Bezirksliga 21. Spieltag, CFC Hertha 06 – FSV Berolina Stralau 1:5 (1:2)

Brahestraße, 1. April 2012 – Der FSV Berolina Stralau deklassiert die Charlottenburger und feiert zweiten Sieg in Folge. Die Stralauer setzen sich damit im gesicherten Mittelfeld fest und lassen Hertha 06 in ein 1:5 Heim-Debakel laufen.

Vor gut 20 mitgereisten, lautstarken Fans und Ultras traf am vergangenen Sonntag der FSV Berolina Stralau auf dem Sportlatz an der Brahestraße auf den Tabellen-Sechsten CFC Hertha 06. „Die Charlottenburger sind seit 8 Spielen ungeschlagen und haben gerade den Tabellenführer Hertha auswärts geschlagen. Da ist klar, dass die sich noch Hoffnungen machen, in den Aufstiegskampf einsteigen zu können. Deshalb wird das ne schwierige Kiste für uns heute.“ So der vorgewarnte Head-Coach Fineske vor dem Spiel.

Hertha 06 übernahm mit Spielbeginn sodann auch gleich das Kommando, war giftig in den Zweikämpfen und ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen. Die Stralauer, im 3-5-2 – „Air’“ Pütz anstelle des gerade erst von einer Scoutingtour durch Südamerika zurückgekehrten Buchberger als Abwehrchef, auf der Doppel 6 mit Wallner und Weber – standen kompakt und unterbanden durch Überzahlspiel auf den Außenbahnen und Verdichtung der Räume im Zentrum das Angriffspiel der favorisierten Gastgeber.
In Minute 21 führte das vertikal ausgerichtete Offensivspiel der Stralauer mit einer der ersten Angriffsaktionen der Gäste zur 1 zu 0 Führung: Nach Friedrich-Einwurfflanke, heute gemeinsam mit Müller an vorderster Front, und ‚Air’ Pütz Kopfballverlängerung ‚piekt’ Kapitän Wohlfahrt das Leder aus kurzer Distanz am Hertha 06 Keeper, der sich bis dahin nur bei einem Friedrich-Schuss auszeichnen konnte, vorbei in die Maschen. In der Folge nahm die Intensität des Spieles zu, auch weil sich die Heimmannschaft mit aggressiven Zweikampfverhalten der Stralauer schwer tat.

Hertha 06 blieb nach wie vor, abgesehen von einem Kopfball nach Corner, den der abermals sichere Rückhalt der Stralauer Reck sensationell über die Latte lenkte, weitgehend ungefährlich. Ganz im Gegensatz dazu die rot weißen aus Stralau: Durch schnelles Umschalten nach Ballgewinn leiteten der versatile Niemann und ‚Ballkrake’ Friedrich das 2 zu 0 in Minute 38 ein. Nach einem Angriffszug über drei Stationen schlenzte erneut der starke Wohlfahrt die Kugel – in Robben-Manier – ins obere rechte Eck.

Als alle schon mit dem Pausenpfiff rechneten, nochmals Aufregung im Strafraum der Gäste. Nach Weber–Salantur Gerangel nach Freistoß-Cross entscheidet Schiedsrichter Knaak auf Strafstoß für die Heimischen. Der agile, aber ansonsten bei Weber abgemeldete, Salantur verkürzte so in Minute 44 zum 1 zu 2 aus Hertha 06 Sicht. „Schade, dass der Schiri bei der Aktion Strafstoß pfeift. Aber da kann mensch nix machen. Ich bin trotzdem gespannt auf die Videoauswertung.’“ so der verärgerte Weber in der Halbzeitpause.

Vorerst unverändert gingen beide Mannschaften in Halbzeit 2. Auch an der Spielanlage änderte sich wenig: Hertha 06 mit viel Ballbesitz, aber wenig Ideen und Durchschlagskraft. Stralau immens gefährlich nach Balleroberung. So auch in Minute 55: Spielverlagerung durch Wohlfahrt-Cross auf Bischof, der nach eleganter Ballverarbeitung per Stangerl-Pass (österreichisch für Querpass durch die Verteidigung, Anm. d. Red.) mustergültig den kurz zuvor eingewechselten Wenzel (ab 53’ für den bemühten, aber glücklosen Müller) zum 3 zu 0 bedient.

In der Folge bewahrten die Stralauer in einem äußert hitzigen Spiel stets einen kühlen Kopf und nützten die sich ihnen bietenden Chancen beängstigend konsequent. In Minute 76 bricht Friedrich nach Niemann Spielverlagerung und langem Bischoff-Flugball auf der rechten Außenbahn durch und vollendet unaufgeregt mit Links zum vorentscheidenden 4 zu 1. Schließlich ist es erneut der Toptorjäger der Stralauer Wenzel, der in einen Querpass der Hertha 06 Hintermannschaft spritzt, dem Heim-Keeper mit einem rotzfrechen Heber a la Messi keine Chance lässt und in Minute 88 mit seinem 19. Saisontreffer den 5 zu 1 Endstand herstellt.
Die beste Chance in Halbzeit 2 der Heimmannschaft, die bis zum Schlusspfiff nicht aufsteckte, aber wenig Brauchbares zustande brachte, vergab Salantur, der mit einem Weitschuss am linken Pfosten scheiterte.

„Der Sieg geht natürlich auch in der Höhe völlig in Ordnung. Wir haben heute Hertha 06 nach allen Regeln der Kunst bearbeitet und eiskalt zugeschlagen.’ freute sich Abwehrmann Rapien nach dem Schlusspfiff. ‚Wir werden das heute kurz genießen, und ab morgen geht dann schon die Vorbereitung auf das Hermsdorf-Spiel am Mittwoch los.’

Kommenden Mittwoch, 4. März 2012, empfängt die Stralauer Berolina zuhause den Tabellen-Zehnten VfB Hermsdorf II (Hinspiel 2:4) im ‚Käfig’ am Laskerplatz. Spielbeginn im Nachholspiel der 16. Runde ist um 19:30 Uhr.
Der FSV Berolina hofft, dass auch zu dieser späten Abendstunde die Fans und Ultras der Rot-Weißen in Scharen auf den Laskerplatz pilgern, um ihre Mannschaft als 12. Mann lautstark zu unterstützen. Denn: Wir sind STRALAU!

Der FSV Berolina Stralau spielte mit:
P.-A. Reck – J. Pütz – A. Rapien, M. Tyroke – A. Wohlfahrt [C], M. Wallner (ab 87’ R. Kimpinsky), M. Weber, T. Bischof – G. Niemann – O. Friedrich, G. Müller (ab 52’ St. Wenzel)

es fehlten:
M. Müller, S. Lehmann (alle rekonvaleszent), E. Schindler (berufsbedingt)