FSV Berolina Stralau – SC Staaken II 2:3 (1:1)

Persiusstraße, 4. März 2012 – Der FSV Berolina Stralau muss nach einem packenden Spiel mit vielen Torraumszenen gegen den SC Staaken II seine erste Rückrundenniederlage einstecken.

Nach dem letztwöchigen 2 zu 2 beim SC Borsigwalde traf die Berolina aus Stralau vergangenes Wochende auf den Tabellenzehnten SC Staaken II. Kurz vor Spielbeginn und einer Platzbegehung entschied Schiedrichter Bäcker das Spiel aufgrund eines Platzschadens auf den Modersohn-Nebenplatz zu verlegen. „Die Probleme mit dem Kunstrasen auf unserem Hauptplatz sind schon seit einiger Zeit – auch bei den entsprechenden Entscheidungsträgern – bekannt, es bleibt uns also nur zu hoffen, das von Seiten des Bezirksamtes bald die nötigen Reperaturarbeiten in Auftrag gegeben werden.“ Der Vorstandvorsitzende des FSV Berolina Stralau Pradella zur Spielverlegung.

In einem ähnlichen desolaten Zustand wie der Kunstrasen auf dem Hauptplatz präsentierten sich die Stralauer dann auch in den ersten 15 Spielminuten vor rund 80 Zuschauern: Passiv und mit wenig Aggressivität im Zweikampfverhalten, ungenau im Passpiel und statisch in der Spieleröffnung. Wie schon vergangene Woche mussten die Gastgeber folgerichtig dann auch einen frühen Rückstand hinnehmen. Der spritzige und stets anspielbereite Ludwig verwertete den ersten Angriff der Staakener eiskalt zum 1 zu 0 (9. Spielminute). In der Folge fingen sich die Stralauer aber wieder, kamen besser mit der körperbetonten Spielweise der Gäste zu Recht und überstanden die Drangphase der Staakener – wenn auch glücklich (25 Meter Freistoß-Lattenknaller, sowie Außenpfosten nach Ludwig Kopfball) – unbeschadet. Mit ihrem ersten schön vorgetragenen Angriffszug konnte Berolina noch vor dem Pausenpfiff ausgleichen.: Spielverlagerung von Wallner auf die linke Außenbahn und nach Tyroke-Flanke und Bischoff-Kopfablage spitzelte Müller den Ball am Gästekeeper vorbei zum Ausgleich in die Maschen (37. Spielminute).

Wie ausgewechselt kamen die Stralauer – nun mit Weber für den rippengeprellten Wallner – dann in Halbzeit 2 aus der Kabine und übernahmen sofort das Kommando und das Gehäuse des Gästekeepers unter Beschuss. Der SCS vermochte es kaum mehr, sich zu befreien, blieb aber stets durch schnelles Umkehrspiel gefährlich. So auch in Minute 67: Nach einem über 4 Stationen vorgetragenen Gegenstoß und einem Stellungsfehler in der Hintermannschaft der Gastgeber wird Ludwig im Strafraum vom ansonsten sicheren und wachen Keeper Reck von den Beinen geholt. Über die nachfolgende rote Karte wegen Torraubs kann man sicher streiten, nicht aber über den vom ansonsten blassen Baygül geschossenen Strafstoß. In Panenka-Manier läßt er Ersatztorwart Böhm (für Müller) keine Chance.
Die Stralauer zeigten sich in der Folge einigermaßen geschockt und die Gäste aus Staaken wussten dies eiskalt auszunützen: Zwei Minuten später, in Minute 69, erhöhen sie nach einem Eckball durch Dowall auf 3 zu 1. „Das ist natürlich bitter, die kommen zweimal in Hälfte zwei vor unser Tor und schenken uns zwei solch billige Dinger ein.“ So Winterneuzugang Tyroke, der abermals zu überzeugen wusste und sich als starke Neuverpflichtung entpuppt. Doch die Stralauer steckten nicht auf und kreierten – ab Minute 53 mit dem das Spiel belebenden Niemann (für den verletzten Schindler) – eine Unzahl an besten Torchancen, die jedoch aufgrund von Pech (Pütz, 40 Meter Latten-Bogenlampe), des starken Gästekeepers (Tyroke, Niemand, Pütz-Kopfball) sowie des eigenen Unvermögens (Weber-Schuß, abermals Pütz per Kopf) allesamt ungenützt blieben. Zu mehr als dem Anschlusstreffer in Minute 88 durch einen Pütz-Kopfball nach Buchberger-Freistoßflanke aus dem Halbfeld sollte es aber schlussendlich nicht mehr reichen.

„Heute nehmen wir die 3 Punkte etwas glücklich mit nach Hause. Die Stralauer haben es uns heute schwer gemacht, aber natürlich dürfen wird das Spiel nach dem 3 zu 1 – mit einem Mann mehr – nicht so aus der Hand geben. Doch meine Jungs sind noch jung, da fehlt einfach noch n’bischen die Cleverness in einer solchen Phase Ball und Gegner laufen zu lassen.“ So der nach dem Schlusspfiff erleichterte SCS-Trainer Kujath.

Ähnlch analysierte Innenverteidiger und Herr-der-Lüfte-Pütz, der heute selbst einen riesen Schritt in der Torjägerliste machen hätte können, die Partie: „Die Niederlage ist natürlich unglücklich. Aber wer solche Chancen vergibt wie wir heute, darf sich nicht wundern, wenn er am Ende mit leeren Händen da steht. Nichts desto trotz blicken wir optimistisch auf Hertha III. Wir werden diese Woche hart an unseren Abschluss-Qualitäten arbeiten und dann wollen wir denen nächste Woche natürlich ein Bein stellen.“

Nächsten Sonntag, 11. März, treffen die Stralauer auswärts um 10:00 Uhr auf den Tabellenführer Hertha BSC Amateure II.
Die Mannschaft brennt auf eine Revanche für die 2 zu 3 Heimniederlage in der Hinrunde und hofft auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans und Ultras – auch in diesen frühen Morgenstunden an der Lüderitzstraße. Denn WIR SIND STRALAU.

PS: Danke an Connie und Lothar für die kulinarisch hervorragende Bewirtung in der Sportlerklause vor dem Spiel. Da ist die Kohle der Mannschaftskasse gut investiert.
An eurem Frühstück hat’s nicht gelegen.

Der FSV Berolina Stralau spielte mit:
P.-A. Reck – St. Buchberger – J. Pütz, E. Schindler (ab 53’ G. Niemann) – M. Tyroke, R. Kimpinsky, M. Wallner (ab 45’ M. Weber), T. Bischof – O. Friedrich [C] – G. Müller (ab 69’ P. Böhm), St. Wenzel

es fehlten:
M. Müller, S. Lehmann (alle rekonvaleszent), M. Burmeister, A. Rapien (berufsbedingt)