Deftige Klatsche für Bero: 2:5 gegen Hilalspor

Persiusstraße, 28. April 2013 – Berolina Stralau wird auf eigenem Platz vom Tabellenletzten Berlin Hilalspor mit 2:5 (0:2) gedemütigt. Trotz des vorwöchigen, deutlichen Auswärtssiegs bei Wacker Lankwitz zeigen sich die Stralauer wenig stabil und hatten den Gästen aus Kreuzberg wenig entgegen zu setzen. Die kommende, englische Woche wird zeigen, in wie weit es die Stralauer mit dem Fußballvereinsschädling „Abstiegsgespenst“ zu tun bekommen werden.

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Am Lasker … © j.s.

Headcoach Finesek vertraute durchwegs auf seine starting 11 des vergangenen Spieltages – Wallner, nach seiner Rot-Sperre zurück, aber, ebenso wie der wiedergenesene Friedrich, nur auf der Bank, Pütz schien erst gar nicht im Kader auf, einzig Weber rückte für Kimpinsky in die Startaufstellung.

Gute 15 Minuten und dann das Chaos
Stralau begann gut und schien nahtlos an die letzten, torreichen Minuten aus der Begegnung in Lankwitz anzuknüpfen. Ott im Doppelpack und playmaker Niemann vergaben die frühe Führung der Gastgeber.
Ein hospital pass von Tyroke, der neuerlich als Libero agierte, auf Turtschan im Spielaufbau brachte nach gut 20 Minuten die Wende. Onac bedankte sich artig und schob abgeklärt zum 0:1 ein (21′).

IMG_3483Daraufhin nahmen sich die Gastgeber komplett selbst aus dem Spiel: Fahrigkeit im Passspiel, Zuordnungs- und Abstimmungsprobleme – mental seltsam eingeschüchterte Stralauer überließen den Kreuzbergern das Spielgeschehen. Die Gäste konnten fast nach Belieben schalten und walten und Duran erhöhte per Spitz (österr. ugs. für Pieke) zum 0:2 (35′).

Kaltgeduscht gleich nach der Pause
Als Özbek kurz nach Wiederbeginn in Halbzeit zwei einen Freistoß aus 18 Metern sensationell ins Kreuzeck (österr. ugs. für Dreiangel) zirkelte (47′), war wohl allen klar, dass die Stralauer dieses Spiel nicht mehr hoch gewinnen würden.

IMG_3525Nach einem Doppelwechsel – Wallner für Turtschan (50′) und Friedrich für den angenockten Beer (56′) – und einer damit verbundenen Systemumstellung fanden die Stralauer besser ins Spiel, agierten druckvoller und übernahmen die Spielkontrolle – Zählbares sprang vorerst allerdings nicht heraus.
Ganz im Gegenteil waren es vielmehr die Gäste, die nach einem schnellen Konter nach Stralauer Ecke, durch Kar auf 0:4 erhöhten (58′).

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Wenzel mit Saisontreffer 13 … © j.s.

Trotz der Aussichtslosigkeit, aber an der Ehre gepackt, bäumten sich die Heimischen Rot-Weißen gegen das Debakel auf. Friedrich mit einem half-volley nach Niemann Zuspiel (67′) und Wenzel per Kopf nach Wohlfahrt cross (81′) verkürzten auf 2:4, weitere gute Chancen blieben allerdings ungenützt.
In den Schlussminuten holte der eingewechselte Cetin (für Sanli, 62′) die Stralauer endgültig auf den Boden der Tatsachen an diesem sonntäglichen Fußballnachmittag und bereitete der Aufholjagt der Gastgeber mit seinem Treffer zum 2:5 ein jähes Ende (86′).

IMG_3516Fazit
Berolina zeigt sich nach wie vor äußerst unbeständig – guten Phasen in den vergangenen Spielen folgten deutlich zu häufig eklatant schwache Spielabschnitte. So auch Heute.
Durch individuelle technische und taktische Fehlleistungen und Aussetzer machen es sich die Stralauer zudem selbst unnötig schwer.

Nach der kommenden, englischen Woche mit den Spielen zu hause gegen den Wartenberger SV und beim BSC Marzahn wird sich zeigen, auf welche Tabellenhälfte sich der Stralauer Blick zukünftig richten wird.

FSV Berolina Stralau – Berlin Hilalspor 2:5 (0:2) SR Welzer, Laskerplatz
Reck – Tyroke – Strömel, Beer (56′ Friedrich) – Wohlfahrt [C], Weber, Turtschan (50′ Wallner), Bischoff – Niemann – Wenzel, Ott (81′ Kimpinsky)

Tore: 0:1 Onac (21′); 0:2 Duran (35′); 0:3 Özbek (47′); 0:4 Kar (58′); 1:4 Friedrich (67′); 2:4 Wenzel (81′), 2:5 Cetin (86′)

Nächste Spiele:
Verlegter Spieltag:
FSV Berolina Stralau – Wartenberger SV
Mittwoch, 1. Mai, 14:00 Uhr
Laskersportplatz

Bezirksliga 27. Spieltag
BSC Marzahn – FSV Berolina Stralau
Sonntag, 5. Mai, 14:00 Uhr
Schönagelstr. 70, 12685 Berlin

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