Niemann führt Bero zu Schützenfest gegen Hilalspor

Waldeckpark, 4. November 2012 – Der FSV Berolina Stralau deklassiert den Tabellennachzügler Berlin Hilalspor auf gegenerischem Platz mit 0:7 (0:2). Die Stralauer zeigen sich bei ihrem Gastspiel in Kreuzberg äußerst konzentriert und zielstrebig und schießen sich den Frust der letzten Wochen von der Seele. Die Heimischen rücken damit auf Platz 11 vor und sehen dem nächsten Heimspiel gegen den Tabellen 4ten BSC Marzahn optimistisch entgegen.

Nach zuletzt 3 Remis in Folge, bei denen die Stralauer konstruktiven und offensiv ausgelegten Fußball anboten, allzu häufig jedoch die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen ließen, trafen die Heimischen im (groß)bezirksinternen Duell am vergangenen Sonntag im Waldeckpark zu Kreuzberg auf Berlin Hilalspor.
Auf altbekanntem Geläuf – gleicher, weil regnerisch, seifiger Kunstrasenbelag wie vormals am Lasker – bedurften die Heimischen keiner Anlaufzeit. Noch ehe Topscorer Wenzel – nach einem Friedrich-Schuss – zum 0:1 abstauben konnte (12′), hatte sein Sturmpartner bereits Hilalspor-Keeper Aras mit einem Flachschuss geprüft (5′).

Mit der frühen Führung im Rücken bauten die Stralauer in der Folge ihr Spiel geduldig auf, auch weil der Tabellenletzte sich anfangs in die eigene Hälfte zurückzog und erst ab der Mittellinie gegen den Ball zu arbeiten begann. Angetrieben vom bestens gelaunten Niemann überbrückten die Rot-Weißen die Mittelfeldzone phasenweise mit one-touch Fußball und erspielten sich mehrere dicke Gelegenheiten – vorerst noch aufgrund subotimal eingestellten Visiers oder am starken Hilalspor-Keeper Aras scheiternd: Friedrich-Schuss (gehalten), Bischof-Volley (drüber), ‚Air‘ Pütz-Kopfball (drüber) oder Wallner-Kopfball (knapp am rechten Pfosten vorbei).

Von den Gastgebern, zuletzt 2:2 gegen die Fortunen aus Pankow, kam vor Seitenwechsel rein gar nichts. Einer Halbchance – Pütz klärt einen abgefälschten Hilalspor-Schuss, den Keeper Reck an die Querlatte lenkt, sensationell – standen noch weitere gute Gelegenheiten der Stralauer gegenüber, die zur Pause deutlich höher als 0:2 hätten führen müssen. Die wohl am schönsten heruntergespielte Chance nützten die Rot-Weißen noch kurz vor der Pause: Eine Ribery’eske Außenrist Hereingabe spielte Niemann derart perfekt, dass Kapitän Wohlfahrt nur noch das Pratzerl (österr., sehr ugs. für Fuß) hinhalten musste (40′).

Für das endgültigen Scheitern der Gäste war kurz nach der Pause erneut der groß aufspielende Niemann verantwortlich: Nach einer zu kurzen Abwehr der Hilalspor-Hintermannschaft knallt er das Leder mit einem Weitschuss-Hammer aus gut 18 Metern unhaltbar, per Innenpfosten, ins Gehäuse der Gastgeber (48′). Noch ehe sich die gastgebenden Kreuzberger sortiert hatten, legte Turtschann – nach einer Einwurfvariante und Friedrich-Kopfballverlägerung – zum 0:4 nach (50′).

Damit war Hilalspor, das zwar ansehnlich kombinierte, außer 2 Aluminiumtreffern offensiv aber wenig zustande brachte, gebrochen. Die Stralauer spielten den Stiefel in der Folge konzentriert zu Ende und kamen durch einen wunderbaren Wenzel-Heber, nach Wallner-Vorarbeit, aus spitzem Winkel (61′) und einem Friedrich-Treffer, den Gäste-Keeper nach einem Solo umkurvend (81′), zu 2 weiteren Torerfolgen.
Kurz vor Schluss schraubte sich schließlich noch das zuvor eingewechslte  Kopfballungeheuer G. Müller (80′, für Wenzel) nach einer von Kapitän Wohlfahrt getretenen Eckballvariante am Höchsten und nickte per Kopf mit seinem ersten Saisontor zum 0:7 Endstand ein (90′).

‚Das war heute ein sehr wichtiger und auch in der Höhe absolut verdienter Sieg für uns‘ war Headcoach Fineske mit seiner Mannschaft nach dem ersten Auswärtssieg der Saison äußerst zufrieden. ‚Heute hat meine Mannschaft gezeigt, was sie zu leisten vermag. Genauso müssen wir aber auch weiterarbeiten, denn in den nächsten Wochen erwarten uns äußerst schwere Spiele (mit BSV 1892, dem BSV Marzahn und LBC die Tabellen 3. bis 5.; Anm.d.Red.).‘

Der herbstliche Lasker … malerisch, fast pittoresk … © j.s.

Am kommenden Wochenende gastiert der Tabellen 4te, der BSC Marzahn, am Lasker. Die Marzahner, die bislang eine hervorragende Saison spielen und Auswärts bislang erst eine Niederlage beim souveränen Tabellenführer SC Staaken II in Runde 6 hinnehmen mussten, kamen am vergangenen Wochenende zu Hause nicht über ein, nicht ganz dem Spielverlauf entsprechenden, 0:2 gegen den 1. FC Wacker 21 Lankwitz hinaus.
‚Das wird ganz sicher eine knappe Geschichte. Wir werden auf jeden Fall alles Geben und den Marzahnern mit unseren Fans und Ultras als 12tem Mann im Rücken einen heißen Tanz liefern.‘
verkündete Kapitän Wohlfahrt die Marschroute für das nächste Heimspiel.

Deshalb komm und sei dabei, denn: Wir sind Stralau!

 

Der FSV Berolina Stralau spielte mit:
P. A. Reck – J. Pütz – M. Tyroke, C. Beer –A. Wohlfahrt [C], M. Wallner (83′, M. Müller), M. Turtschann, T. Bischof (55′, M. Weber) – G. Niemann – St. Wenzel (80′, G. Müller), O. Friedrich

Es fehlten:
S. Ben Ammar (Urlaub)


Nächstes Spiel:

Bezirksliga 12. Spieltag
FSV Berolina StralauBSC Marzahn
Sonntag, 11. November 2012, 14:00 Uhr
Laskersportplatz, Persiusstraße 7, 10245 Berlin

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