Bero rutscht nach Auswärtsniederlage auf Abstiegsrang

Jungfernheideweg, 16. September 2012 – Der FSV Berolina Stralau präsentiert sich im Kellerduell beim SC Westend 01 eine halbe Stunde lang hervorragend. Aufgrund eklatanter individueller Fehler verspielen die Stralauer 3 dringend benötigte Punkte, müssen eine 4:1 (1:1) Auswärtsniederlage einstecken und finden sich erstmalig in dieser Spielzeit auf einem Abstiegsrang wieder.

In der 3ten Saison in Folge kreuzten sich am vergangenen Wochenende die Wege des SC Westend 01 und des FSV Berolina Stralau auf der Sportanlage Jungfernheide. In der Kreisliga A Saison 10/11 mussten die Stralauer eine bitter 4:3 Niederlage einstecken und auch letzte Saison gab es für die Heimischen beim 2:0 Nichts zu holen. Auch an diesem Sonntag sollten die Rot-Weißen ohne Punkte im Gepäck die beschwerliche Heimreise nach Friedrichshain antreten.

Stralau, mit guten Angriffspressing zu Spielbeginn … © m.w

Die Stralauer, bei denen unter der Woche in einer mannschaftsinternen Krisensitzung Klartext gesprochen wurde, begannen im gewohnten 3-5-2 und starteten gut ins Spiel. Aus einer kompakten Defensive heraus wurde nach Ballgewinn schnell und vertikal in die Spitze gespielt. Durch diagonale Spielverlagerung erzeugten die Heimischen zudem die nötige Variabilität im Spielaufbau. Westend, um Spielkontrolle bemüht, tat sich schwer mit der gut gestaffelten Stralauer Defensivordnung und blieb die ersten 30 Minuten ungefährlich.
Die Stralauer ließen eine Vielzahl guter Chancen – Niemann-Schuss (10′), Beer-Lattenflanke (13′), Wohlfahrt-Stangenkopfball (15′), Wenzel-Freistoß (16′) – ungenutzt, ehe Kapitän Wohlfahrt nach einer Pütz-Flanke volley zum 1:0 einschieben konnte (26′).

Karakaya, verwandelt sicher zum 1:1 … © m.w

Entgegen dem Spielverlauf kamen die Westender zurück ins Spiel. Nach einem Wohlfahrt-Rempler im Strafraum zeigte Schiedsrichter Engelskirchen, der sich durch eine äußerst lasche laissez-faire Spielführung auszeichnen konnte, auf den Punkt. Der Toptorjäger der Gastgeber, Karakaya, zeigte keine Nerven, verlud Keeper-Reck und verwandelte sicher zum 1:1 (33′).

In der Folge zeigten sich die Stralauer verunsichert und vermochten es nicht die taktische Disziplin aufrecht zu erhalten. Der Abstand zwischen Mittelfeld und Angriff wurde zu groß, der Kampf um die 2ten Bälle zumeist verloren und so kamen die Gastgeber noch vor der Pause zu guten Möglichkeiten, die beste vergab Karakaya (44′).

Karakaya, nicht zu halten: 2 Tore und 1 Vorlage … © m.w

Auch nach der Pause bekamen die Stralauer ihre Unsicherheit nicht in den Griff: Nach einem langen Johannesson-Abschlag irritieren sich die Abwehrkollegen Tyroke und Buchberger gegenseitig, und der Nutznießer Karakaya lässt dem Stralauer Schlussmann Reck keine Chance und stellt auf 2:1 (50′).
Nur 5 Minuten später legten die Westender das 3:1 nach: Nach einer Ecke laufen die Stralauer in einen Konter und Brinkmann vollendet wuchtig (55′).
Damit war die Partie entschieden, denn den Stralauern erholten sich nicht mehr von diesem Doppelschlag früh in der 2ten Halbzeit. Die Gastgeber legten stattdessen noch einen Treffer nach: Nach einer Freistoß-Flanke aus dem Halbfeld verlängert Pütz unglücklich mit dem Hinterkopf, Karakaya stangerlpasst die Kugel in den Strafraum und Hasse schiebt unbedrängt und folglich mühelos zum 4:1 ein (71′).

Westend zog sich nun – die Zeit von der Uhr spielend – zurück und die Stralauer taten sich schwer gegen die nun kompakt verteidigenden Gastgeber.
Zu mehr als einem weiteren Lattenknaller durch einen Weber-Weitschuss (84′) reichte es für die Heimischen, die nach einer gelb-roten Karte (82′) für den eingewechselten Yilmaz (45′, für Zardin) die Schlussphase in Überzahl bestritten, nicht mehr.

Aluminium, Stralau mit guter Trefferquote: 5x in 2 Spielen … © m.w

 

Nach guten ersten 30 Minuten, in denen einzig die Chancenverwertung zu bemängeln war, verloren die Stralauer nach dem Ausgleichstreffer völlig verunsichert das Konzept, verfielen auch nach der Pause in alte Muster und produzierten durch eklatante Eigenfehler die 3te Auswärtsniederlage beim SC Westend 01.
In Anbetracht der 3 Aluminiumtreffer fiel das Ergebnis wohl zu hoch aus, dennoch geht der Sieg der Westender, die im Gegensatz zu den Stralauern über weite Strecken sehr abgeklärt agierten, in Ordnung.

Wo sind die Punkte? … © m.w


‚Ich denke nach 5 Niederlagen in 6 Pflichtspielen haben die Jungs den Ernst der Lage erkannt. Wir stecken mitten im Abstiegskampf.‘
verlautbarte Headcoach-Fineske nach der Partie. ‚Wir spielen ja keine schlechten Ball, aber wir müssen schnellstmöglich unsere hohe Fehlerquote in den Griff kriegen, wir schießen uns die Tore ja quasi selbst. Jetzt heißt es fighten, das muss jedem hier klar sein.‘

 

 

Der FSV Berolina Stralau spielte mit:
P. A. Reck – St. Buchberger (T. Strömel, 65′) – M. Tyroke, J. Pütz – A. Wohlfahrt [C] , M. Weber, M. Turtschann (M. Müller, 65′), C. Beer – G. Niemann – O. Friedrich, St. Wenzel

Es fehlten:
R. Kimpinsky (verletzt), M. Wallner (rekonvaleszent), M. Burmeister (Probetraining LA Galaxy)

Nächstes Spiel:
Bezirksliga, 6. Spieltag
FSV Berolina Stralau – TSV Helgoland
Sonntag, 23.09.2012 14:00 Uhr
Laskersportplatz, Persiusstaße 7 B, 10245 Berlin

Abstiegskampf live. Die Stralauer brauchen lautstarke Unterstützung.
Komm und sei dabei, denn: Wir sind Stralau!


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