FSV Berolina Stralau – 1. FC Schöneberg 2:2 (2:1)

Persiustraße, 9. Oktober 2012 – Der FSV Berolina Stralau erkämpft in einem abwechslungsreichen Match mit vielen Torchancen ein 2:2 (2:1) gegen den 1. FC Schöneberg. Die gefährlicheren Stralauer verbleiben damit weiter im unteren Tabellendrittel. Am kommenden Spieltag – nach dem Pokal Wochenende – treffen die auswärts noch punktelosen Rot-Weißen auf den FSV Fortuna Pankow.

Auch im 8ten Spiel in Folge sah sich Headcoach Fineske genötigt, seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche – dem 0:2 beim Wartenberger SV – personell umzubauen. Die urlaubs- bzw. verletzungsbedingte Abwesenheit der Stralauer Offensivabteilung (Friedrich, Wenzel, Niemann) kompensierte das Müller-Duo sowie der wiedergenesene Tyroke. Im Abwehrzentrum erhielt Pütz den Vorzug vor Buchberger.

Und die Heimischen erwischten einen optimalen Start in die Partie: Einen scharf aus dem Halbfeld getretenen Wallner-Freistoß versenkt ‚Air‘ Pütz lehrbuchmäßig per Kopf zur frühen Führung der Gastgeber (6′).

Stralau, nicht nur bei eigenen Standards gefährlich … © mike w.

‚Ösi und ich haben uns vor dem Spiel in der Kabine noch darüber unterhalten, dass es mal wieder Zeit für einen Kopfballtreffer wird. Das das natürlich auf an Hieb so klappt, war schon Klasse.‘ so das Stralauer Kopfballungeheuer.

Doch die Freude wehrte nur kurz, denn keine 2 Minuten später schlug ‚Air‘ Pütz erneut per Kopf zu: Einen langen Koska-Einwurf in den Fünfer verlängert der Stralauer Libero schwer bedrängt ins eigene Tor (8′). ‚Naja, das 2te Ding war wirklich unglücklich. Da gab’s Abstimmungsprobleme mit Paule.‘

In der Folge entwickelte sich ein abwechslungsreiches Match mit Torchancen Hüben wie Drüben, auch weil die Stralauer es nicht gänzlich schafften das Zentrum unter Kontrolle zu bringen. Der Schöneberger Spielmacher Mucuk entzog sich immer wieder der Stralauer Doppel 6 Wallner-Weber in dem er sich tief in die eigen Hälfte fallen ließ. Auch im Mittelfeld-Luftraum zogen die Stralauer durch das Fehlen von ‚Ballkrake‘ Friedrich den Kürzeren. Das Schöneberger-Flügelspiel unterbanden Turtschann, seinen Gegenspieler hochstehend mit Defensivaufgaben bindend, und Strömel, etwas tiefer und abwartender.
Offensiv gefährlich blieben die Stralauer bei Standards und bei schnell vorgetragenen Angriffen über die Außen, vornehmlich über die rechte Turtschann-Seite. Zudem musste sich der Gäste-Goalie Stenzel bei Schüssen von Wohlfahrt, M. Müller und Turtschann auszeichnen.

‚Ösi‘ Wallner, mit Ball und 2 Assists … für Kasachstan wohl zu spät … © mike w.

Kurz vor dem Pausentee schlugen die Stralauer dann das 2te Mal zu: Wallner nützt den freien Raum vor dem häufig tief stehenden Rechtsaußen Strömel und wird von Kapitän Wohlfahrt steil geschickt. Seinen scharfen Stangerlpass lässt G. Müller am 1. Pfosten durch und der nachrückende ‚Mo‘ Müller verwertet gekonnt gegen die Laufrichtung von Keeper Stenzel zur neuerlichen Führung (44′).

Mit Avci (46′, für Priltz) brachten die Gäste nach dem Seitenwechsel einen schnellen Außenspieler für ihre rechte Angriffsseite, am Spielgeschehen änderte sich vorerst allerdings wenig. Weiterhin hohes Tempo, Schöneberg dabei mit mehr Ballbesitz und größeren Spielanteilen, Stralau jedoch mit den qualitativ hochwertigeren Chancen.
Erst ein umstrittener Elfmeter-Pfiff durch Schiedsrichterin Barthels verlieh dem Spiel eine neue Dynamik: Subotic-Like wird Libero Pütz im Strafraum aus kurzer Distanz angeschossen. Von den Protesten der Stralauer unbeirrt, verwandelt der Schöneberger Kapitän Kucuk den folgenden Strafstoß souverän zum 2:2 (57′).

Mit dem einen Punkt wollten sich beide Mannschaften in der Folge nicht zufrieden geben. Mit hochgeklappten Visier lieferten sich beide Teams mit Fortdauer der Partie einen offenen Schlagabtausch. In der Schlussphase feierte Ben Ammar (65′, für G. Müller), der sich letzte Woche bei seinem ersten Einsatz im Stralauer-Dress für das B-Team in die Torschützenliste eintragen konnte, ein gelungenes, wenn auch trefferloses, Debüt. Denn weitere Tore sollten trotz bester Chancen, vor allem auf Seiten der Heimischen (Schüsse durch Weber, Wallner, Wohlfahrt sowie ein Stangerlpass-Miss von Wohlfahrt), keine mehr fallen. Zudem hatten die Stralauer Pech, dass Schiedsrichterin Barthels einen elfmeterwürdigen Check gegen Turtschann im Strafraum der Gäste übersah.

 

Der Lasker … ein Besuch lohnt sich immer … © mike w.

Alles in allem trennten sich beide Mannschaften schließlich mit einem mehr oder weniger gerechten 2:2 Unentschieden. Die heimischen Rot-Weißen boten dabei eine kämpferisch überzeugende Leistung und präsentierten sich im Zweikampfverhalten um einiges aggressiver als bei der Auswärtsniederlage beim Wartenberger SV am vergangenen Wochenende. Fehlende Übersicht und inkonsequentes Ausspielen von Kontersituationen, vor allem in Halbzeit 2, und eine mangelhafte Chancenverwertung verhinderten gegen den 1. FC Schöneberg mehr als nur den einen Punktegewinn.

Nach der – für die Stralauer spielfreien – 3. Pokalrunde am kommenden Wochenende treffen die Heimischen auswärts auf den FSV Fortuna Pankow. Dabei gilt es nicht nur die 0:2 Niederlage aus der Vorsaison wett zumachen (Heim 4:1), sondern auch endlich auf fremden Platz die ersten Punkte zu holen.

 

Der FSV Berolina Stralau spielte mit:
P. Böhm – J. Pütz – M. Tyroke, C. Beer – T. Strömel, M. Wallner, M. Weber , M. Turtschann – M. Müller (57′, T. Bischof) – A. Wohlfahrt [C], G. Müller (65′, S. Ben Ammar)

Es fehlten:
R. Kimpinsky, G. Niemann (beide verletzt), sowie K. Büter, O. Friedrich, St. Wenzel, E. Schindler (alle Urlaub)

 

Nächstes Spiel:
Bezirksliga 9. Spieltag
FSV Fortuna Pankow – FSV Berolina Stralau
Sonntag, 21. Oktober 2012, 14:15 Uhr
Kissingen Stadion, Forchheimerstraße 22, 13189 Berlin

 

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