Joker Buchberger rettet Unentschieden

Bezirkliga, 22. Spieltag: FSV Berolina Stralau – SC Westend 01 1:1 (0:1)

Persiusstraße, 15. April 2012 – Der FSV Berolina Stralau erspielt zuhause ein 1 zu 1 Unentschieden gegen den Mitaufsteiger SC Westend 01. Die Heimischen setzen damit ihre Serie von 4 ungeschlagenen Spielen in Serie fort.

Wie schon die vergangenen Heimspiele mussten die Stralauer aufgrund der anhaltenden Platzsperre die Partie gegen den SC Westend 01 auf dem Nebenplatz im Käfig austragen. ‚Erste geologische Gutachten sind erstellt worden und nachdem die Spezialisten des Kampfmittelräumkommandos vergangene Woche auch ihr OK gegeben haben, steht einer zeitnahen Sanierung des Hauptplatzes auf der Laskersportanlage nichts mehr im Wege. Ich denke, dass die Aufstiegsfeier am Ende der nächsten Saison mit etwas Glück dann sicher auf dem neuen Kunstrasenplatz stattfinden können wird.’ gab vor Spielbeginn der Headcoach des B-Teams Fiebig – augenzwinkernd – zu Protokoll.

Im zweiten Teil der Stralauer-Heimspieltrilogie nahm Headcoach Fineske eine Änderung zur Vorwoche vor – Kimpinski für den formschwächelnden Wallner auf der Doppel 6 mit Weber – und schickte seine Mannen im gewohnten 3-5-2 aufs Feld. Schon fast traditionell erwischte die Gästemannschaft, dieses mal aus Westend – von Coach Prestin in einem 3-4-2-1 aufgestellt – den besseren Start in die Partie: Das Spiel war noch keine 4 Minuten alt, da nützte der Toptorjäger der Gäste Karakaya eine verunglückte Slapstick-Abwehraktion der Stralauer Hintermannschaft zu seinem 27. Saisontor und zur 0 zu 1 Führung.
‚Naja, zum ersten Mal haben wir von der Erkrankung unseres Coaches im Wintertrainingslager erfahren. Mit niedrigem Blutdruck (Hypotonie, international auch als ‚german disease’ bekannt, Anm. d. Red.) ist natürlich nicht zu spaßen. Deshalb hat die Mannschaft – nach Rücksprache mit unserem Physiotherapeuten – auch einstimmig beschlossen, dass wir in Heimspielen unsere Gegner beim Erzielen eines schnellen Tores nach Kräften unterstützen. Mit diesem einfachen Hausmittel wollen wir den Kreislauf unseres Coaches wieder auf Trab bringen. Ich denke, das gelingt uns momentan ganz gut.’ so Mittelfeld-Abräumer und Kartensammler Wallner – mit einem Schmunzeln im Gesicht – nach Spielende.

Die Westender beschränkten sich in der Anfangsphase der Partie hauptsächlich darauf das Spiel zu kontrollieren. Ihre Offensivbemühungen blieben verhalten und wenn, dann nach ähnlichem Muster vorgetragen: Langer Ball auf den sich nach Außen ziehenden Karakaya, der direkt ablegt oder ballhaltend seine beiden nachrückenden offensiven Mittelfeldspieler einzusetzen versucht. Außer einem Weitschuss, der knapp aber ungefährlich über das Gehäuse von Keeper Reck strich (Minute 21), war von den Westendern in Halbzeit 1, abgesehen von einer tieffliegenden und deshalb vom umsichtigen Spielleiter Bleisch mit Gelb bestrafter Schwalbe, nichts mehr zu sehen.

Die Stralauer, mittlerweile gewohnt mit einem frühen Rückstand umzugehen, ließen sich nicht verunsichern und klopften erstmals in Minute 12 ans Gehäuse des Gästekeepers: Ein Friedrich-Schuss, von knapp außerhalb des 16ers, knallte ans Quergebälk. Mit Fortdauer der Partie bekamen die Heimischen das Spiel besser in Griff, liefen sich allerdings allzu häufig an der, vor allem im Zentrum dicht gestaffelten und zweikampfstarken Westend-Abwehr um den souverän agierenden Libero Frenzel, fest.
Gegen Ende der 1. Halbzeit besannen sich die in schwarz spielenden Rot-Weißen schließlich wieder ihrer Stärken und kamen mit über die Außenbahnen vorgetragenen Angriffen zu guten Möglichkeiten: Kapitän Wohlfahrt scheiterte so 2 mal mit gut angetragenen Schüssen, die knapp am kurzen Pfosten vorbei zischten (Minute 31 und 42). Zudem entschärfte der Gästekeeper einen schnell ausgeführten Wenzel-Freistoß in Minute 35.

