Serie gerissen. 0:1 (0:0) gegen Empor II.

Persiusstraße, 2. Dezember 2012 – Nach 9 ungeschlagenen Spielen in Folge mussten sich die Stralauer am Wochenende dem SV Empor Berlin II zu Hause mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Berolina verpasst damit den Sprung in die obere Tabellenhälfte und verbleibt vor dem spielfreien Pokalwochenende auf Platz 9 im gesicherten Mittelfeld.

Am sonntäglichen Nachmittag trafen die zuletzt etwas glücklich in die Rückrunde gestarteten Stralauer auf den SV Empor Berlin II. Im Hinspiel hatten die Heimischen, stark ersatzgeschwächt, an der Cantianstraße eine derbe 3:0 Schlappe einstecken müssen.

Turtschann empfielt sich mit einem 4er Pack inklusive lupenreinem Hattrick ...

Turtschann empfiehlt sich mit einem 4er-Pack inklusive lupenreinem Hattrick …

Im Vorspiel der Kreisklasse B, Berolina III gegen den 1. FC Lübars III, feierten die zuletzt aus unterschiedlichen Gründen nicht zum Einsatz gekommenen Strömel, Tutschann und Wallner ihr Frühjahrsdebüt bei Beros 3ter und führten die Mannschaft von Coach Rainer Leuschner zu einem souveränen 5:1 (2:0) Heimsieg gegen den Tabellennachbarn aus Lübars. Die Mannschaft um Kapitän Eik Walter bleibt damit auf Tuchfühlung mit der Spitzengruppe rund um Tabellenführer 1. FC Wacker Lankwitz III.

Im Hauptspiel am Lasker, der 17. Bezirkligarunde, vertraute Headcoach Fineske im Großen und Ganzen seiner vorwöchigen Startelf, brachte aber mit G. Müller für Topscorer Wenzel und Abwehrmann Tyroke für den Tur Abdin-Ausgleichsschützen Büter zwei Neue von Beginn an.

Stralau in gewohnter Formation und taktischer Ausrichtung, der SV Empor II mit einem  4-4-2/4-3-3 Verschnitt. Als rechter Außenverteidiger der Gäste agierte dabei Moritz Müller, der in der Winterpause vom Liga Konkurrenten verpflichtet wurde und bei seiner Rückkehr auf den Lasker eine unauffällige aber sehr solide Partie ablieferte.

Moritz Müller noch im Stralauer Jersey ...

Moritz Müller noch im Stralauer Jersey …

So unterschiedlich die Strategien und Aufstellungsformationen beider Teams auf den ersten Blick auch waren, so ähnlich war ihre grundsätzliche Herangehensweise: Sowohl Headcoach Fineske als auch Gästetrainer Richter setzten auf eine intelligente Pressingstrategie gepaart mit schnellen Gegenstößen.
Die Heimsichen formierten sich mit einem tiefen Mittelfeldpressing und agierten dabei in der gegnerischen Hälfte fast ausschließlich mit Ball und beschränkten sich bei ihrer Defensivarbeit auf die eigene Hälfte.
Der SV Empor III störte den Gegner deutlich früher und machte mit zum Teil aggressiven Forechecking einen geordneten Spielaufbau der Gastgeber unmöglich. Bero suchte daher häufig gar nicht erst das schnelle Kombinationsspiel, sondern setzte vermehrt auf lange Bälle, fand dabei aber nicht die sich durch das kompakte Verschieben des Emporblocks ergebenden Freiräume.

Beide Teams, als konterstärkste Mannschaften der Liga bekannt, gingen dabei nicht mehr Risiko als nötig und verteidigten stark – ein Halbzeit 0:0 der besseren Sorte war die Folge.

Nach der Pause übernahm Berolina zunächst die Initiative, ließ den Ball nun länger in den eigenen Reihen zirkulieren und war, auch durch die Einwechslung von Topscorer Wenzel (55′ für G. Müller), deutlich gefährlicher im Abschluss. Dennoch blieb das Bero-Umschaltspiel in die Spitze teilweise unstrukturiert, zu langsam und nicht kollektiv genug, um wirklich Gefahr zu erzeugen. Empor eroberte viele Bälle mit Gegen- oder Rückwärtspressing oder konnte noch im letzten Moment die finale Aktion der Heimischen durch eine Grätsche oder einen Block unterbrechen. Bei den eigenen Gegenstößen blieben die Gäste in der Quantität hinter den Stralauern zurück – trotzdem aber brandgefährlich.

Und erwiesen sich schlussendlich abgebrühter als die heimischen Rot-Weißen: Während die Stralauer ihren Matchball kurz vor Spielschluss vergaben – ‚Air‘ Pütz-Kopfball nach Weber-Freitoßflanke, schlossen die Gäste in Minute 90 durch den zuvor eingewechselten Hädicke (63′ für Akis) einen Konter aus spitzem Winkel trocken zum 0:1 ab.

Fazit

Berolina und Empor II lieferten über 90 Minuten eine beeindruckende Defensivleistung, vernachlässigten jedoch die Offensive. Obwohl manche Fans und Ultras sicher mehr Tore und Torchancen, vor allem auf der richtigen, der Stralauer Seite, hätten sehen wollen, war es ein Spiel auf durchaus ansprechendem Niveau.

Die Stralauer, trotz des späten Gegentreffers defensiv sehr stabil, zeigten dabei aber deutlichen Aufholbedarf in punkto Pressingresistenz. Zuviele leichtfertige Ballverluste und unnötige Fehlpässe verunmöglichten einen geordneten Spielaufbau gegen das starke Pressing der Pankower. Neben guten Torwartleistungen auf beiden Seiten, zeichnete die mittelmäßige Chacenauswertung der Gastgeber dafür verantwortlich, dass die Stralauer Serie von 9 Spielen in Folge ohne Niederlage ein Ende fand.

Berolina spielte mit:
P. A. Reck – J. Pütz – M. Tyroke, C. Beer – A. Wohlfahrt [C], M. Weber, R. Kimpinsky, T. Bischoff (86′,  E. Schindler) – G. Niemann (58′ M. Turtschann) – G. Müller (55′ St. Wenzel), O. Friedrich

Tore:
0:1 Marc Hädicke (90′)

Nächster Spieltag:
Sonntag, 24. Februar 2013, 14:00 Uhr
FSV Berolina-Stralau – SC Westend 01
Laskersportplatz, Persiusstraße 7B, 10245 Berlin

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