Serie hält: Lichtenrader BC – Berolina Stralau 2:2 (1:2)

Sportanlage Halker Zeile, 19. November 2012 – Der FSV Berolina Stralau ringt dem Lichtenrader BC in einem hart umkämpften Spiel ein 2:2 (1:2) ab. Damit bleiben die Stralauer auch im 6ten Spiel in Folge ungeschlagen und verbessern sich auf den 9ten Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende gastieren die Stralauer auswärts beim Tabellen 3ten Berliner SV im Stadion Wilmersdorf.

Hard Core Fans auf Road-Tour in Lichtenrade … © m.w.

Im Vergleich zum vorwöchigen 2:1 Heimsieg gegen den BSC aus Marzahn sah sich Headcoach Fineske gezwungen seine Startformation auf 3 Positionen zu ändern: Kimpinsky ersetzte den berufsbedingt abwesenden Tyroke als Innenverteidiger, Turtschann rückte für den erkrankten Wallner ins Team und Burmeister beackerte für den Marathon geschwächten Bischof die rechte Außenbahn.

Diese Umstellungen machten sich zu Spielbeginn schließlich auch bemerkbar. Anfängliche Zuordnungsprobleme und Ungenauigkeiten im Aufbau- bzw. Umkehrspiel hatten einfache Ballverluste zur Folge. Die Lichtenrader, mit einer Art Viererkette agierend, kamen so besser ins Spiel und setzten die Stralauer mit kompromisslosem Zweikampfverhalten und zum Teil aggressivem Offensivpressing mächtig unter Druck.

Turtschann, als 6er die Mittelfeldzentrale bearbeitend … © m.w.

Nach einer Flanke aus dem rechten LBC Halbfeld klärt die Stralauer Abwehr nur kurz und  Hamo kann aus 7 Metern volley zur 1:0 Führung abstauben (6′).

Stralau stabilisierte sich in der Folge dank besserer Organisation und verbessertem Zweikampfverhalten, überließ aber den Gastgebern die Spielgestaltung und lauerte auf Konter. Eine Burmeister-Ecke brachte die Rot-Weißen zurück ins Spiel: Die LBC Hintermannschaft klärt vor die Füße des am 16er lauernden Niemann. Dessen abgeblockter Schuß gelangt über Umwege zu Kapitän Wohlfahrt, der sich diese Chance nicht nehmen lässt und zum 1:1 einschiebt (23′).

Und die Stralauer legten nach: Topscorer Wenzel sichert einen Kimpinsky-Befreiungsschlag am Mittelkreis und schickt Wohlfahrt durch die Nahtstelle der aufgerückten LBC-Vierekette über links in die Tiefe. Der Kapitän lässt sich auch diese Möglichkeit nicht entgehen, schiebt die Kugel am herausstürzenden Mildt vorbei und doppelpackt die Stralauer, entgegen dem Spielverlauf, zur 1:2 Führung (30′).

Ultras, auch beim Gastgeber … © m.w.

Mehr vom Spiel hatten in der Folge freilich die Gastgeber, die vor der Pause noch zu zwei guten Chancen kamen. Ein Kopfball strich nur knapp am Pfosten vorbei (42′), einen Schuss aus dem Rückraum nach einem Corner entschärfte Keeper Reck (43′).
Zudem verwehrte der gute Schiedsrichter Pilgrim, der sich auch von der ein oder anderen Schwalbe der Lichtenrader im Strafraum der Rot-Weißen nicht hinters Licht führen ließ, einem Kopfballtreffer des LBC zurecht die Anerkennung (34′).

Nach der Pause erhöhte der LBC die Schlagzahl, drängte die Stralauer zum Teil tief in die eigene Hälfte und hätte kurz nach Wiederanpfiff beinahe ausgeglichen (Schuss am langen Eck vorbei, 46′).
Die Heimischen beschränkten sich darauf dem Druck standzuhalten, blieben mit schnellem Umkehrspiel brandgefährlich, verpassten es aber für die Vorentscheidung zu sorgen. Wohlfahrt scheiterte mit einem Heber an Keeper Mildt (55′), Turtschann mit einem Weitschuss an mangelnder Präzision (59′) und Wenzel mit einem Freistoß aus gut 20 Metern nur hauchdünn (66′).

Der Stralauer Defensivverbund, in den letzten 20 Minuten schwer unter Druck … © m.w.

Der LBC kombinierte sich zumeist über die Flügel ins Angriffsdrittel und bediente seine Stürmer mit Flanken über die Außen. Eine solche aus dem rechten Halbfeld verwertet schließlich erneut Hamo per Kopf gegen die Laufrichtung von Keeper Reck (67′).
In der Folge schafften es die Stralauer kaum noch sich kontrolliert zu befreien und der LBC vergab in der Schlussphase der Partie den möglichen Sieg. Reck und Kimpinsky klärten gemeinsam zunächst in höchster Not (71′), ehe Hamo einen Kopfball nach Freistoßflanke nur knapp über das Gehäuse der Rot-Weißen köpft (79′).
Die letzte Chance des Spiel fanden gleichwohl die Stralauer vor: Ein ‚Air‘ Pütz-Kopfball – nach Strömel-Corner – verfehlte nur knapp sein Ziel (88′).

Strömel verstärkt den Stralauer Defensivverbund … © w.m.

Fazit

Mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung sichern sich die Stralauer verdientermaßen einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf und bleiben auch im 6ten Spiel in Folge unbezwingbar.
Der LBC verpasst damit den Anschluss an die Top 3 der Liga und hofft auf einen Punkteverlust des BSV 1892 am kommenden Wochenende.

Im Stadion Wilmersdorf treffen die 3. platzierten Schmargendorfer bekanntlich am 14. Spieltag der Bezirkligasaison auf die starken Stralauer.

Komm hin und sei dabei, denn: Wir sind Stralau!

 

 

Die Stralauer Bank … trotz eisiger Kälte gut gelaunt … © w.m.

Der FSV Berolina Stralau spielte mit:
P. A. Reck – J. Pütz – R. Kimpinsky, C. Beer – A. Wohlfahrt [C] (90′, T. Bischof), M. Turtschann , M. Weber, M. Burmeister (75′, T. Strömel) – G. Niemann – St. Wenzel (78′, G. Müller), O. Friedrich

Nächstes Spiel:
Bezirksliga 14. Spieltag
Berliner SV 1892 – FSV Berolina Stralau
Sonntag, 25. November, 14:00 Uhr
Stadion Wilmersdorf, Fritz-Wildung-Straße 9, 14199 Berlin

 

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