FSV Fortuna Pankow – FSV Berolina Stralau 2:2 (2:1)

Forchheimer Straße, 21. Oktober 2012 – Der FSV Berolina Stralau beendet seinen Auswärtsfluch und holt den 1. Punkt auf fremden Platz. Bei den Fortunen aus Pankow drehen die Stralauer einen frühen 2:0 Rückstand und verpassen trotz bester Möglichkeiten und spielerischer Dominanz den Sieg. Nach dem 2:2 (2:1) beim FSV Fortuna Pankow rutschen die Heimischen vorübergehend wieder in die Abstiegsränge. Am kommenden Wochenende gastiert der Tabellen 10., der 1. FC Wacker 21 Lankwitz, auf dem Lasker.

Nach zuletzt 5 Auswärtsniederlagen (inkl. Pokal) in Serie trafen die Stralauer am vergangenen Wochenende im Kissingenstadion zu Pankow auf den FSV Fortuna. Gegen den Auswärtsfluch und forsch auftretende Gastgeber, aber mit den neuen, in den Veriensfarben rot-weiß-rot längs gestreiften, Trikots agierten die Stralauer zu Spielbeginn äußerst fahrlässig.
Ein über den linken Stralauer Flügel vorgetragener Fortunen-Angriff wird wenig konsequent verteidigt und Mosni verwertet die scharfe Flanke im Fünfer unbedrängt zur frühen Führung der Gastgeber (9′).
In der Folge stellten sich die Stralauer besser auf das häufig ungestüme Pressing der Fortunen ein, ließen Ball und Gegner laufen und brachten das Spiel allmählich unter ihre Kontrolle. Eine der wenigen Unkonzentriertheiten im Aufbauspiel der Heimischen nützten die Gastgeber jedoch sofort: Weber, ballabholend, bleibt in der vom Pankower Greenkeeper arg vernachlässigten Wiese hängen, und Zekina, schnell schaltend, lässt Libero Pütz aussteigen, Keeper Reck keine Chance und erhöht auf 2:0 (28′).

Wenig irritiert vom Rückstand meldeten sich die Stralauer postwendend zurück: Kapitän Wohlfahrt nützt ein ähnliches Malheur im Pankower Defensivverbund und bedient Friedrich, der sich seines Gegenspielers mit einer einfachen aber effektiven Körpertäuschung entledigt und die Kugel aus gut 16 Metern per Innenpfosten zum 2:1 Anschlusstreffer ins Gehäuse der Gastgeber hämmert (36′).
Damit zogen die Heimischen endgültig die Spielkontrolle an sich, blieben aber im Abschluss aufgrund mangelnder Präzision vorerst zu ungefährlich (Friedrich-Brechstange nach indirektem Freistoß im Fortuna 16er, sowie Tyroke-Weitschuss).

Auch nach der Pause bestimmte Berolina das Spielgeschehen, hielt den Ball unter Kontrolle und wartete geduldig auf seine Ausgleichschance. Von den vom Stralauer Defensivverbund gut umsorgten Gastgebern war offensiv nur mehr wenig zusehen, zudem machten sich früh erste konditionelle Defizite bemerkbar.
Trotz hochkarätiger Möglichkeiten – Beer, der nach wunderbar vorgetragenem Angriff über die linke Außenbahn den Turtschann Stangerlpass verstolpert, sowie Wohlfahrt, der nach Friedrich Querpass einschussbereit im letzten Moment gestört wird – dauert es bis zur 69. Spielminute ehe die Stralauer, längst verdient, ausgleichen können: Kapitän Wohlfahrt, zum 2ten mal assistierend, schickt Niemann in die Nahtstelle der Pankower Abwehr und dieser verwertet mit seinem 2ten Saisontor souverän aus spitzem Winkel gegen den herausstürtzenden Lätsch zum 2:2 (69′).

In der Folge drängten die Stralauer – mit den Einwechslungen des krankheitsbedingt geschwächten Topscorers Wenzel (68′), des vorwöchigen Torschützen M. Müller (75′) und der Lokomotive Burmeister (85′) – vehement auf den Siegtreffer. Doch die Gastgeber aus Pankow überstanden die Schlussphase der Partie, nach dem Platzverweis von Keeper Lätsch wegen Torraubs durch Handspiel außerhalb des Strafraums (82′) in Unterzahl, wenn auch etwas glücklich (2 knappe Wenzel Freistöße), ohne einen weiteren Gegentreffer hinnehmen zu müssen.

Trotz des ersten Punktegewinns auf fremden Platz in der laufenden Saison hielt sich die Freude bei den Stralauern nach dem Schlusspfiff in Grenzen. Zwar wurde der Auswärtsfluch an 5 Niederlagen en suite endlich besiegt, doch aufgrund der spielerischen Dominanz und in Anbetracht der ungenützten, qualitativ hochwertigen Chancen und harmloser Gastgeber, vor allem in Halbzeit 2, waren 3 Punkte zum Greifen nahe.
Damit rutschen die Stralauer trotz dieser guten Leistung vorerst auf den 14. Tabellenrang ab und finden sich vor dem Duell mit dem zuletzt arg gebeutelten 1. FC Wacker 21 Lankwitz neuerlich in der Abstiegszone wieder.

 

Der FSV Berolina Stralau spielte mit:
P. A. Reck – J. Pütz – M. Tyroke, C. Beer – M. Turtschan, M. Wallner (85′, M. Burmeister), M. Weber (75′, M. Müller), T. Bischof (68′, St. Wenzel)– G. Niemann – A. Wohlfahrt [C], O. Friedrich

Es fehlten:
K. Büter (rekonvaleszent), T. Strömel (berufsbedingt) sowie S. Ben Ammar (Urlaub)

 

Nächstes Spiel:
Bezirksliga 10. Spieltag
FSV Berolina Stralau1. FC Wacker 21 Lankwitz
Sonntag, 28. Oktober 2012, 14:00 Uhr
Laskersportplatz, Persiusstraße 7, 10245 Berlin

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