass sich die physisch präsentere und konditionell fittere Mannschaft durchsetzen würde.
Nach der blutleeren Vorstellung gegen Hilalspor präsentierten sich die Stralauer stark verbessert und konnten, zwar spielersich nicht immer ganz überzeugend, schlussendlich verdienter Maßen die drei ersten Heimpunkte in der Rückrunde in Empfang nehmen.

FSV Berolina Stralau – Wartenberger SV 3:2 (0:0) SR Konieczka, Laskerplatz
Reck – Pütz – Strömel, Beer  – Wohlfahrt [C], Friedrich (90′ Müller), Wallner, Bischoff (70′ Turtschan) – Niemann – Wenzel, Ott (70′ Kimpinsky)

Tore: 0:1 Mill (21′); 1:1 Bischoff (35′, Freistoß); 1:2 Malik (62′, FE); 2:2 Wenzel (78′, FE); 2:3 Wenzel (87′, Kopfball)

Nächste Spiele:
Bezirksliga, 27. Spieltag
BSC MarzahnFSV Berolina Stralau
Sonntag, 5. Mai, 14:00 Uhr
Schönagelstr. 70, 12685 Berlin

Bezirksliga, 28. Spieltag:
FSV Berolina StralauLichtenrader BC 25
Sonntag, 12. Mai, 14:00 Uhr
Laskersportplatz

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