Stralauer holen ersten Saisonsieg in der Heimpremiere auf dem neuen Kunstrasenbelag

Persiustraße, 19. August 2012 – In einer Hitze-Schlacht auf der Lasker-Sportanlage ringt der FSV Berolina Stralau die Gäste aus Wannsee mit 4:1 (0:1) nieder. Die Stralauer beweisen bei Höchsttemperaturen um die 35 Grad den längeren Atem und drehen in der Schlussviertelstunde die Partie. Der neue Kunstrasenbelag wird damit standesgemäß mit einem Sieg eingeweiht.

Achim und Xenia waren am vergangenen Sonntag die wohl größten Konkurrenten aller Berliner Fußballspieler. Das Hoch ‚Achim‘, im Zusammenspiel mit dem Tief ‚Xenia‘, das heiße Wüsten-Luft aus Nordafrika ansaugt, war rechtzeitig in Stralau angelangt, um am Sonntagnachmittag das Bezirksligaspiel der 2ten Runde zwischen dem FSV Berolina Stralau und der FV Wannsee zu beeinflussen, ja zu stören. Der neue Kunstrasen auf der Lasker-Sportanlage glich einem Brutkasten, als Schiedsrichter Knopf die Partie anpfiff.

Für den verletzten Kimpinsky rückte Turtschan in die Stratelf und auf die Doppel-6 neben Weber. Auf der arg ausgedünnten Stralauer Bank nahmen neben Strömel mit Reck und Wallner nur zwei weitere angeschlagene bzw. verletzte Spieler platz.

nicht nur beim 0:1 hatten die Stralauer in Halbzeit 1 das Nachsehen … © s.p.

Beide Teams bemühten sich redlich, angesichts der Hitze war das Tempo absolut tolerierbar. Es war eine Begegnung auf Augenhöhe, in der die Gäste in den ersten 25 Spielminuten spielbestimmend waren: Giftiger in den Zweikämpfen und doppelnd gegen die Stralauer Angriffsbemühungen – vor allem über die Außen.

Nicht unverdient gingen diese auch in Führung: Einen Freistoß direkt am 16er schiebt der erst kürzlich von Viktoria 89 verpflichtete Pöttinger gekonnt zur Führung für die Gäste ein (23′).
Nach einer ersten vom umsichtigen Schiedsrichter Knopf verordneten Trinkpause (25′) wurden die Hausherren aktiver. Die Stralauer waren vor allem nach Standards gefährlich. Ob aus dem Halbfeld oder der eigenen Hälfte geschlagene Freistöße, die Stralauer hatten die Kopfballhoheit inne, Zählbares kam dabei aber nicht heraus.

Nach dem Seiten- und einem Spielerwechsel – Strömel für Büter (46′) – begannen sich die konditionellen Vorteile der Rot-Weißen bemerkbar zumachen. Nach der ersten und einzigen Chance der Wannseer in Halbzeit 2 (59′) drückten die Stralauer immer vehementer auf den Ausgleich. Eine Doppelchance durch einen abgefälschten Wohlfahrt-Schuss und einen ‚Air‘ Pütz-Kopfball blieb vorerst noch ungenützt (62′ + 63′).

wunderbare Wenzel-Kopfball-Bogenlampe zum Ausgleich … © s.p.

3 Minuten später war es dann aber so weit: Einen Wohlfahrt-Freistoß (erratum: ‚Air‘ Pütz ist nicht nur kopflastig tätig, sondern kann auch was mit den Beinen) aus der eigenen Hälfte köpfelte Goalgetter Wenzel über den Gäste-Keeper hinweg zum 1 zu 1 Ausgleich in die Maschen (66′).
In der Folge wankten die Gäste gewaltig – Burmeister-Schuss aus kurzer Distanz wird von der Linie gekratzt (72′) – und mussten nach wunderbarem Niemann-Zuspiel durch Kapitän-Wohlfahrt den 2ten Gegentreffer hinnehmen (77′).
Der eben erst eingewechselte Wallner (75′, für G. Müller) sorgte im Anschluss mit einem 20 Meter-Knaller – nach langem Böhm-Abschlag und Wenzel-Kopfablage – für die Vorentscheidung (79′).

Wallner auf dem Weg zum 4 zu 1 … © s.p.

In der Folge konnten die Wannseer nicht mehr zulegen und so war es abermals Wallner, der sich – die Kugel an der Mittellinie schnappend – durch die stehend KOe Gäste-Hintermannschaft dribbelte und erst im 16er unsanft gestoppt werden konnte. Nach der roten Karte für den eingewechselten Alnader (57′, für Fleischer) versenkte der sichere Stralauer Penalty-Schütze Wenzel das Leder zum 4 zu 1 Endstand (90′).

Als Resümee der Partie bleibt festzuhalten, dass in Anbetracht der exorbitant hohen Temperaturen beide Mannschaften eine vernünftige Vorstellung boten, bei der sich die körperlich fittere schlussendlich auch spielerisch durchzusetzen vermochte.

Wenzel sicher vom Punkt zum 4:1 Endstand … © s.p.

‚Das ist schon Wahnsinn bei solchen Temperaturen zu spielen. Zum Glück ist alles gut gegangen und keiner ist umgekippt. Respekt vor den Jungs, die das 90 Minuten durchgehalten haben.‘ war Joker-Wallner nach seinem kurzen Arbeitstag voll des Lobes für seine Mannen.

Kommenden Samstag, dem 25.08. und dem 3ten Spieltag der Bezirkliga-Saison, treffen die Stralauer auswärts auf den SV Empor Berlin II. Angepfiffen wird zur Mittagszeit – um Punkt 12:00 Uhr. Gespielt an der Cantianstraße 24 – auf einem Kunstrasen bzw. Rasenplatz des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks.

Komm und sei dabei, denn: Wir sind Stralau!

 

Der FSV Berolina Stralau spielte mit:
P. Böhm – J. Pütz – M. Tyroke, K. Büter (T. Strömel, 46′) – A. Wohlfahrt [C], M. Turtschan, M. Weber, M. Burmeister – G. Niemann – St. Wenzel, G. Müller (M. Wallner, 75′)

Es fehlten:
R. Kimpinsky (verletzt), E. Schindler (berufsbedingt) sowie St. Buchberger, C. Beer, M. Müller, O. Friedrich, T. Bischof (Scouting-Reisen)