Mit Beginn der 2. Halbzeit erhöhten die Stralauer nochmals den Druck und rissen die Spielkontrolle nun endgültig an sich. Angetrieben von der lautstarken Unterstützung der Stralauer Fans und Ultras rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Westender Tor.
In der eigenen Hälfte eingeschnürt vermochten sich die Charlottenburger kaum zu befreien. So blieb ein schnell vorgetragener Konter der Gäste in Minute 61 ihre einzig wirklich gefährliche Offensivaktion in Halbzeit 2: Doch der stark aufspielende Pütz konnte den Beyertt-Schuss, nach klasse Solo durch die Stralauer-Hintermannschaft, für den geschlagenen Reck von der Linie kratzen.
Mitte der 2. Spielhälfte stellte Headcoach Fineske schließlich auf 3 Stürmer um (Müller für Kimpinsky, 63’) und die Heimischen drängten weiter wütend – angetrieben vom Mittelfeld Zweitaktmotor Niemann-Weber – gegen die stehend KOen Westender auf den Ausgleich. Eine Vielzahl an guten Möglichkeiten blieb aber vorerst ungenutzt: Wallner-Schuss aus kurzer Distanz nach Tyroke-Corner, ‚Air’ Pütz-Kopfball nach Wohlfahrt-Corner, sowie ein aufs kurze Eck angetragener Friedrich-Weitschussknaller.

Spät aber doch fiel schließlich der hoch verdiente Ausgleichstreffer der Stralauer: In Minute 86 wuchtet Abwehrrecke und Joker Buchberger (für Bischoff, 53’) einen Wohlfahrt-Corner per Kopf zum viel umjubelten Ausgleich in die Maschen.
‚Schade, dass wir heute wieder nur mit einem Punkt da stehen. Aber wir sehen die ganze Sache positiv: Erstmals seit 3 Spielen haben wir keinen Strafstoß verursacht. Und wir sind nun seit 4 Spielen ungeschlagen. Diese Serie wollen wir kommenden Sonntag im dritten Heimspiel in Folge auf jeden Fall ausbauen.’ war vom sich in Hochform befindlichen Weber nach dem Schlusspfiff zu erfahren.

Dritter und letzter Teil der Stralauer-Heimspieltrilogie am kommenden Sonntag, 22. April, im Lasker-Freiluft-Kino an der Persiusstraße. Gezeigt wird: FSV Berolina Stralau gegen MSV Normannia 08 (Hinspiel 1:0).

Einlass ab 13:30 Uhr, Beginn 14:00 Uhr.
Komm und sei dabei, denn:
WIR SIND STRALAU!

Der FSV Berolina Stralau spielte mit:
P.-A. Reck – J. Pütz – A. Rapien (ab 58’ M. Wallner), M. Tyroke – A. Wohlfahrt [C], R. Kimpinsky (ab 63’ G. Müller), M. Weber, T. Bischof (ab 53’ St. Buchberger) – G. Niemann – O. Friedrich, St. Wenzel

es fehlten:
M. Müller, S. Lehmann (alle rekonvaleszent), E. Schindler (Leistenprobleme), M. Burmeister (berufbedingt)

PS: Die Stralauer wünschen den beiden – ohne Fremdeinwirkung – verletzten Westendern möglichst baldige Besserung.

PPS: Die Mannschaft gratuliert Stefan zu seinem Premierentreffer und freut sich … besonders auch auf die Mitbringsel von Olli und Jan …

PPPS: Die Mannschaft bedankt sich natürlich auch bei unserem Ober-Ultra Stefan Friedrich, dessen Unterstützung wir uns bei Wind und Wetter, ob Auswärts oder Zuhause, sicher sein können, für die noch während des Spieles ausgelobte Prämie … wir werden alle hungrig und mit knurrenden Mägen zum Training erscheinen …